Mulazzo ist eine italienische Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) in der Provinz Massa-Carrara in der Toskana.

Geographie mini|hochkant|Lage von Mulazzo in der Provinz Massa-Carrara Mulazzo liegt in der Landschaft der Lunigiana ca. 130 km nordwestlich der Regionalhauptstadt Florenz, ca. 40 km nordwestlich von Massa und ca. 35 km nordwestlich von Carrara. Bei Mulazzo mündet der Torrente Mangiola in den Fluss Magra. Letzterer verläuft auf einer Länge von etwa 10 km durch das Gemeindegebiet von Mulazzo.Offizielle Website des Sistema Informativo Ambientale della Regione Toscana (SIRA) zu den Flüssen in Mulazzo, abgerufen am 23. Juni 2014 (italienisch) Die Gemeinde liegt in der klimatischen Einordnung italienischer Gemeinden in der Zone E, 2 365 GG.Webseite der Agenzia nazionale per le nuove tecnologie, l’energia e lo sviluppo economico sostenibile (ENEA), abgerufen am 23. Juni 2014 (italienisch, PDF; 330 kB)

Zur Gemeinde Mulazzo gehören die Fraktionen Arpiola, Busatica, Campoli, Canossa, Casa di Loia, Castagnetoli, Castevoli, Gavedo, Groppoli, La Pieve, Lusuolo, Montereggio, Parana, Pozzo, Talavorno und Terceretoli. (Istituto Nazionale di Statistica) zu den Einwohnerzahlen 2001 in der Provinz Massa-Carrara, abgerufen am 23. Juni 2014 (italienisch)

Die Nachbargemeinden sind Calice al Cornoviglio (SP), Filattiera, Pontremoli, Rocchetta di Vara (SP), Tresana, Villafranca in Lunigiana und Zeri.

Geschichte Mulazzo wird unter den Burgen der Malaspina in dem 1202 in Sarzana gesprochenen Schiedsspruch zwischen Gualfredo, dem Bischof von Luni, und den Markgrafen Corrado, Guglielmo und Alberto genannt. Bei der am 28. August 1221 in Parma geschlossenen Teilung des Familienbesitzes wurde Mulazzo zum Hauptort des Anteils, der an Corrado den Älteren fiel und die Gebiete am rechten Ufer der Magra umfasste; seine Linie behielt das Wappen des Spino Secco („trockener Dorn“), während die Linie seines Vetters Opizzino mit dem Mittelpunkt Filattiera das des Spino Fiorito („blühender Dorn“) annahm. Aus der Teilung vom April 1266 ging um Moruello, den Sohn Corrados, eine jüngere Linie von Mulazzo hervor; Moruello und seine Nachfolger beteiligten sich an der Ausdehnung der Malaspina nach Sardinien, wo er im März 1285 starb.

Mulazzo blieb bis zum 2. Juli 1797 Hauptort eines kleinen Reichslehens, als der französische General Chabot die Aufhebung der in der Lunigiana verbliebenen Reichslehen verkündete. Sein letzter Markgraf, Azzo Giacinto Malaspina, war ein Bruder des in Mulazzo geborenen Seefahrers Alessandro Malaspina (1754–1810), der die spanische Forschungsexpedition von 1789 bis 1794 leitete. Unter dem Herzogtum Modena zählte die damals zur Gerichtsbarkeit von Tresana gehörende comunità Mulazzo im Jahr 1832 insgesamt 1631 Einwohner in sechs Pfarreien. Das ehemalige Lehen Castevoli wurde ihr durch ein Dekret vom 23. Mai 1849 angegliedert.

Sehenswürdigkeiten mini|Borgo Lusuolo mini|Castello di Lusuolo, einst Sitz der Malaspina In der Gemeinde gibt es ein altes Malaspina-Schloss und einen alten byzantinischen Turm. Chiesa di San Martino, Kirche aus dem 13. Jahrhundert Santuario della Madonna del Monte, Sanktuarium Chiesa di Sant’Apollinare, Kirche im Ortsteil Montereggio Castello di Lusuolo, Burg im Ortsteil Lusuolo

Söhne und Töchter der Gemeinde Alessandro Malaspina di Mulazzo (1754–1810), Adliger und Seefahrer Nello Lauredi (1924–2001), französischer Radrennfahrer

Literatur Emanuele Repetti: MULAZZO in Val di Magra. In Dizionario Geografico Fisico Storico della Toscana (1833–1846), Onlineausgabe der Universität Siena (pdf, italienisch)

Weblinks

Offizielle Website der Gemeinde (italienisch)

Einzelnachweise

Kategorie:Ort in der Toskana