mini|Graham Parker (2007) Graham Parker (* 18. November 1950 in London) ist ein britischer Musiker (Gitarre, Gesang) und Songschreiber.

Die Anfänge Obwohl Graham Parker schon als Jugendlicher von einer Karriere als Rockmusiker träumte, musste er sich nach seinem Schulabschluss zunächst mit Jobs als Tankwart, LKW-Fahrer oder in einer Gummischlauchfabrik über Wasser halten. Ab 1970 spielte er in verschiedenen erfolglosen Bands, die von Spanien bis nach Marokko tourten. 1975 kehrte Parker nach London zurück, wo ihm der Chef von Stiff Records Dave Robinson die Möglichkeit gab, einige Demos aufzunehmen. Zudem machte Robinson Graham Parker mit der gerade gegründeten Band The Rumour bekannt, die aus Brinsley Schwarz (Gitarre), Martin Belmont (Gitarre), Andrew Bodnar (Bass), Bob Andrews (Keyboards) und Stephen Goulding (Schlagzeug) bestand. Sie sollten fortan für die nächsten fünf Jahre Parkers Begleitband bilden. Graham Parker & The Rumour spielten einen sparsamen und gitarrenbetonten Bluesrock, der sich gleichzeitig stark mit Soul und Rhythm and Blues vermischte. Besonders Parkers raue Stimme verlieh den Songs ihre ganz besondere Intensität. Diese Musik entfaltete vor allem auf der Bühne ihre besondere Wirkung, so dass Graham Parker & The Rumour sich schnell zu einer der beliebtesten Live-Bands in England entwickelten.

Der Aufstieg 1976 erschien Graham Parkers erste LP Howlin’ Wind, die von Nick Lowe produziert worden war. Das Album bestach sowohl durch die routinierte und doch lockere Spielweise von The Rumour als auch durch Parkers aufwühlende Songs. So rechnete er zum Beispiel in Don’t Ask Me Questions mit der Kirche ab, während er in Back To Schooldays die englische Gesellschaft und ihr Bildungssystem kritisierte. Schmerz, Bitterkeit und Angst zogen sich wie ein roter Faden durch die Songs von Graham Parker & The Rumour. Howlin’ Wind sowie das Nachfolge-Album Heat Treatment (1976) wurden trotz Lob und Anerkennung durch die Kritiker kommerzielle Misserfolge. Erst die EP The Pink Parker (1977) brachte der Band den ersten Hitparadenerfolg. Auf der wiederum von Nick Lowe produzierten LP Stick To Me (1977) überraschten Graham Parker & The Rumour mit poppigeren und großzügigeren Arrangements und ließen stärker Reggae-Elemente in ihre Musik einfließen. 1979 erschien das Album Squeezing Out Sparks, das sich gut verkaufte und von den Kritikern als Parkers bis dahin beste Arbeit gefeiert wurde. Auch das Live-Doppelalbum Parkerilla (1978) und die LP The Up Escalator (1980) kamen beim Publikum gut an. Letztere sollte Parkers letzte Zusammenarbeit mit seiner langjährigen Begleitband The Rumour werden, von der er sich im August 1980 trennte.

Die 1980er Jahre bis heute Anfang der 1980er Jahre ließ sich Graham Parker in New York nieder, wo er das Album Another Grey Area (1982) einspielte, für das er jedoch erstmals schlechte Kritiken erntete. Mit The Real Macaw konnte er sich ein Jahr später bei der Fachpresse wieder rehabilitieren. Zu diesem Zeitpunkt hatte jedoch Graham Parkers kommerzieller Abstieg zum „Kritikerliebling“ begonnen. Steady Nerves (1985) und Mona Lisa’s Sister (1988) wurden seine letzten Platten, die sich in den LP-Charts platzieren konnten. Parker verlor seinen Plattenvertrag und musste seine hochgelobten Alben wie das sanft folkige 12 Haunted Episodes (1995) auf immer kleineren Labels veröffentlichen. Seiner Enttäuschung darüber tat er 1996 auf dem Album Acid Bubblegum in dem Song Sharpening Axes kund, in dem er die Zeile „Die Masse interessiert sich nicht für mich, und ich interessiere mich nicht für die Masse“ sang. 2007 erschien die CD Don’t Tell Columbus und 2010 wurde Imaginary Television veröffentlicht. In dem Film Immer Ärger mit 40 aus dem Jahr 2012 hat Parker einen Cameo-Auftritt. Paul Rudd spielt in diesem Film den Inhaber eines Plattenlabels, der kurz vor der Pleite steht und seine letzte Hoffnung in Graham Parker setzt.

Diskografie (Von 1976 bis 1979 inklusive sowie 2012/2015 als Graham Parker & the Rumour)

Studioalben

Weitere Studioalben 1976: Howlin’ Wind 1992: Burning Questions 1995: 12 Haunted Episodes 1996: Acid Bubblegum 2001: Deepcut To Nowhere 2004: Your Country 2005: Songs Of No Consequence 2007: Don’t Tell Columbus 2009: Carp Fishing On Valium 2010: Imaginary Television 2012: Three Chords Good 2015: Mystery Glue 2018: Cloud Symbols

Livealben

Weitere Livealben 1976: Live at Marble Arch 1977: At The Palladium, New York 1979: Live Sparks 1989: Live! Alone In America 1993: Live Alone! Discovering Japan 1996: Live from New York 1997: The Last Rock ’n Roll Tour 1998: Not If It Pleases Me 2003: King Biscuit Flower Hour Presents Graham Parker 2003: Live Cuts From Somewhere 2003: Blue Highway 2005: Live Alone: The Bastard of Belgium 2005: Yer Cowboy Boot 2006: 103 Degrees in June 2007: Platinum Bastard 2009: Live In San Francisco 1979 2011: Live Alone At The Freight & Salvage 2012: Live Alone At The Freight And Salvage 2014: Official Bootleg Box

Kompilationen 1980: The Best of Graham Parker and the Rumour 1982: Look Back in Anger: Classic Performances 1982: Historia de la musica rock: Graham Parker and the Rumour 1984: It Don’t Mean a Thing If It Ain’t Got That Swing 1986: Pourin’ It All Out: The Mercury Years 1992: The Best of Graham Parker 1988–1991 1993: Passion Is No Ordinary Word: The Graham Parker Anthology 1996: No Holding Back Vertigo Compilation 1997: Temporary Beauty Stiffs & Demons 1999: Master Hits The Ultimate Collection 2001: You Can’t Be Too Strong: An Introduction to Graham Parker and the Rumour 2003: The Official Art Vandelay Tapes 2003: A Fair Forgery of Pink Floyd 2005: The Official Art Vandelay Tapes Vol 2 2013: The Beautiful Old 2014: Don’t Ask Me Questions: The Best of Graham Parker & the Rumour (1976-1979)

EPs

Weitere EPs 1994: Graham Parker’s Christmas Cracker

Singles

Weitere Singles 1977: (Let Me Get) Sweet on You 1978: The New York Shuffle 1980: Stupefaction 1979: Protection 1979: Discovering Japan 1979: Local Girls 1979: I Want You Back (Alive) 1988: Get Started. Start a Fire 1988: Don’t Let It Break You Down 1989: Big Man on Paper

Videoalben Graham Parker Live 2005: Graham Parker at Rockpalast

Auszeichnungen für Musikverkäufe Goldene Schallplatte

1980: für das Album The Up Escalator

Quellen

Weblinks

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