Bodroghalom (bis 1927 Luka) ist eine ungarische Gemeinde im Kreis Cigánd im Komitat Borsod-Abaúj-Zemplén.

Geografische Lage Bodroghalom liegt in Nordungarn, 72 Kilometer nordöstlich des Komitatssitzes Miskolc und 14 Kilometer nordwestlich der Kreisstadt Cigánd. Nachbargemeinden sind Alsóberecki, Karos, Tiszakarád und Vajdácska. Die nächste Stadt Sárospatak befindet sich 11 Kilometer nordwestlich.

Geschichte Im Jahr 1913 gab es in der damaligen Kleingemeinde 191 Häuser und 1318 Einwohner auf einer Fläche von 4689 Katastraljochen. Sie gehörte zu dieser Zeit zum Bezirk Sárospatak im Komitat Zemplén. 1927 wurde der Ort umbenannt von Luka nach Bodroghalom.

Latènezeitliches Gräberfeld

Zwischen dem Ort und der Theiß befindet sich ein beim Pflügen aufgefundenes Gräberfeld aus dem 3. Jahrhundert v. Chr., das ist die Frühlatènezeit. Zwischen 1977 und 1978 fanden Rettungsgrabungen statt, bei der 18 Brandgräber freigelegt wurden.

Durch das Pflügen waren einige der Gräber, die in einer Tiefe von 33 bis 248 cm lagen, zerstört worden. Aus den Funden in den Gräbern mit Waffen als Grabbeigaben konnten die Archäologen auf sechs hier begrabene Krieger schließen. Es gab ein Schwert mit reichverzierter Scheide im latènezeitlichen Fischblasenmotiv, einige Lanzenspitzen, sieben Bronzefibeln, elf Eisenfibeln, drei Eisenarmringe, ein Bronzearmring, ein Bronzedrahtring und einige Eisengliedergürtel. Weiters wurden 43 scheibengedrehte und 23 handgeformte Keramikgefäße, darunter eine Urne mit Hufeisenverzierung und Handgriff, sowie ein Napf mit geflochtenem Henkel ausgegraben.Magdolna Hellebrand: Corpus of Celtic Finds in Hungary. III. Budapest 1999, in: Susanne Sievers/Otto Helmut Urban/Peter C. Ramsl: Lexikon zur Keltischen Archäologie. A–K; Mitteilungen der prähistorischen Kommission im Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2012, ISBN 978-3-7001-6765-5, S. 194.

Gemeindepartnerschaft Streda nad Bodrogom, Slowakei

Sehenswürdigkeiten Reformierte Kirche, erbaut 1806–1812 im spätbarocken Stil, 1875 wurde der Turm hinzugefügt und 1926 die Kirche erweitert Römisch-katholische Kirche Szent Kereszt felmagasztalása, erbaut 1964

Verkehr Durch Bodroghalom verläuft die Landstraße Nr. 3806. Der nächstgelegene Bahnhof befindet sich westlich in Sárospatak.

Literatur Bodroghalom – Településképi Arculati Kézikönyv. Hrsg. von der Gemeindeverwaltung, Bodroghalom 2018.

Einzelnachweise

Weblinks

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