mini|Lætitia Sadier 2021 Stereolab ist eine britische Rockband, die 1990 in London gegründet wurde. Die Band bestand ursprünglich aus Tim Gane (Gitarre und Keyboard) und Lætitia Sadier (Gesang, Keyboard und Gitarre), die als Haupttreiber und Konstanten über die vielen Wechsel im Line-up blieben. Stereolab wird zu den Vertretern des Post-Rock gezählt und spielt eine experimentelle Mischung aus Pop, Rock und Elektronik. Der Sound der Band wird durch den Kontrast zwischen mächtigen Orgelakkorden, meist im Farfisasound, und dem weiblichen, leicht schrägen englischen oder französischen Gesang bestimmt.Laetitia Sadier, Nicholas Krgovich. In: StadtRevue März 2016. 25. Februar 2016, S. 38: „Mit ihrer [Sadiers] glasklaren, aber immer haarscharf am korrekten Ton vorbeischrammenden Stimme muss man halt klarkommen.“ Ebenso treffen Stilelemente von Easy Listening über Psychedelia bis Krautrock aufeinander.Siegfried Schmidt-Joos, Wolf Kampmann (Hrsg.): Rock-Lexikon, 2. Auflage, Rowohlt Taschenbuch Verlag Hamburg 2009, Bd. 2, S. 1719. Die Musik von Stereolab wird häufig als retrofuturistisch rezipiert.

Geschichte mini|Stereolab 2019 mini|Tim Gane 2021 Stereolab ging 1990 aus der Band McCarthy hervor und bestand zunächst aus Tim Gane und Lætitia Sadier. Im selben Jahr wurden Joe Dilworth (Schlagzeug), Martin Kean (Bass) und Gina Morris (Keyboard und Begleitgesang) angeworben. Im Folgejahr wurde die erste Single Super 45 über das bandeigene Label Duophonic veröffentlicht. 1992 änderte sich die Besetzung erstmals und Andrew Ramsay (Schlagzeug) und Mary Hansen (Gesang, Keyboard, Gitarre) ersetzten Dilworth, Kean und Morris. Hansen blieb bis zu ihrem Unfalltod 2002 festes Mitglied. 1993 stießen Sean O’Hagan (Keyboard) und Duncan Brown (Bass) hinzu. Als zusätzliche Keyboarderin sprang ab 1994 Katherine Gifford ein, da sich O’Hagan vermehrt seinem Projekt The High Llamas widmete. Gifford wurde bereits 1996 von Morgane Lhote abgelöst. Im Jahr darauf wurde Brown von Richard Harrison am Bass ersetzt. Die Besetzung änderte sich in den folgenden Jahren noch mehrfach, weitere temporäre Mitglieder waren Simon Johns (Bass), Dominic Jeffery (Keyboard), Joe Walters (Keyboard, Horn und Gitarre) und Julien Gasc (Keyboard und Gesang).

Am 2. April 2009 teilte die Band mit, auf unbestimmte Zeit eine Pause einlegen zu wollen. 2010 erschien noch das Album Not Music, auf denen noch Songs aus der Zeit versammelt sind, als die Band noch nicht pausierte. Seit 2019 ist Stereolab wieder aktiv. 2021 und 2022 erschienen Volume 4 und 5 der Serie Switched On, die Aufnahmen aus den 1990er und 2000er Jahren, jedoch kein neues Material enthalten.

Am 23. Mai 2025 veröffentlichte Stereolab mit Instant Holograms on Metal Film ihr erstes Studioalbum seit 2010.

Popkulturelle Einflussnahme mini|Stereolab 2008 Im Oktober 2015 kündigte die US-amerikanische Band !!! an, als Nebenprojekt eine Band namens Stereolad zu betreiben, mit der die Mitglieder von !!! Stereolab ihre Achtung erweisen wollen.

Diskografie

Studioalben

Weitere Alben 1992: Peng!, Too Pure 1992: Switched On, Too Pure/Slumberland 1995: Refried Ectoplasm (Switched On Volume 2), Duophonic Records/Drag City 1998: Aluminum Tunes (Switched On Volume 3), Duophonic/Drag City 2002: ABC Music: The Radio 1 Sessions, Strange Fruit Records/Koch 2005: Oscillations from the Anti-Sun, Duophonic/Too Pure 2006: Fab Four Suture, Duophonic/Too Pure 2006: Serene Velocity: A Stereolab Anthology, Duophonic/Elektra/Rhino 2010: Not Music , Duophonic/Drag City

EPs

Weitere EPs 1991: Super 45 1991: Super-Electric 1992: Low Fi 1993: Space Age Bachelor Pad Music 1993: Crumb Duck 1997: Simple Headphone Mind 1999: The Free Design 2000: The First of the Microbe Hunters 2001: Captain Easychord 2003: Instant 0 in the Universe 2008: Chemical Chords

Mini-LPs 1993: The Groop Played “Space Age Bachelor Pad Music”, Duophonic/Elektra 1995: Music for the Amorphous Body Study Center, Duophonic/Elektra 2000: The First of the Microbe Hunters, Duophonic/Elektra

Singles 1991: Stunning Debut Album 1992: The Light That Will Cease to Fail 1992: Harmonium / Farfisa 1993: John Cage Bubblegum / Eloge d’Eros 1993: Lo Boob Oscilator / Tempter 1996: Metronomic Underground 1997: Iron Man / The Incredible He Woman 1999: Calimero / Cache Cache 2001: Free Witch and No-Bra Queen 2004: Rose, My Rocket-Brain! 2005: Interlock / Visionary Road Maps 2005: Kyberneticka Babicka 2005: Plastic Mile / I Was a Sunny Rainphase 2006: Excursions into Oh A-Oh 2006: Eye of the Volcano 2006: Whisper Pitch 2006: Solar Throw-Away 2008: Explosante Fixe

Weblinks Offizielle Website (engl.)

Quellen

Kategorie:Rockband Kategorie:Post-Rock-Band Kategorie:Britische Band