mini|Blick ins Tal von der westlichen Hanglage im Townland Lisheeneagh mini|Naturreservat Das Caher Valley (irisch Gleann na Cathrach) liegt im Nordwesten des Burren im County Clare in Irland. Es wird vom Caher River () durchzogen. Die Namen von Fluss und Tal stammen von den zahlreichen steinernen Ringforts der Gegend, die als Caher () bezeichnet werden.

Der für die Region ungewöhnlich wasserreiche Caher River () entspringt am Slieve Elva (). Er ist der einzige oberirdische Fluss im Burren, die übrigen Fließgewässer versickern im Karst. Einige von ihnen bilden saisonal Turloughs. Der Fernwanderweg Burren Way, auch „The Green Road“ genannt, kreuzt das Tal bei Formoyle. Das Cahertal ist ein Naturreservat mit einer für den Burren sonst untypischen Vegetation.

Die Steinforts Die Forts Cathair Dhoire na bhFathach und Cathair an Aird Rois () und Caher Lower genannt), liegen zu beiden Seiten des Tales. Caherbannagh () liegt in der Nähe der gleichnamigen Dorfruine, die nur noch aus den Mauern und Kaminen der Häuser besteht. Das Dorf wurde Mitte des 19. Jahrhunderts während der Großen Hungersnot (engl. Great Famine) verlassen. Vom Caheranardurrish (() mit seinem erhaltenen Torbau, auf der Anhöhe über Formoyle, überblickt man den Nordwesten des Burren. Eng benachbart liegen dort die Cahers von Feenagh und Lismacsheedy, ein halbkreisförmiges Promontory Fort an einer Abbruchkante. Caheranardurrish hat teilweise drei Meter hohe und ebenso breite rekonstruierte Mauern. Es scheint länger als die übrigen Cahers genutzt worden zu sein. Die Quellen besagen, dass das 36 m große Rund sowohl als Penal-Kapelle als auch als Shebeen (illegaler Ausschank von schwarz gebranntem Alkohol) verwendet wurde.

Bilder

Die Wedge Tombs Im Caher Valley befinden sich mehrere Wedge Tombs. Wedge Tombs (dt. „Keilgräber“, auch „wedge-shaped gallery grave“ genannt) sind doppelwandige, ganglose, mehrheitlich ungegliederte Megalithbauten der späten Jungsteinzeit und der frühen Bronzezeit in Irland.

Derrynavahagh

mini|hochkant=0.75|Derrynavahagh Das Wedge Tomb von Derrynavahagh (irisch Doire na bhFathach – der Eichenwald der Riesen) ist eines der am besten erhaltenen in Irland. Es liegt 120 Meter über dem Caher River auf einer Ebene. Die Kammer wird von einer massiven Steinplatte bedeckt. Der keilförmige Grundriss verengt sich, wie bei dieser Anlagenart üblich, im Osten. Ein Rest des einstigen Cairns ist der niedrige Steinhügel südwestlich der Anlage.

Lage:

Faunarooska

mini|hochkant=0.75|Das östliche Tomb Südöstlich von Derrynavahagh liegen auf dem Grat zum benachbarten Tal zwei Wedge Tombs im Townland Faunarooska (Fán an Rúsca). Das westlich gelegene ist verfallen.

Kultplätze und Kirchen Wo der Fluss die Straße unterquert, befindet sich auf der Südseite der Brücke ein Burnt Mound (). Nahe der Nordseite, 30 Meter bergauf, liegt ein sehr kleines rohes Gebäude, die Penal Church von Fermoyle. Innen sind ein Bullaun und ein Altarstein erhalten. Weiter oberhalb am Hügel liegt der Cillin, der Begräbnisplatz für die ungetauft gestorbenen Kinder des Tales. Bei der Formoyle-Kirche (heute eine Ruine) versammelte Donogh O’Brien im Jahre 1317 seine Truppen, bevor er in die Schlacht von Corcomroe Abbey (auch „Battle of Lough Raska“ genannt) zog. Beim Westeingang des Tales, der im Volksmund den Namen „Khyber Pass“ trägt, liegt, nahe dem Ort Fanore, die St. Patricks-Kirche. Die 1870 gebaute Kirche ist ein einzelliges Gebäude mit einer kleinen Sakristei.

Literatur George Cunningham: Burren Journey West Limerick 1980 S. 30

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