mini|Ilmari Juutilainen Eino Ilmari Juutilainen (* 21. Februar 1914 in Lieksa, Finnland; † 21. Februar 1999 in Tuusula) war ein finnischer Jagdflieger. Seine Bekanntheit erreichte er durch seine Einsätze in der finnischen Luftwaffe während des Winterkrieges (1939–1940) und im Fortsetzungskrieg (1941–1944).
Juutilainen war mit 94 bestätigten Siegen in 437 Einsätzen der Spitzenpilot unter den finnischen Jagdfliegern – damit gilt er als der erfolgreichste nichtdeutsche Jagdflieger aller Zeiten. Er flog Maschinen des Typs Fokker D.XXI, Brewster B-239 und Messerschmitt Bf 109. Juutilainen war einer von vier Männern, die das Mannerheim-Kreuz als höchste finnische militärische Auszeichnung zweimal erhielten.
Juutilainen überstand beide Kriege, ohne jemals von gegnerischen Kampfflugzeugen abgeschossen worden zu sein. Lediglich einmal war er gezwungen, wegen eines Treffers der eigenen Flak seine Maschine zu landen. Wie der japanische Jagdflieger Saburo Sakai verlor auch Juutilainen niemals einen seiner Flügelmänner im Kampf.
Militärische Laufbahn Juutilainen trat am 9. September 1932 seinen Wehrdienst in der finnischen Armee an, von 1935 an diente er als Pilot in der finnischen Luftwaffe. Am 1. Mai 1935 wurde Juutilainen zum Sergeanten befördert. Vom 3. März 1939 an wurde er in der 24. Jagdfliegerstaffel (Lentolaivue [Let.v.] 24) eingesetzt. Während des Winterkrieges flog er eine Fokker D.XXI. mini|Juutilainen vor seiner Brewster Taivaan helmi, 26. Juni 1942 mini|Juutilainen in seiner Brewster Taivaan helmi In der Zeit des Fortsetzungskrieges diente Juutilainen in der 3/LeLv 24 und flog eine Maschine des Typs Brewster B-239 (der in Finnland nicht unter ihrem sonstigen Beinamen Buffalo, sondern Taivaan helmi, was soviel wie Himmelsperle bedeutet, bekannt war). Mit seiner BW-364 „Orangene 4“ schoss er 28 gegnerische Flugzeuge ab. 1943 kam er zur LeLv 34, die die neue Bf 109 G einsetzte. Mit diesem Flugzeugtyp schoss er 54 Maschinen des Gegners ab. Eine Beförderung zum Offizier lehnte Juutilainen ab, da er befürchtete, nicht mehr fliegen zu dürfen.
Nachkriegszeit mini|Gedenkplakette vor Juutilainens Geburtshaus Nach den Kriegen diente Ilmari Juutilainen bis 1949 in der finnischen Luftwaffe. Bis 1956 arbeitete er als Berufspilot und flog mit seiner De Havilland Tiger Moth Passagiere.
Ebenfalls im Jahr 1956 veröffentlichte er seine Kriegserinnerungen unter dem Titel: „Punalentäjien kiusana“ (was übersetzt etwa „Der Schrecken der roten Piloten“ bedeutet). Wesentlich bekannter wurde indes die 1996 publizierte englische Übersetzung des Buches unter dem Titel: „Double Fighter Knight“ (deutsch etwa: „Zweifacher Jagdflieger-Ritter“; bezogen auf die zweifache Verleihung des Mannerheim-Kreuzes).
Weblinks
Literatur
Einzelnachweise
Kategorie:Jagdpilot im Zweiten Weltkrieg (Finnland) Kategorie:Träger des Mannerheim-Kreuzes Ilmari Juutilainen Kategorie:Finne Kategorie:Geboren 1914 Kategorie:Gestorben 1999 Kategorie:Mann