mini|Kirche St. Gallus

Baldingen ist ein Gemeindeteil der Großen Kreisstadt Nördlingen im schwäbischen Landkreis Donau-Ries in Bayern. Die Gemarkung Baldingen hat eine Fläche von 5,568 km². Sie ist in 1368 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 4070,35 m² haben.

Geographie Das Pfarrdorf im Nördlinger Ries grenzt im Nordwesten an die Nördlinger Kernstadt, aus deren nahem Baldinger Tor kommend die alte Trasse der Würzburger Straße den Ort in Richtung Nordwesten durchquert. Durch den Ort fließt ost- bis nordostwärts der Eger-Zufluss Goldbach. Der größte Teil des Ortskerns und der Siedlungsgebiete aus dem 20. Jahrhundert liegen linksseits des Baches.

Geschichte Baldingen wurde 769 erstmals urkundlich erwähnt.StiASG, Urk. I 39. Online auf e-chartae, abgerufen am 12. Juni 2020. Am 1. Mai 1978 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Baldingen in die Stadt Nördlingen eingegliedert.

Baudenkmäler Siehe: Liste der Baudenkmäler in Baldingen

Bildung In Baldingen gibt es eine städtische Kindertageseinrichtung und eine Außenstelle der Nördlinger Grundschule Mitte.

Verkehr Die Bundesstraße 29, dort ein Abschnitt der Romantischen Straße, begrenzt den Ort im Westen.

Persönlichkeiten Der blinde lutherische Theologe Johann Schmidt (1639–1689), der zunächst an Universitäten lehrte und zeitweise Geistlicher in Nördlingen war, musste aufgrund seiner großen Familie eine andere Einkunftsquelle suchen. Er betrieb in Baldingen einen Gasthof, der wegen der Blindheit Schmidts „das blinde Eck“ genannt wurde.

Literatur

Bernd Vollmar, Catharina Kociumaka: Stadt Nördlingen: Ensembles, Baudenkmäler, archäologische Denkmäler. (Denkmäler in Bayern, VII. 90/2) Karl M. Lipp Verlag, München 1998, S. 244–245, ISBN 3-87490-578-0.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Donau-Ries Kategorie:Geographie (Nördlingen) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Donau-Ries) Kategorie:Gemeindeauflösung 1978 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp) Kategorie:Gemarkung im Landkreis Donau-Ries