mini|Dorothea Friederike von Brandenburg-Ansbach, verheiratete Gräfin von Hanau mini
Dorothea Friederike von Brandenburg-Ansbach (* 12. August 1676Zu ihren Geburtstagen 1715 und 1719 finden sich 7 Festgaben im Hessischen Staatsarchiv Marburg, Bestand: Slg. 15, Kasten 242, Nr. 9. in Ansbach; † 13. März 1731 in Hanau) war die Tochter von Markgraf Johann Friedrich von Brandenburg-Ansbach (* 1654; † 1686) und seiner ersten Gemahlin, Johanna Elisabeth von Baden Durlach.Suchier, Grabmonumente, S. 53f. Dorothea Friederike war damit gleichzeitig Halbschwester von Königin Caroline von Großbritannien, der Gemahlin von König Georg II.
Am 20./30. August 1699 heiratete Dorothea Friederike den Grafen Johann Reinhard III. von HanauZur Morgengabe vgl.: Hessisches Staatsarchiv Marburg, Bestand: 81. Regierung Hanau A 45,1. und wurde so die letzte Gräfin von Hanau. Aus der Ehe ging eine Tochter hervor: Charlotte Christine Magdalene Johanna (* 1700; † 1726). Sie war die einzige und alleinige Erbin der Grafschaft Hanau und heiratete am 5. April 1717 Erbprinz Ludwig (VIII.) von Hessen-Darmstadt (* 1691; † 1768).
Nach ihrem Tod am 13. März 1731 wurde Dorothea Friederike am 17. oder 25. März 1731Suchier, Grabmonumente, S. 53. in der Familiengruft der Hanauer Grafen in der Lutherischen Kirche (heute: Alte Johanneskirche) in Hanau bestattetLeichenpredigten zu ihrer Beisetzung finden sich im Hessischen Staatsarchiv Marburg, Bestand: Slg. 15, Kasten 242, Nr. 5 u. 6; anonym: Die wunderbahre doch seelige Wege des Herrn. [Leichenpredigt]. Nachweis: Lenz, Nr. 172; anonym: Der freudige Sterbensmut einer himmlisch gesinnten Seele. Hanau 1731. Nachweis: Stadtbibliothek Hanau – Abt. Hanau-Hessen, Signatur: I e 2 F 4.. Der hessisch-darmstädtische Hofkapellmeister Christoph Graupner schuf zu diesem Anlass die drei Trauermusiken GWV 75/31a-c. Die Gruft wurde in den Bombenangriffen des Zweiten Weltkriegs weitestgehend zerstört.
Literatur
Reinhard Dietrich: Die Landesverfassung in dem Hanauischen. = Hanauer Geschichtsblätter 34. Hanau 1996. ISBN 3-9801933-6-5 Rudolf Lenz: Katalog der Leichenpredigten und sonstigen Trauerschriften in der Hessischen Hochschul- und Landesbibliothek Darmstadt = Marburger Personalschriftenforschungen 11. Sigmaringen 1990. Uta Löwenstein: Die Grafschaft Hanau vom Ende des 16. Jahrhunderts bis zum Anfall an Hessen. In: Neues Magazin für Hanauische Geschichte 2005, S. 11ff. Reinhard Suchier: Genealogie des Hanauer Grafenhauses. In: Festschrift des Hanauer Geschichtsvereins zu seiner fünfzigjährigen Jubelfeier am 27. August 1894. Hanau 1894. Reinhard Suchier: Die Grabmonumente und Särge der in Hanau bestatteten Personen aus den Häusern Hanau und Hessen. In: Programm des Königlichen Gymnasiums zu Hanau. Hanau 1879. S. 1–56. Richard Wille: Die letzten Grafen von Hanau-Lichtenberg. In: Mitteilungen des Hanauer Bezirksvereins für hessische Geschichte und Landeskunde. 12, Hanau 1886, S. 56–68. Ernst Julius Zimmermann: Hanau Stadt und Land. 3. Auflage, Hanau 1919, ND 1978.
Weblinks
Einzelnachweise mini|links|Allianzwappen von Johann Reinhard III. von Hanau und Dorothea Frederike von Brandenburg-Ansbach; Ansbacher Fayence, wohl 1724 anlässlich der Silberhochzeit gefertigt.
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