mini|hochkant=0.8|Eugen Rex. mini|hochkant=0.8|Grab auf dem Friedhof In den Kisseln in Berlin-Spandau (Abt. L) Eugen Rex (* 8. Juli 1884 in Berlin; † 21. Februar 1943 ebenda) war ein deutscher Schauspieler.
Leben Der gelernte Bauzeichner nahm Schauspielunterricht bei Max Adriano und debütierte 1905 am Sommertheater in Schlangenbad-Soden. 1905/06 spielte er am Apollo-Theater Nürnberg und am Stadttheater St. Gallen.
Von 1907 bis 1911 gehörte er zum Ensemble des Stadttheaters Mainz, 1911 bis 1914 war er am Hoftheater Karlsruhe engagiert. Ab Herbst 1914 agierte er in Berlin am Theater in der Königgrätzer Straße und diente gleichzeitig ab 1915 als Offizier im Ausbildungsdienst.
1916 wechselte er zum Deutschen Theater, 1918 zum Metropoltheater und 1919 zum Theater am Nollendorfplatz. Seit 1920 trat er als freischaffender Schauspieler an verschiedenen Berliner Bühnen auf, teilweise mit eigenen Stücken und Sketchen.
Von nun an erhielt die Arbeit für den Film bei Eugen Rex große Bedeutung. Bereits 1919 führte er auch Regie, beschränkte sich danach aber fast ganz auf die Tätigkeit als Schauspieler. Rex verkörperte hauptsächlich schrullige Kleinbürger, pedantische Beamte und Staatsdiener aller Art. Im Jahr 1929 wurde Eugen Rex zum Vorstandsmitglied der neu gegründeten Vereinigung Berliner Bühnenkünstler gewählt.Vereinigung Berliner Bühnenkünstler in der Berliner Börsen-Zeitung vom 6. Dezember 1929.
1932 schloss er sich der NSDAP an (Mitgliedsnummer 1.331.939).Bundesarchiv R 9361-V/9902 Er wurde 1933 Führerrat der Reichsfachschaft Film und 1934 Aufsichtsrat der Pensionsanstalten der Genossenschaft deutscher Bühnenangehöriger. 1935 übernahm er die Leitung der Heidelberger Reichsfestspiele.
Rex war gegen Ende der 1930er Jahre wieder verstärkt an Berliner Theatern zu sehen, so 1938/39 am Lessingtheater in Krach um Jolanthe. Auch seine eigenen Bühnenstücke und die beiden Operetten Stern von Araschi und Güldüna kamen zur Aufführung. Von 1940 bis 1943 wirkte er am Theater am Schiffbauerdamm. Eine seiner letzten Filmrollen war in dem Kriminalfilm Verdacht auf Ursula der Gerichtsrevisor Hobelglas, welcher ständig durch seinen Hund abgelenkt wird.
Eugen Rex ist auf dem Friedhof In den Kisseln im Berliner Bezirk Spandau begraben.
Filmografie 1918: Die gestohlene Seele 1918: Ferdinand Lassalle – Des Volkstribunen Glück und Ende 1918: Die Dame, der Teufel und die Probiermamsell 1918: Dida Ibsens Geschichte 1919: Homo sum 1919: Die Reise um die Erde in 80 Tagen 1919: Die Frau im Käfig 1919: Der blasse Albert (nur Regie) 1919: Der Harlekin (auch Regie) 1919: Hannemann, ach Hannemann 1919: Ut mine Stromtid 1919: Das einsame Wrack 1920: Die Prinzessin vom Nil 1920: Der verbotene Weg 1920: Der Dummkopf 1921: Susanne Stranzky 1921: Das Gelübde 1921: Der Roman eines Dienstmädchens 1921: Der Schatten der Gaby Leed 1922: Die Dame und ihr Friseur 1922: Der brennende Acker 1922: Der Liebesroman des Cesare Ubaldi 1923: Tragödie der Liebe (4 Teile) 1923: Nanon 1923: Die Magyarenfürstin 1923: Der Puppenmacher von Kiang-Ning 1923: Schatten 1923: Vineta. Die versunkene Stadt 1923: Der Seeteufel 1923: Alt-Heidelberg 1924: Die Todgeweihten 1924: Der geheime Agent 1924: Der Aufstieg der kleinen Lilian 1924: Mensch gegen Mensch 1924: Die Puppe vom Lunapark 1924: Vitus Thavons Generalcoup 1925: Sündenbabel 1925: O alte Burschenherrlichkeit (auch Regie und Co-Drehbuch) 1925: Wenn Du eine Tante hast 1925: Die Dame aus Berlin 1926: Der Stolz der Kompagnie 1926: Die Welt will belogen sein 1926: Liebeshandel 1927: Die leichte Isabell 1927: Die drei Niemandskinder 1927: Notschrei hinter Gittern 1929: Sündig und süß 1929: Gestörtes Ständchen (Kurzfilm) 1929: Die Hasenpfote 1930: Paramount-Parade (nur deutsche Fassung) 1930: Besuch um Mitternacht. Das Nachtgespenst von Berlin (Kurzfilm) 1930: Die Lindenwirtin 1930: Die Csikosbaroneß 1930: Kasernenzauber 1930: Bockbierfest 1930: Verklungene Träume 1930: In Wien hab’ ich einmal ein Mädel geliebt 1930: Tänzerinnen für Süd-Amerika 1931: Der Weg nach Rio 1931: Kopfüber ins Glück 1931: Der Liebesarzt 1931: Schatten der Unterwelt 1931: Der Kongreß tanzt 1931: Der Hauptmann von Köpenick 1931: Wenn die Soldaten... 1931: Zwischen Nacht und Morgen 1931: Der Herr Finanzdirektor 1931: Kyritz – Pyritz 1931: Schützenfest in Schilda 1931: Der Herr Büroversteher 1931: Bobby geht los 1931: Der Hochtourist 1932: Aufforderung zum Tanz 1932: Das Millionentestament 1932: Die elf Schill’schen Offiziere 1932: Wie kommen die Löcher in den Käse? 1932: Liebe in Uniform 1932: Spione im Savoy-Hotel 1932: Ich bei Tag und Du bei Nacht 1932: An heiligen Wassern 1932: Marion, das gehört sich nicht 1932: Das Schiff ohne Hafen 1933: Welle 4711 (Kurzfilm) 1933: Ich und die Kaiserin 1933: Die Blume von Hawaii 1933: Die Nacht im Forsthaus. Der Fall Roberts 1933: Was ist die Welt? 1933: Schüsse an der Grenze 1933: Ein Unsichtbarer geht durch die Stadt 1933: Die Wette 1933: Kleines Mädel – großes Glück 1933: Der streitbare Herr Kickel 1933: Schwarzwaldmädel 1933: Wenn ich König wär! 1934: Konjunkturritter 1934: Selbst ist der Mann 1934: Ein schwerer Junge 1934: Freut Euch des Lebens 1934: Aufforderung zum Tanz 1934: Der Gedankenleser 1934: Nur nicht weich werden, Susanne! 1935: Lärm um Weidemann 1935: Wenn einer eine Reise tut 1935: Das Einmaleins der Liebe 1935: Die selige Exzellenz 1935: Die letzte Fahrt der Santa Margareta 1936: Hans im Glück 1936: Mädchenräuber 1936: Der geheimnisvolle Mister X 1936: Tante Clementine (Kurzfilm) 1936: Inkognito 1936: Wir gratulieren 1936: Klein aber mein (Kurzfilm) 1936: Blinder Eifer 1937: Der Mann an der Wand 1938: Gute Reise, Herr Meier (Kurzfilm) 1938: Skankal um den Hahn 1938: Stärker als die Liebe 1938: Menschen, Tiere, Sensationen 1939: Verdacht auf Ursula 1940: Die Rothschilds 1942: Der Hochtourist 1942: Maske in Blau 1943: Fritze Bollmann wollte angeln
Literatur Matias Bleckman, Jörg Schöning: Eugen Rex – Schauspieler, Autor, Regisseur. In: CineGraph – Lexikon zum deutschsprachigen Film, Lieferung 11, 1988. Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Sechster Band N – R. Mary Nolan – Meg Ryan, Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 493.
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