Als Surmang werden heute zwei größere Klöster, nämlich Surmang Namgyel Tse (tib.: zur mang rnam rgyal rtse) und Surmang Dütsi Thil (tib.: zur mang bdud rtsi mthil), und zwei kleinere Klöster im Autonomen Bezirk Yüru'u der Tibeter in der Provinz Qinghai der Volksrepublik China bezeichnet. Der Name Surmang geht auf die Bezeichnung eines Stammes in der Gegend zurück.

Bedeutung

Auf die Surmang-Klöster geht eine Richtung innerhalb der Kagyü-Schule des tibetischen Buddhismus (Vajrayana) zurück: Surmang-Kagyü. Surmang war einer der drei Klosterkomplexe, welche die weltliche Herrschaft in Yüru'u ausübten.

In diesem Klosterkomplex entwickelte sich Surmang-Kagyü, eine eigene Richtung innerhalb der Kagyü-Schule, die wiederum der Kamtshang-Kagyü-Schule (tib.: kam tshang bka' brgyud) zuzuordnen ist.

Zur Zeit seiner Hochblüte hatte Surmang über tausend Mönche und sechs Nebenklöster.

Surmang Namgyel Tse

Surmang Namgyel Tse befindet sich in der Gemeinde MaozhuangMáozhuāng Xiàng 毛庄乡 im Kreis Nangchen im Regierungsbezirk Yüru'u der Provinz Qinghai, südlich des Flusses Ziqu HeZǐqǔ Hé 子曲河 und wurde im Jahr 1414 von Mase Togden (tib.: rma se rtogs ldan)Zhàngmǎsài Luózhōu Rénqīn 帐玛赛•罗舟仁钦 (* 1386) gegründet, einem Schüler des fünften Karmapa, Deshin Shegpa (tib.: de bzhin gshegs pa)Déyín Xiébā 得银协巴 (1386–1415).

Surmang Dütsi Thil

Surmang Dütsi Thil befindet sich in der Gemeinde Xiao SumangXiǎo Sūmǎng Xiàng 小苏莽乡 in 4251 Metern Höhe am nördlichen Ufer des Flusses. Tibetisch 'Dütsi' entspricht Sanskrit Amrita, das heißt „Nektar“ oder „Elixier“, nach dem Nektar, der bei der Zeremonie zur Klostergründung am Berghang vergossen worden sein soll.

In den 1940er-Jahren lebten in Surmang Dütsi Thil rund hundert Mönche.

Im Jahr 1981 wurde mit dem Wiederaufbau beziehungsweise mit der Restaurierung des Klosters begonnen. Die Zahl der Mönche wurde offiziell mit dreißig festgesetzt, tatsächlich gibt es etwa sechzig.

Literatur

’jam dbyangs tshul khrims: khams stod lo rgyus thor bsdus, Bd. 1, kan su’u mi rigs dpe skrun khang / Gānsù mínzú chūbǎnshè 甘肃民族出版社, Lanzhou 1995.

Weblinks

巴绒噶举派的传入 (chinesisch)

Fußnoten

Kategorie:Buddhistisches Kloster in Qinghai Kategorie:Vajrayana