Sassenhausen (mundartlich Sossehause) ist ein Stadtteil von Bad Berleburg im nordrhein-westfälischen Kreis Siegen-Wittgenstein.

Geographie Lage Sassenhausen befindet sich auf einem Höhenzug zwischen der Ortschaft Dotzlar und der Stadt Bad Laasphe. Die höchste Erhebung ist mit 680 m ü. NN der Bärenkopf.

Nachbarorte Bad Laasphe Dotzlar Weidenhausen

Geschichte mini|Evangelische Kirche Sassenhausen Erste urkundliche Zeugnisse datieren auf das Jahr 1395. In diesem Jahr wechselten die Besitzverhältnisse nach dem Aussterben der Ritter von Diedenshausen zu Brosken von Viermünden über. Im 16. Jahrhundert gehört der Ort zum Haus und Landgericht Richstein. Sassenhausen kam ab 1819 zum Schultheißenbezirk und ab 1845 zum Amt Arfeld. Der Ort hat jetzt 204 Einwohner, die sich auf 25 Häuser verteilen. 1900 zählte Sassenhausen 167 Einwohner.

Der Ort wurde im Rahmen der Gemeindegebietsreform nach den Bestimmungen des Sauerland-Paderborn-Gesetzes am 1. Januar 1975 nach Bad Berleburg eingemeindet.

Einwohnerentwicklung 1961: 234 Einwohner 1970: 221 Einwohner 1974: 216 Einwohner 2011: 260 Einwohner 2021: 225 Einwohner

Religion Bis 1666 gehörte der Ort zum Kirchspiel Arfeld; Einpfarrung nach Weidenhausen.

Politik Seit 2009 ist Anke Fuchs-Dreisbach Ortsvorsteherin von Sassenhausen.

Sehenswürdigkeiten Im Jahre 1703 errichtet der lokale Zimmermeister Mannus Riedesel eine Schulkapelle. Allein durch die Mittel der ortsansässigen Bauern konnte der Bau realisiert werden. Das Gebäude diente gleichzeitig als Kirch- und Schulgebäude. Der ehemalige Schulraum befindet sich unter der hinteren Empore. Bei dem Bau handelt es sich um einen reinen Fachwerkbau, welcher mit sehenswerten Schnitzereien versehen ist.

Literaturhinweise

Bernd Geier (Hg.): Ortsheimatbuch Sassenhausen, Bad Berleburg-Sassenhausen 2001. Johannes Burkardt, Zwei Urkunden des Ritters Gerlach von Diedenshausen und die Ersterwähnung Sassenhausens 1395, in: Wittgenstein. Blätter des Wittgensteiner Heimatvereins, Jg. 84 (1996), Bd. 60, Heft 3, S. 82–86. Christel Fehrmann: Der Ortsname Sassenhausen. Seine Entstehung, Bedeutung und Entwicklung, in: Wittgenstein, Jg. 83 (1995), Bd. 59, Heft 4, S. 152–156. Bernd Geier, Besitzverhältnisse der Sassenhäuser Bauern zu Beginn des 18. Jahrhunderts, in: Wittgenstein, Jg. 85 (1997), Bd. 61, Heft 1, S. 2–10. Ders.: Der Schulze-Hof in Sassenhausen. Ein bauhistorisches Kleinod, in: Wittgenstein, Jg. 86 (1998), Bd. 62, Heft 2, S. 64–66. Joachim Naumann: Die Schulkapelle in Sassenhausen und Zimmermeister Mannes Riedesel, in: Wittgenstein, Jg. 60 (1972), Bd. 36, Heft 4, S. 206–211. Werner Wied: Zur Geschichte des Dorfes Sassenhausen und seiner Kapelle. Mannes Riedesels Schulkapelle hatte eine Vorläuferin, in: Wittgenstein, Jg. 75 (1987), Bd. 51, Heft 4, S. 147–159 und Wittgenstein, Jg. 76 (1988), Bd. 52, Heft 1, S. 2–8. Ders.: Dorf und Kapelle zu Sassenhausen – ein Nachtrag, in: Wittgenstein, Jg. 76 (1988), Bd. 52, Heft 1, S. 9–16. Ders.: Noch einmal: Sassenhausen und seine Riedesel-Kapelle, in: Wittgenstein, Jg. 77 (1989), Bd. 53, Heft 1, S. 15–16.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Stadtteil von Bad Berleburg Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Kreis Siegen-Wittgenstein) Kategorie:Ersterwähnung 1395 Kategorie:Gemeindeauflösung 1975