Kaiser Wilhelm I. wurde unter der Regierung Kaiser Wilhelms II. in zahlreichen Denkmälern abgebildet. Sehr häufig sind Standbilder und Büsten. Oft wird Wilhelm I. auch als Teil von Kriegerdenkmälern (Deutsch-Französischer Krieg 1870/71) dargestellt.

Liste

Reiterstandbilder mini|Danzig mini|269x269px|Kaiser Wilhelm I. auf dem Obermarkt in Görlitz mini|Goslar mini|hochkant|Kiel mini|hochkant|Lübeck mini|Metz

Aachen: 1901 von Fritz Schaper, auf dem Theaterplatz, Bronzeteile 1942 demontiert und eingeschmolzen Berlin-Mitte: Nationaldenkmal für Kaiser Wilhelm I. auf der Schloßfreiheit, 1889–1897 von Bildhauer Reinhold Begas; Das in der Achse des Eosanderportals des Berliner Schlosses errichtete Denkmal wurde 1950 auf Betreiben von Walter Ulbricht zusammen mit dem Schloss bis auf die erhaltenen Fundamente abgebrochen und die Bronzeteile eingeschmolzen. Berlin-Neukölln(bis 1913 Rixdorf): auf dem Hohenzollernplatz (heute Karl-Marx-Platz), von Albert Moritz Wolff, enthüllt am 22. März 1902, 1944 eingeschmolzen Berlin-Spandau: an der Neuendorfer Straße, von Bildhauer Franz Dorrenbach aus Köln, 1909 errichtet; nicht erhalten Bernburg: auf dem Karlsplatz; von Ludwig Manzel, 1901 errichtet; nicht erhalten Bremen: 1888–1893 von Robert Baerwald, 1942 eingeschmolzen Breslau: Reiterstandbild von Christian Behrens, 1896 an der Schweidnitzer Straße enthüllt, zerstört am 21. Oktober 1945; seit 2007 steht an dieser Stelle ein Bolesław-Chrobry-Denkmal. Bromberg: von Alexander Calandrelli, 1893 enthüllt, 1919 noch vor der Besetzung der Stadt durch Polen nach Meseritz transportiert (siehe dort) Chemnitz: Reiterstandbild, umrahmt von den eigenständigen Standbildern Bismarcks und Moltkes, auf dem Rathausmarkt, alle drei im Zweiten Weltkrieg eingeschmolzen Danzig: Westpreußisches Provinzialdenkmal, vor dem Hohen Tor Dortmund-Hohensyburg: Kaiser-Wilhelm-I.-Denkmal der (vormaligen) Grafschaft Mark von Hubert Stier, 1893–1902; Die Reiterstatue und die überlebensgroßen Standbilder von Otto von Bismarck und Helmuth von Moltke wurden von Bildhauer Adolf von Donndorf, die seit dem Umbau des Denkmals (1935–1936) verschollenen lebensgroßen Standbilder von Kaiser Friedrich III. (hier dargestellt als Kronprinz Friedrich Wilhelm) und Prinz Friedrich Karl wurden von seinem Sohn Karl Donndorf entworfen und ausgeführt. Der Bronzeguss aller Statuen erfolgte in Gladenbecks Bronzegießerei (Inhaber: Walter und Paul Gladenbeck) in Friedrichshagen bei Berlin. Düsseldorf: Reiterstandbild von Bildhauer Karl Janssen, umrahmt von den Standbildern des Fürsten Bismarck und des Grafen Moltke, auf der Alleestraße; Von 1964 bis 1982 stand das Denkmal auf dem „Platz der Deutschen Einheit“, musste dort jedoch aus verkehrstechnischen Gründen weichen. Nach jahrelangen Diskussionen, ob der Kaiser in der Öffentlichkeit noch zeitgemäß wäre, wurde das Denkmal schließlich im Jahre 1987 auf den Martin-Luther-Platz transloziert. Das Standbild Moltkes ist nicht mehr vorhanden. Duisburg: ehemals auf dem Kaiserberg, entworfen von Friedrich Reusch, eingeweiht am 2. September 1898; Die Figuren des Kaisers, der Germania und des Reichsadlers wurden 1942 eingeschmolzen, der Sockel 1957 abgetragen. Erfurt: von Ludwig Brunow, am 25. August 1900 auf dem ehemaligen Kaiserplatz (heute Karl-Marx-Platz) eingeweiht und 1944 für Kriegszwecke eingeschmolzenerfurt-web.de (Bild) Essen: Reiterstandbild auf dem Burgplatz von Hermann Volz, enthüllt am 23. Oktober 1898, 1928 von der Platzmitte auf einen neuen schlichten Sockel an den Platzrand vor der Lichtburg versetzt Frankfurt am Main: von Clemens Buscher, enthüllt am 10. Mai 1896, 1940 eingeschmolzen Gera: vor der Johanniskirche, von Bildhauer Gustav Eberlein, nicht erhalten; Mit einer Mehrheit von einer Stimme stimmten die Kommunisten mit den Sozialisten im Dezember 1922 für die Beseitigung des Denkmals. Geislingen an der Steige: Original: auf dem Kirchplatz, vor der Stadtkirche; Der Kaiser sitzt in Felduniform mit offenem Mantel und Helm auf einem kraftvoll vorwärtsschreitenden Pferd. Das Reiterstandbild stellt das von der Galvanoplastischen Kunstanstalt erworbene Modell nach dem Entwurf des Berliner Bildhauers Gustav Eberlein dar. Die Enthüllung des Denkmals war ursprünglich für den 18. Januar 1894 vorgesehen, wurde aber schließlich auf den Geburtstag des hier verewigten Kaisers am 22. März desselben Jahres verschoben. Etwa 1979 wurde das Reiterstandbild zur Restaurierung vom Sockel gehoben und in die Werkstätten der WMF gebracht. Da die Restaurierung der Galvanoplastik nicht möglich war, wurde das Reiterstandbild entsorgt. Replikat: auf dem Kirchplatz, links neben der Stadtkirche; 1980 entstand in der Gießerei Strassacker in Süßen ein vollständiger Neuguss. Aus verkehrstechnischen Gründen wurde das neue Reiterstandbild etwa 15 m vom alten Standort entfernt auf dem originalen Sockel wieder errichtet. Goslar: Kaiserpfalz: Wilhelm I. und Barbarossa jeweils zu Pferde, flankiert von zwei Braunschweiger LöwenGörlitz:Der Standort des Kaiser-Wilhelm-Denkmals (Görlitz) befand sich zuerst auf dem Obermarkt. Es wurde am 18. Mai 1893 enthüllt und zeigte außer Kaiser Wilhelm I. zu Pferde noch die Skulpturen von Reichskanzler Otto von Bismarck (linke Flanke) und Generalfeldmarschall Helmuth von Moltke (rechte Flanke). Am 11. Mai 1939 wurde das Denkmal auf den Wilhelmsplatz umgesetzt, wurde aber 1942 abgebaut und zu Rüstungszwecken eingeschmolzen. Halle an der Saale: Reiterstandbild Kaiser Wilhelms I. mit den als Assistenzfiguren aufgestellten Paladinen Bismarck und Moltke; Das Denkmal überstand den Zweiten Weltkrieg ohne nennenswerte Beschädigungen, wurde aber später restlos beseitigt. Hamburg: Festdekoration: 1871 vor der Rückseite der Börse am Rathausmarkt (an Stelle des später erbauten Rathauses); Das überlebensgroße Denkmal, von Bildhauer Engelbert Peiffer aus Holz und Gips geschaffen, zeigte den Kaiser, der mit der rechten Hand eine Fahne zum Himmel streckt; es entstand als Festdekoration für die Siegesfeier/Ehrung der heimkehrenden Soldaten des Krieges 1870/71. Hamburg-Mitte: Reiterdenkmal, entworfen von Johannes Schilling; am 20. Juni 1903 in Anwesenheit Kaiser Wilhelms II. auf dem Rathausmarkt enthüllt, 1930 und nachfolgend versetzt, heute in Planten un Blomen Hamburg-Altona: Reiterdenkmal auf dem Rathausplatz, von Bildhauer Gustav Eberlein, 1898 in Gegenwart des Kaiserpaares (Wilhelm II.) enthüllt Herne: Einweihung 27. September 1903; von dem Münchener Bildhauer Alois Mayer; nicht erhalten Hildesheim: Reiterdenkmal, 1900 im Beisein von Kaiser Wilhelm II. und Kaiserin Auguste Viktoria eingeweiht, nur Sockel erhalten (umgewidmet zum „Mahnmal für Kriegsopfer“) Karlsruhe: von Adolf Heer auf dem Kaiserplatz (erhalten), Bauzeit 1890–1897; die vier allegorischen Sockelfiguren 1943 eingeschmolzen (vgl. Osnabrück) Kiel: Schleswig-Holsteinisches Provinzialdenkmal, 1896 von Adolf Brütt, im Schlossgarten (Bild) Koblenz: Rheinisches Provinzialdenkmal auf der Landzunge am Deutschen Eck Köln: 1863, auf der Dombrücke von Friedrich Drake; das einzige Denkmal, das ihm zu Lebzeiten errichtet wurde, Wilhelm war bei der Auftragserteilung durch König Friedrich Wilhelm IV. noch Prinzregent; 1909 versetzt auf den Nachfolgebau Hohenzollernbrücke Köln: 1897, am Kaiser-Wilhelm-Ring, 1943 demontiert Kyffhäuser: Kyffhäuserdenkmal, 1890–1896, Denkmalturm von Architekt Bruno Schmitz mit Reiterstandbild von Bildhauer Emil Hundrieser Lübeck: Kaiser-Wilhelm-Denkmal, 1934 aufgestellt zwischen Bahnhof und Lindenplatz, von Louis Tuaillon Magdeburg: 1897 von Rudolf Siemering; auf dem ehemaligen Kaiser-Wilhelm-Platz, heute Universitätsplatz; nicht erhalten Mannheim: von Gustav Eberlein, enthüllt 1894 vor dem Schloss, zerstört (Bild) Meseritz: von Alexander Calandrelli (1893), 1929 in den Anlagen an der Bahnhofstraße aufgestellt, vorher in Bromberg (siehe dort); seit 1946 verschollen Metz: auf der Prachtpromenade Esplanade, errichtet 1892, bei Kriegsende im November 1918 vom Sockel gestürzt und durch ein monumentales französisches Siegerdenkmal ersetztMinden:auf dem Wittekindsberg, errichtet von der preußischen Provinz Westfalen 1890–1896, Architekt: Bruno Schmitz; Kaiserfigur von dem westfälischen Bildhauer Caspar von Zumbusch; die Einweihung fand am 18. Oktober 1896 im Beisein von Kaiser Wilhelm II. und Kaiserin Auguste Viktoria statt Münster: vor dem Schloss, entworfen von Bildhauer Friedrich Reusch in Zusammenarbeit mit dem Architekten Bruno Schmitz, im Oktober 1897 in Anwesenheit von Prinz Friedrich Leopold von Preußen als Vertreter des Kaisers enthüllt; nicht erhalten Nürnberg: Reiterstandbild 1905 von Wilhelm von Rümann Osnabrück: von dem Karlsruher Bildhauer Adolf Heer, feierliche Enthüllung in Gegenwart des Prinzen Friedrich Heinrich von Preußen als Vertreter des Kaisers am 16. Juli 1899 auf dem Goetheplatz; Das Denkmal verschwand in den letzten Kriegsjahren des Zweiten Weltkriegs; sein Verbleib ist ungeklärt. Es war ein Nachguss des Denkmals in Karlsruhe. Potsdam: von Ernst Herter; feierliche Enthüllung in Gegenwart Kaiser Wilhelms II. am 11. April 1901 auf der Freundschaftsinsel an der Langen Brücke; Das Denkmal überstand den Zweiten Weltkrieg, wurde nach 1945 demontiert, dann verschrottet. Rixdorf bei Berlin: siehe Berlin-Neukölln Saarbrücken: Reiterstandbild auf dem Brückenjoch der Alten Saarbrücke zwischen Saarbrücken und St. Johann, Entwurf von Architekt Heinrich Halmhuber; Guss von Gladenbeck. Nach 1945 ließ der Militärgouverneur an der Saar, Gilbert Grandval, das Reiterstandbild abtragen.(Bild) Stettin: Reiterstandbild als Bekrönung eines aufwändigen Kriegerdenkmals für die 1870/71 gefallenen Söhne der Stadt von Karl Hilgers, nicht erhalten (Bild) Stolp: Reiterstandbild als Bekrönung eines Kriegerdenkmals, nicht erhalten Stuttgart: 1897–1898 von Wilhelm von Rümann und Friedrich von Thiersch (Bild) Waldheim: von Gustav Eberlein Weißenfels: von Bildhauer Ernst Wenck; am 8. März 1949 von Jugendbrigaden vom Sockel gestürzt und durch die Straßen in eine Gießerei zum Einschmelzen gezogen.Freiheit vom 9. März 1949, Wriezen: von Bildhauer Heinrich Splieth, vor dem Rathaus; Einweihung am 12. September 1912; 1943 abgebaut und eingeschmolzen. Die Seitenreliefs und die Granit-Löwen blieben erhalten. Die Löwen liegen heute vor dem Wriezener Rathaus.Informationen der Stadtchronisten von Wriezen 2015 (Wuppertal-) Elberfeld: Reiterdenkmal von Bildhauer Gustav Eberlein, vor dem Stadttheater am Brausenwerth; Einweihung am 18. Oktober 1893; 1937 in den Deweerth’schen Garten umgesetzt; dort 1943 wieder abgebaut und eingeschmolzen; Der Sockel im Deweerth’schen Garten blieb erhalten, auf ihm steht seit 1958 das Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus.Jan Niko Kirschbaum: Kaiser-Wilhelm-Denkmal. In: denkmal-wuppertal.de. 

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