Piotr Nathan (* 27. April 1956 in Gdańsk) ist ein aus Polen stammender deutscher bildender Künstler.
Leben Piotr Nathan, eigentlich Piotr Nathan Sobieralski, wurde am 27. April 1956 in Gdańsk (Danzig) geboren. Er wuchs dort und in Chełmża (Kulmsee) auf. Von 1971 bis 1976 besuchte er das Gymnasium für Bildende Künste (Liceum Sztuk Plastycznych) in Gdynia (Gdingen). 1977 wurde er an der Kunsthochschule in Gdańsk (Danzig) aufgenommen. Er besuchte dort die Grundklasse. 1980 übersiedelte er nach Hamburg, um dort sein 1978 angefangenes Studium an der Hochschule der bildenden Künste fortzusetzen. Zur Zeit seines Studiums wurde seine künstlerische Entwicklung durch das Studium bei Sigmar Polke und Karl-Ernst Hermann, aber auch durch die Mitgründung und die Arbeit in der Künstlergruppe „Stille Helden e. V.“ geprägt. Nach der Beendigung des Studiums 1986 zog er nach Berlin, wo er bis heute lebt und arbeitet. Seit 2006 ist er als Professor für die Klasse mit dem Schwerpunkt der klassischen und experimentellen Zeichnung und Druckgrafik an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel tätig. Er „hat seine Ostsee wieder“ (Claus Böhmler).
Ausstellungen Einzelausstellungen:
1983 Künstlerhaus Hamburg, Hamburg.
1985 Wohnung Lange Reihe 91, Hamburg: Eine Einrichtung für die Kunst Weltbekannt e.V., Hamburg: Fragen an Geschichten
1987 Interim Art, London: A house abandoned in haste Galerie Dörrie * Priess, Hamburg Gelbe Musik, Berlin: Snowflakes Kunstverein Hamburg, Hamburg: Ein sehr langes und unglaublich langweiliges Stück
1989 Galerie Isabella Kacprzak, Köln Cornerhaus, Manchester: This is an american home run japanese style…
1990 Galerie Dörrie * Priess, Hamburg: Für einen Freund Galerie Ryszard Varisella, Frankfurt
1991 Brutto Gusto, Rotterdam: Höher mußt Du schießen, nicht auf die Beine – der Spaziergängerduft eines Insektenforschers Galerie Dziekanka, Warschau Hotel-Pension Nürnberger Eck, Berlin
1992 Kunst-Werke, Berlin Galerie De Lege Ruimte, Brugge: Die Reihenfolge der Titel kann beliebig geändert werden: abgestürzt, verschollen, unbeendet, vergessen, unbekannt, abgebrannt, zerbombt, zerfetzt, gesprungen, versunken
1993 Whitechapel Art Gallery, London
1994 GAK – Gesellschaft für Aktuelle Kunst e.V., Bremen: Ausschnitte-Cuttings
1995 Galerie Sabine Schmidt, Köln: Erd- und Himmelsstudien Albrecht Dürer Gesellschaft / Nürnberger Kunstverein, Nürnberg: In Search for a Store House – Auf der Suche nach einem Lagerraum
1996 Contemporary Fine Arts, Berlin: Stack of Diaries Blumenladen Brutto Gusto, Rotterdam: Calendar Pages Wolfgang Wittrock Kunsthandel, Düsseldorf: Old Palettes and New Paintings
1997 Galerie Dörrie * Priess, Hamburg: The Thief of the Melancholy Hamburger Kunsthalle: Der verfluchte Garten (permanente Installation) Galerie Sabine Schmidt, Köln: Der Blick von meinem Bett aus
1999 Galerie Wohnmaschine, Berlin: Das saubere Ende vom Schmutz der Leidenschaft Geschichtswissenschaftliche Institute der Ludwig-Maximilians-Universität, München: Büchse der Pandora und Ein Buch aufhängen (permanente Installation)
2001 Haus der Kunst, München: Der, der die Sterne zählt
2002 NGBK – Neue Gesellschaft für Bildende Kunst, Berlin: Partnerschaften Teil III: Matt. Ranger und Piotr Nathan Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof, Museum für Gegenwart, Berlin: Ein brennender Baum der unerfüllten Wünsche
2003 Hamburger Kunsthalle, Hamburg: Die Weberei der Düfte, Teil I Galerie Sabine Schmidt, Köln
2004 Berghain, Berlin: Die Rituale des Verschwindens (permanente Installation; 2017 wegen Umbauarbeiten entfernt)
2005 Morris & Helen Belkin Art Gallery, Vancouver: How far do you dare to go?
2006 magnus müller, Berlin: Piotr Nathan – new and old works
2009 magnus müller, Berlin: Die Berichte aus dem Labor der Zeitreisemaschine
2011 Laura Mars Grp., Berlin: Heute nur das Licht gemalt
2012 Gerisch Stiftung, Neumünster: Träume und Albträume
Gruppenausstellungen:
1982 Kampnagel, Hamburg: Erinnerung
1983 Kampnagel, Hamburg: Liebe / Stille Helden und Gäste
1984 Hamburger Kunsthalle: Wechselstrom
1985 Mobile Container-Burg Ansiedlung, Köln: Poetische Einwendung
1986 Gelbe Musik, Berlin: Künstlerschallplatten Riverside Studios, London: Antidotes to Madness
1987 Kunsthaus Hamburg, Hamburg: Stille Helden + Gäste Auto-Galerie, Berlin: Mißbrauchte Fotografie
1988 Emily Harvey Gallery, New York: Extended Play Städtische Kunsthalle Recklinghausen: Magie des Buches Galerie Dörrie * Priess, Hamburg: Unknown Work Galerie Riis, Oslo Kunsthaus Hamburg: Stipendiaten 1987 Castello di Rivara (Italien): Palestra
1989 daadgalerie, Berlin 8. Biennale Sydney – Le Magasin Grenoble: Broken Music Galerie ’t Venster, Rotterdam: Maak uw correspondenten niet wakker! Evitez de réveiller vos correspondants! Think twice, someone might be sleeping!
1990 Musée d’Art Contemporain de Montréal Museet for Samtidskunst, Roskilde
1991 Russisch-Ethnographisches Museum, St. Petersburg Expo Henk, Rotterdam: Present days Galerie Dörrie * Priess, Hamburg Mars Artspace, Phoenix, Arizona: Dobles sentidos – double meanings
1992 Musée d’Art Moderne de la Ville de Paris: Qui, Quoi, Où? Schloß Wilhelmsthal, Kassel Galerie Dörrie * Priess, Hamburg: Tiere Galerie Wanda Reiff, Amsterdam: The last rose of summer Wewerka & Weiss Galerie, Berlin
1993 Wolfgang Wittrock Kunsthandel, Düsseldorf Kunstraum Elbschloß, Hamburg: Love again Künstlerhaus Bethanien, Berlin: mal was anderes, The selection of the selected, The friends' meeting Brutto Gusto, Rotterdam: deGEDEKTEtafel
1994 Offenes Kulturhaus, Linz: Andere Körper-Different Bodies Künstlerhaus Bethanien, Berlin Kunstverein Hamburg: Dagegen-Dabei Altes Rathaus / Kulturhaus, Potsdam: AIDS-Welten / Lebens-Welten
1995 Washington Project for the Arts, Washington, D. C. – ICA-Institute of Contemporary Art, Boston: Burnt Whole Hotel-Pension Nürnberger Eck, Berlin: Bettenausstellung NGBK – Neue Gesellschaft für Bildende Kunst, Berlin: GeWALT / Geschäfte Contemporary Fine Arts, Berlin: A Bonnie Situation – Truth and Fiction
1996 Galerie im Körnerpark, Berlin: Der Fleck in Geschichte und Gegenwart Vitriinimuseo, Helsinki: Vitrinii
1997 Atatürk-Kulturzentrum / Dolmabahçe-Palast, Istanbul: In medias res – Fotografie und andere Medienkunst aus Berlin Akademie der Künste, Berlin: Positionen schwuler Kunst GAK-Gesellschaft für Aktuelle Kunst e.V., Bremen: Die Arbeit des Zeichnens
1998 Centre d’Art Contemporain, Genf: Aids Welten: Zwischen Resignation und Hoffnung Große Kunstschau Worpswede: andernorts Torch-Gallery, Amsterdam: The Amsterdam Project Room Suermondt Ludwig Museum, Aachen: Entropie zu Hause – Slg. Schürmann AHAWA, Berlin: Davka – Jüdisches Leben in Berlin / Traditionen und Visionen
1999 Artists Space, New York: Shy Galerie Dörrie * Priess, Hamburg: Männerkunst
2000 Manzini-Mitte, Berlin-Galerie Dörrie * Priess, Hamburg: Essensbilder Kunstverein München-Staatliche Kunsthalle Baden-Baden: Die verletzte Diva
2001 LCCA-Latvian Centre for Contemporary Art, Riga: Contemporary Utopia Museum für Angewandte Kunst, Köln: Untragbar-Mode als Skulptur Galerie der Künstler, München: Mit vollem Munde spricht man nicht
2002 Laura Mars Grp., Berlin: Laura Mars Group Show 2002 Stadtgalerie Kiel: Mit vollem Munde spricht man nicht Galerie Dörrie * Priess, Hamburg: Engel & Teufel
2003 Nordische Botschaften, Berlin: In residence Museum Bochum: Das Recht des Bildes – Jüdische Perspektiven in der Modernen Kunst Luitpold Lounge, München: Glück
2004 3. berlin biennale für zeitgenössische Kunst; Berlin: Die Weberei der Düfte, Teil II ACC Galerie, Weimar: Annäherungen an das Glück Kunstbank, Berlin: Piotr Nathan / Rolf Wicker (Stipendiaten 2003) Schwules Museum, Berlin: Zeichnungen Galerie Sabine Schmidt, Köln: 44 in 10-Ausstellungen 1994–2004
2005 Galerie Dörrie * Priess, Berlin: Seestücke
2006 Akademie der Künste, Berlin: Kunstwettbewerb Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen (Ausstellung der Wettbewerbsarbeiten) Museum Ludwig, Köln: Das achte Feld – The Eighth Square Museum Morsbroich, Leverkusen: Personal Affairs
2007 Wilhelm Lehmbruck-Museum, Duisburg: Auswahl 6-Leerräume des Erzählens (Kunstsammlung Provinzial) Maschinenhaus der Muthesius Kunsthochschule, Kiel: Ohnmacht Galerie Brutto Gusto_fine arts, Berlin: Wunderkammer–Das romantische Dezember Abenteuer
2008 Galerie Brutto Gusto_fine arts, Berlin: Sag mir, wo die Blumen sind… Zu Ostern und Sag mir, wo die Blumen sind…Teil 3 Cobra Museum of Modern Art, Amstelveen (NL): Gewoon anders! – Just different! KunstCentret Silkeborg Bad, Silkeborg (DK): Call it what you like! Collection Rik Reinking Galerie September, Berlin: Metal Postcard Mittageisen
2009 Temporäre Kunsthalle, Berlin: Zeigen. Eine Audiotour durch Berlin von Karin Sander
2010 Muzeum Narodowego, Berlin: ARS Homo Erotica
Auszeichnungen 1987 Hamburg Stipendium 1989 P.S. 1-Stipendium in New York 1991 Arbeitsstipendium des Senats von Berlin 1992 Stipendium der Whitechapel Art Gallery, London 1993 Arbeitsstipendium der Stiftung Kunstfonds, Bonn 1995 Arbeitsaufenthalt in der MacDowell Colony, Peterborough, New Hampshire (USA) 1996 Arbeitsstipendium Barkenhoff-Stiftung, Worpswede 2003 Stipendium Munch-Haus, Warnemünde 2004 Förderstipendium der Pollock-Krasner Foundation, New York
Kunstwerke in öffentlichen Sammlungen Sammlung Museum van Hedendaagse Kunst, Gent Kunsthalle Nürnberg Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin Hamburger Kunsthalle, Hamburg Ludwig-Maximilians-Universität, München Bundessammlung zeitgenössischer Kunst, Bonn Staatliche Museen zu Berlin – Kupferstichkabinett Sammlung Falckenberg / Phoenix Kulturstiftung. Hamburg-Harburg
Veröffentlichungen Katalog Piotr Nathan | Zeichnung und Raum | Drawing and Space | 1981–2015 (abrufbar auf der Website des Künstlers; PDF, 17,6 MB)
Weblinks Interview mit dem Künstler (englisch) auf Independent Collectors.
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