Das Center for Economic Studies (CES) ist ein eigenständiges Institut an der Volkswirtschaftlichen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Es fördert den internationalen Austausch in Finanzwissenschaften und anderen ökonomischen Gebieten. Dazu organisiert das Institut Gastaufenthalte und unterstützt Gastwissenschaftler, die in München ihre Forschungsvorhaben verfolgen und im Gegenzug kurze Vorlesungsreihen halten.

Seit der Gründung im Jahr 1991 waren so 914 Wissenschaftler am Institut zu Gast (Stand Ende 2016). Die Arbeit des CES wird von einem wissenschaftlichen Beirat begleitet und unterstützt, der sich aus rund 20 internationalen Experten zusammensetzt.

Geschichte Das Institut wurde am 18. Januar 1991 von Hans-Werner Sinn gegründet. Zu den ersten Gästen zählten Gary Becker, David Bradford, Richard Musgrave und David Wildasin. Im Jahr 1994 wurde CES zum Mitherausgeber der Zeitschrift Economic Policy, Europas führender wissenschaftlicher Zeitschrift auf dem Gebiet der Wirtschaftspolitik. Im selben Jahr verlieh CES zum ersten Mal die Auszeichnung Distinguished CES Fellow. Seit 1998 bietet das CES als eines der ersten Institute weltweit die Möglichkeit, per Internet an der ökonomischen Diskussion seiner Gemeinschaft teilzuhabenVideomitschnitte . 1998 wurde auch die hauseigene Forschergruppe entscheidend vergrößert.

Seit 1999 kooperiert das Institut mit dem ifo Institut, einem der größten Wirtschaftsforschungsinstitute Deutschlands. Beide Organisationen sind seitdem Teil der CESifo-Gruppe und die treibende Kraft dahinter, die Verbindungen zwischen ökonomischer Theorie und empirischer Forschung zu stärken, den persönlichen und fachlichen Kontakt mit internationalen Wissenschaftlern zu fördern und München so zur Plattform der wirtschaftswissenschaftlichen und wirtschaftspolitischen Forschung zu machen.

Distinguished CES Fellows Seit 1994 verleiht das Institut jährlich die Auszeichnung Distinguished CES Fellow. Der ausgezeichnete Wirtschaftswissenschaftler hält eine Vorlesung („Munich Lecture in Economics“), die in einer eigenen Buchreihe des Verlags MIT Press veröffentlicht wird. Preisträger waren:

1994: Avinash Dixit 1995: Anthony Atkinson 1996: Jean Tirole (Nobelpreisträger 2014) 1997: Paul Krugman (Nobelpreisträger 2008) 1998: Rudiger Dornbusch 1999: Guido Tabellini 2000: Peter A. Diamond (Nobelpreisträger 2010) 2001: Oliver Hart (Nobelpreisträger 2016) 2002: Nicholas Stern 2003: James M. Poterba 2004: Andrei Shleifer 2005: Bruno S. Frey 2006: Alberto Alesina 2007: Philippe Aghion 2008: Olivier Blanchard 2009: Robin Boadway 2010: Richard W. Blundell 2011: Partha Dasgupta 2012: Esther Duflo (Nobelpreisträgerin 2019) 2013: Ernst Fehr 2014: Kenneth S. Rogoff 2015: Daron Acemoğlu (Nobelpreisträger 2024) 2016: Bengt Holmström (Nobelpreisträger 2016) 2017: Susan Athey 2018: Torsten Persson 2019: Amy Finkelstein 2020: Nicholas Bloom 2021: Matthew Gentzkow 2022: Claudia Goldin (Nobelpreisträgerin 2023) 2023: Janet Currie 2024: Pinelopi Goldberg 2025: David Autor

Weblinks Center for Economic Studies CES CESifo Network

Anmerkungen

Kategorie:Wirtschaftsforschungsinstitut (Deutschland) Kategorie:Unterorganisation der Ludwig-Maximilians-Universität München Kategorie:Forschungsinstitut in München Kategorie:Empirische Wirtschaftsforschung Kategorie:Forschungseinrichtungsgründung 1991