mini|Elisabeth Pinajeff um 1928 auf einer Fotografie von Alexander Binder Elisabeth Pinajeff, geboren als Jelisaweta Sergejewna Pinajewa (; * in Jekaterinoslaw, Russisches Kaiserreich; † 31. Dezember 1995 in Villemoisson-sur-Orge, Frankreich), war eine russisch-deutsche Schauspielerin.

Leben Die Tochter eines Architekten nahm in Charkow Unterricht bei einem Schauspieler des russischen Nationaltheaters und wirkte in zwei russischen Stummfilmen mit. Als ihr früh angetrauter Ehemann, ein Ingenieur, einen Auftrag aus Deutschland erhielt, folgte sie ihm nach Berlin.

Hier kam ihr zugute, dass Regisseur Carl Theodor Dreyer 1921 für seinen Film Die Gezeichneten per Zeitungsinserat nach echten Russen suchte. Elisabeth Pinajeff erhielt eine Hauptrolle und wirkte in den 1920er Jahren mehrmals in deutschen Stummfilmen mit. Ab 1931 wandte sie sich dem französischen Film zu, geriet aber im Laufe der 1930er Jahre in Vergessenheit.

Elisabeth Pinajeff war von Ende April bis Anfang Dezember 1928 kurzzeitig mit dem Berliner Fotografen Alexander Binder verheiratet.Quelle: Heiratsurkunde Nr. 159 mit Randvermerk zur Scheidung, Standesamt Berlin I, Landesarchiv Berlin.

Sie starb am 31. Dezember 1995 in Villemoisson-sur-Orge in Frankreich.Extrait de décès: No 92/1995.

Filmografie 1922: Die Gezeichneten 1923: Graf Cohn 1923: „Said“. Ein Volk in Ketten 1924: Die Brigantin von New York 1924: Königsliebchen 1925: Menschen am Meer 1925: Herrn Filip Collins Abenteuer 1926: Die drei Mannequins 1926: Spitzen 1926: Die Kleine und ihr Kavalier 1926: Der lachende Ehemann 1926: Gern hab’ ich die Frauen geküßt 1927: Rinaldo Rinaldini 1927: Ein rheinisches Mädchen beim rheinischen Wein 1927: Was Kinder den Eltern verschweigen 1927: Die Dollarprinzessin und ihre sechs Freier 1928: Amor auf Ski 1928: Die Sünderin 1928: Die Dame und ihr Chauffeur 1928: Ein besserer Herr 1928: Der fesche Husar 1928: Mikosch rückt ein 1929: Wem gehört meine Frau? 1929: Der Mitternachtswalzer 1929: Mutterliebe 1930: Ruhiges Heim mit Küchenbenutzung. Das Mädel von der Operette 1930: Tingeltangel 1931: Schatten der Unterwelt 1931: Ombres des bas fonds 1931: Madame hat Ausgang 1932: L'amoureuse aventure (französische Version von Madame hat Ausgang) 1932: Die Vier vom Bob 13 1932: L'Amour en vitesse 1932: Le Triangle de feu 1933: Vacances conjugales 1938: La tragédie impériale

Literatur Helga und Karlheinz Wendtland: Geliebter Kintopp. Sämtliche deutsche Spielfilme von 1929–1945. Künstlerbiographien L–Z. Verlag Medium Film Karlheinz Wendtland, Berlin 1995, ISBN 3-926945-14-1, S. 85.

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