mini|Wappen der Queen Mary University of London Queen Mary University of London (kurz: QMUL, auch bekannt als Queen Mary College) ist eines der ältesten Colleges der University of London und zählt als Mitglied der Russell-Gruppe zu den britischen Spitzenuniversitäten.http://www.independent.co.uk/news/education/education-news/four-universities-join-elite-russell-group-7562780.html Es ist mit etwa 22.000 Studenten, darunter über 40 % aus dem Ausland, eines der größten Colleges der föderal aufgebauten Universität. Unter den Alumni der Queen Mary University of London befinden sich neben zahlreichen Nobelpreisträgern bedeutende Persönlichkeiten aus Politik, Naturwissenschaften, Recht und Kultur. In Rankings liegt Queen Mary kontinuierlich unter den besten Universitäten in London, die School of Law zählt zu den besten des Landes. Patronin des Colleges war bis 2022 Königin Elisabeth II.

Neben fünf Standorten in London unterhält Queen Mary University of London weitere Niederlassungen in China, Frankreich, Griechenland und Malta. Am University of London Institute in Paris bietet das College Doppelstudiengänge mit der Sorbonne Université an.

Geschichte mini|links|Das Queens’ Building auf dem Universitätscampus in Mile End mini|links|Maria von Teck, ehemalige Königin Großbritanniens und Namensgeberin des Colleges St Bartholomew's und London Royal Hospital Medical Colleges Das St Bartholomew’s Hospital wurde 1123 gegründet und ist das älteste bestehende Krankenhaus Großbritanniens. 1785 öffnete das Medical College des London Royal Hospital (heute Teil der Fakultät Medicine and Dentistry) als erstes Universitätsklinikum des Landes. 1900 traten beide Medical Colleges der University of London bei und gingen Kooperationen mit dem Queen Mary College ein.

Westfield College Das Westfield College wurde 1882 als erstes Frauen-College der University of London gegründet. Ab 1964 nahm das College auch Männer auf. 1989 wurde es in das Queen Mary College eingegliedert, welches den Namen Queen Mary and Westfield College annahm. Der Campus des Westfield Colleges befand sich bis dahin im Londoner Stadtteil Hampstead.

People’s Palace und Queen Mary College 1887 wurde der People’s Palace als kulturelles Zentrum im Londoner East End von Königin Victoria eröffnet. Ein Jahr später öffnete ein neuer Flügel mit technischen Ausbildungsstätten. Ab dem Beginn des 20. Jahrhunderts verlieh der People’s Palace einen Bachelor of Science der University of London. 1907 entstand hier das erste Institut für Luft- und Raumfahrttechnik Großbritanniens und das College wurde unter dem Namen East London College zunächst befristet Teil University of London. 1915 erfolgte schließlich die dauerhafte Eingliederung. Zu Ehren der damaligen Königin Maria von Teck (Ehefrau von George V.) nahm die Einrichtung ab 1934 den Namen Queen Mary College an.

Während des Zweiten Weltkriegs evakuierte das College in Cambridge, wo es sich für diesen Zeitraum mit dem King’s College zusammenschloss.

Queen Mary University of London In der heutigen Form entstand das Queen Mary College als Zusammenschluss des Queen Mary and Westfield Colleges, des St Bartholomew’s Hospital Medical College und des London Hospital Medical College.About Queen Mary University of London.

1989 schloss sich das Queen Mary mit dem Westfield College zusammen und bildete das Queen Mary & Westfield College. 1995 schlossen sich das London Hospital Medical College und das St Bartholomew’s Hospital Medical College als Barts and The London School of Medicine and Dentistry zusammen und traten Queen Mary bei. 2000 nahm der Zusammenschluss der ehemals eigenständigen Colleges den Namen Queen Mary University of London an.

Studium mini|Der Glockenturm mini|Das Graduate Center am Regent's Canal mini|University of London Institute in Paris mini|Westfield Village auf dem Campus in Mile End Bibliotheken Die Zentralbibliothek der Queen Mary University of London befindet sich auf dem Campus in Mile End, direkt neben dem 1887 gebauten Queens' Building. Darin befindet sich noch der ehemalige, heute denkmalgeschützte Reading Room, ein achteckiger Lesesaal namens The Octagon, dessen Architektur an den Lesesaal des British Museum angelehnt ist. Heute wird das Octagon für interne und externe Veranstaltungen genutzthttps://www.qmul.ac.uk/music/concerts-events/historic-venues/octagon/ https://www.qmul.ac.uk/weddings/venue/. Zweigbibliotheken finden sich an den Universitätsstandorten in Whitechapel und West Smithfield. Die Bibliothek in Mile End ist von Juni bis September 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche geöffnet.https://www.qmul.ac.uk/library/using-library-services/opening-hours/

Als College der der University of London haben Studierende Zugang zur Senate House Library, sowie zu den Bibliotheken der anderen Colleges der University of London.

Studierendenvertretung Die Queen Mary Students' Union (QMSU) ist die zentrale Studierendenvertretung der Universität und befindet sich im Student Union Hub, einem modernen Gebäude mit Beratungsstellen, Gemeinschafts- und Freizeiträumen, Seminarräumen und einem interreligiösen Gebetsraum. Angebote der Student Union umfassen Studierendenberatung, zentral organisierte Kursnachbereitungen, Arbeitsplatzvermittlung und Koordinierung der vielen Clubs und Gesellschaften an der Universität.

Weiter unterhalten die QMSU mehrere Studierendencafés und ein Fitnessstudio auf dem Mile End Campus. Auch werden von ihr zwei Studierendenzeitungen (The Print und CUB), ein Radiosender (Quest) und ein Fernsehsender (QMTV) betrieben.

Clubs und Societies Studierenden stehen über 400 Clubs und Societies der Bereiche Sport, Gesellschaft, Kunst und Vernetzung zur Auswahl. Rund 70 Sportclubs bestehen u. a. in den Bereichen American Football, Bogenschießen, Fechten, Golf, Hockey, Lacrosse, Segeln und Wasserpolo.

Gliederung Die Universität hat fünf Standorte in Mile End, Whitechapel, Charterhouse Square, Lincoln’s Inn Fields und West Smithfield. Der Campus in Mile End im Osten von London ist der Hauptstandort der Queen Mary und der größte Campus der University of London.

Das College verfügt über 21 Fachbereiche und Institute, die sich auf folgende Fakultäten verteilen:

Humanities, Social Sciences and Law School of Business and Management School of Economics and Finance School of English and Drama Department of English Department of Drama School of Languages, Linguistics and Film Comparative Literature Film Studies Modern Languages and Cultures Language Centre Linguistics School of Geography School of History School of Law Centre for Commercial Law Studies Department of Law School of Politics and International Relations Science and Engineering School of Biological and Chemical Sciences School of Electronic Engineering and Computer Science School of Engineering and Materials Science School of Mathematical Sciences School of Physics and Astronomy Materials Research Institute Institute of Bioengineering Medicine and Dentistry (The London School of Medicine and Dentistry) Barts Cancer Institute The Blizard Institute Institute of Dentistry Institute of Health Sciences Education William Harvey Research Institute Wolfson Institute of Population Health The Centre of the Cell

Rankings

Übersicht nationaler und internationaler Rankingergebnisse Queen Mary University of London zählt neben UCL, King’s College, LSE und Imperial College kontinuierlich zu den fünf besten Universitäten Londons, so auch in den Rankings von Times Higher Education und QS Top Universities des Jahres 2022. Die QMUL gehört des Weiteren zu der renommierten Russell-Gruppe, der u. a. auch die University of Cambridge und die University of Oxford angehören., www.russellgroup.ac.uk, 12. März 2012 2018 lag die Queen Mary School of Law als beste Law School in London hinter Oxford und Cambridge auf dem dritten Platz des britischen Universitätsränkings von The Guardian.

Im letzten britischen Forschungsranking, dem Research Excellence Framework 2014, welches maßgeblich für die Mittelvergabe an Universitäten ist, belegte die QMUL im britischen Vergleich laut Guardian Universitätsranking den 9. Platz, sowie den 4. Platz in London. Im Rahmen des Forschungsrankings sah das Times Higher Education Ranking die QMUL national auf dem 13. Platz.http://www.timeshighereducation.co.uk/Journals/THE/THE/18_December_2008/attachments/RAE2008_THE_RESULTS.pdf Nach einer Untersuchung von The Times liegen die durchschnittlichen Einstiegsgehälter im nationalen Vergleich auf dem 6. Platz.http://www.timesonline.co.uk/article/0,,8405-1246744,00.html Sowohl im Times-Higher-Education-Ranking als auch im QS World University Ranking belegte das College im Jahr 2022 im weltweiten Vergleich den 117. Platz.

Platzierungen ausgewählter Fachbereiche im aktuellen Forschungsranking für Großbritannien Fachbereich Platzierung Sonstige Informationen Geography 1. Platzhttp://whichuniversitybest.blogspot.com/2009/05/rae-ranking-queen-mary-university-of.html gemeinsam mit Bristol, Cambridge, Durham und Oxford Linguistics 1. Platz - Drama 1. Platz - English Language and Literature 2. Platz - Dentistry 2. Platz - Epidemiology and public health 3. Platz - Cancer studies 5. Platz - Economics and Econometrics 6. Platzhttp://whichuniversitybest.blogspot.com/2009/05/rae-2008-economics-econometrics.html gemeinsam mit Bristol und Nottingham Law 3. Platzhttp://whichuniversitybest.blogspot.co.uk/2010/06/queen-mary-qmul-top-rankings.html beste Law School in London, 3. landesweit nach Cambridge und Oxford

Bekannte Absolventen mini|Sir Ronald Ross, erster Nobelpreisträger des Queen Mary Colleges mini|Sir Henry Hallett Dale, Träger des Nobelpreises für Physiologie oder Medizin mini|Guðni Th. Jóhannesson, derzeitiger Präsident Islands mini|Joseph Dion Ngute, derzeitiger Premierminister von Kamerun mini|klasse=skin-invert-image|Unterschrift von James Parkinson mini|Bruce Dickinson, Frontmann der Band Iron Maiden

Nobelpreisträger Lord Edgar D. Adrian, 1. Baron Adrian (1889 – 1977), Nobelpreis für Physiologie oder Medizin 1932 Sir Henry Hallett Dale (1875 – 1968), Nobelpreis für Physiologie oder Medizin 1936 Sir Charles K. Kao (1933–2018), Nobelpreis für Physik 2009 Sir Peter Mansfield (1933 – 2017), Nobelpreis für Physiologie oder Medizin 2003 Sir Peter J. Ratcliffe (* 1964), Nobelpreis für Physiologie oder Medizin 2019 Sir Ronald Ross (1857 – 1932), Nobelpreis für Physiologie oder Medizin 1902 Sir Joseph Rotblat (1908 – 2005), Friedensnobelpreis 1995 Sir John Robert Vane (1927–2004), Nobelpreis für Physiologie oder Medizin 1982 Mario Vargas Llosa, Marqués de Vargas Llosa (1936–2025), Nobelpreis für Literatur 2010

Kunst, Musik und Film Bruce Dickinson (* 1958), Sänger der Heavy-Metal-Band Iron Maiden Sean Gilder (* 1964), Schauspieler

Geschichte, Philosophie und Literatur Malcolm Bowie (1943 – 2007), Romanist und Literaturwissenschaftler Eric Ives (1931–2012), Historiker und Autor mit Schwerpunkt auf der Tudorzeit Alasdair MacIntyre (1929–2025), Philosoph und Hauptvertreter des Kommunitarismus Florence Mahoney (* 1929), Historikerin und Hochschullehrerin Sir Roy Strong (* 1935), Kunsthistoriker und ehemaliger Direktor der National Portrait Gallery und des Victoria & Albert Museums

Politik und öffentlicher Dienst Christopher Addison, 1. Viscount Addison (1869 – 1951), Politiker und ehemaliges Mitglied des House of Lords Apsana Begum (* 1990), Politikerin und Mitglied des House of Commons William Carr (1883 – 1966), Admiral und ehemaliger Direktor des Naval Medical Service der Royal Australian Navy Sir Peter Richard Caruana (* 1956), Politiker und ehemaliger Chief Minister von Gibraltar Simon Case (* 1978), Oberster Leiter des britischen öffentlichen Dienstes als Cabinet Secretary und Head of Her Majesty's Home Civil Service Lynda Chalker (* 1942), Politikerin und Mitglied des House of Commons