thumb|Wahlplakat (1963) Walter Bockenkamp (* 19. September 1907 in Groß Dahlum im Landkreis Wolfenbüttel; † 21. Juni 1994 in Hannover) war ein deutscher Politiker.
Bockenkamp besuchte das Reformrealgymnasium in Forst (Lausitz) sowie später in Braunschweig. Danach absolvierte er erfolgreich eine kaufmännische Lehre in Industrie und Wirtschaft. Bockenkamp trat zum 1. April 1930 der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 219.875),Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/3380112 in der er sich als politischer Leiter betätigte. Er war offenbar auch Mitglied der SS.Hans-Peter Klausch: Braune Wurzeln – Alte Nazis in den niedersächsischen Landtagsfraktionen von CDU, FDP und DP (PDF; 1,8 MB), Hrsg. von der Fraktion Die Linke im Niedersächsischen Landtag, Hannover 2008, S. 8. Er war während der Aufrüstung der Wehrmacht Sachbearbeiter in höheren Führungsstäben der Luftwaffe und in der Luftfahrtforschung. Es folgte ein Fronteinsatz als Batteriechef, später wurde er Zweiter Generalstabsoffizier einer Luftwaffen-Felddivision und Quartiermeister eines Armeekorps. Diese Tätigkeit übte er bis Kriegsende aus.
Direkt nach Kriegsende im Jahr 1945 wurde er selbständiger Fuhrunternehmer und wurde 1947 Geschäftsführer einer Nährmittelfabrik in Wiesbaden. Von 1948 bis 1961 war er Geschäftsführer und Verlagsleiter einer Wochenzeitung für Politik, Wirtschaft und Kultur in Hannover, von 1955 bis 1960 zudem Mitglied des Rundfunkrates des NDR. Nach Gründung der Bundeswehr war er im Rang eines Majors tätig.
Politisch war Bockenkamp nach Kriegsende zunächst Kreisvorsitzender der Deutschen Partei (DP) in Hannover-Kleefeld/Kirchrode. Ab 1948 war er Geschäftsführer und Generalsekretär der DP in Niedersachsen und Bonn. Von 1948 bis 1950 war er Gemeinderat und Fraktionsvorsitzender in Schwicheldt. In der 4. und 5. Wahlperiode wurde er Mitglied des Niedersächsischen Landtages (6. Mai 1959 bis 5. Juni 1967). Bei der Bundestagswahl 1961 kandidierte er für die Gesamtdeutsche Partei, den Zusammenschluss von DP und GB/BHE. Anschließend wechselte Bockenkamp zur CDU und gehörte ab 29. März 1962 der CDU-Landtagsfraktion an.
Quelle Zur Person: Walter Bockenkamp. In: Rundblick 2007/169. Barbara Simon: Abgeordnete in Niedersachsen 1946–1994. Biographisches Handbuch. Hrsg. vom Präsidenten des Niedersächsischen Landtages. Niedersächsischer Landtag, Hannover 1996, S. 40.
Einzelnachweise
Kategorie:Landtagsabgeordneter (Niedersachsen) Kategorie:Militärperson (Luftwaffe der Wehrmacht) Kategorie:Militärperson (Bundeswehr) Kategorie:Politischer Leiter der NSDAP Kategorie:NSDAP-Mitglied Kategorie:SS-Mitglied Kategorie:DP-Mitglied Kategorie:GDP-Mitglied Kategorie:CDU-Mitglied Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1907 Kategorie:Gestorben 1994 Kategorie:Mann