mini|hochkant=0.7|Ferry Sikla auf einer Fotografie von Alexander Binder Ferry Sikla, gebürtig Ferdinand Silberberg (* 11. März 1866 in HamburgEintrag Ferdinand Silberberg. In: Stadtarchiv Dresden; Städtisches Friedhofs- und Bestattungswesen, Krematorium Tolkewitz und Urnenhain; Einäscherungsbuch 1932; kostenpflichtig abrufbar auf Ancestry.com; † 8. Februar 1932 in DresdenStadtarchiv Dresden, Sterberegister Standesamt Dresden V, Nr. 204/1932; kostenpflichtig abrufbar auf Ancestry.com), war ein deutscher Schauspieler.
Leben Der gelernte Goldschmied ließ sich zum Sänger ausbilden und gab 1885 sein Bühnendebüt. Bald danach machte er Karriere am Residenz-Theater Berlin. Der beleibte Schauspieler agierte vor allem als Komödiant in Boulevardstücken. Im Jahr 1912 übernahm er die Leitung des Theaters.Residenztheater zu Berlin Ferdinand Silberberg, HRA Nr. 40422, Eintrag im Handelsregister am 8. Januar 1913
Im Jahr 1914 gab Sikla in Die falsche Zaza sein Debüt beim Film. In den folgenden Jahren trat er in zahlreichen Stummfilmen vor allem in Rollen gutsituierter Onkels, als Bankier, Kommerzienrat oder anderer wohlhabender Bürger auf. Mehrfach spielte er an der Seite oder unter der Regie von Ernst Lubitsch, zum Beispiel 1918 in Der Rodelkavalier, Das Mädel vom Ballett und Der Fall Rosentopf. In Lubitschs Komödie Ich möchte kein Mann sein trat er 1918 als Onkel von Ossi, dargestellt von Ossi Oswalda, in Erscheinung. Die beiden einzigen Tonfilme Die Firma heiratet (1930) und Der Liebesarzt (1931) markierten auch Siklas Abschied vom Film.
In späteren Jahren spielte er mit Vorliebe in Operettenaufführungen an den Rotterbühnen in Berlin, einem Verbund mehrerer Boulevardtheater, daneben trat er auch am Theater des Westens auf.
Filmografie 1914: Die falsche Zaza 1914: Er rechts – sie links 1915: Zofenstreiche 1915: Pension Lampel 1917: Die gute Partie 1917: Der schwarze Chauffeur 1917: Veilchen Nr. 4 1917: Der Vetter aus Mexiko (nur Regie) 1917: Das Mädel von nebenan 1918: Der Rodelkavalier 1918: Die Narbe am Knie 1918: Baroneßchen auf Strafurlaub 1918: Leutnant Mucki 1918: Puppchen 1918: Das Mädel vom Ballett 1918: Ich möchte kein Mann sein 1918: Der Fall Rosentopf 1919: Veritas vincit 1919: Die platonische Ehe 1919: Der blasse Albert 1920: Alkohol 1920: Berlin W. 1920: Die Frau ohne Seele 1920: Moral 1920: Whitechapel. Eine Kette von Perlen und Abenteuern 1920: Hundemamachen 1920: Das Mädchen aus der Ackerstraße, 2. Teil 1920: Die Frau im Doktorhut 1920: Der Riesenschmuggel 1920: So ein Mädel 1920: Der Graf von Cagliostro 1921: Die Diktatur der Liebe, 3. Teil: Das neue Paradies 1921: Nachtbesuch in der Northernbank 1921: Kaschemmenadel 1921: Wie das Mädchen aus der Ackerstraße die Heimat fand 1922: Lebenshunger 1922: Die blonde Geisha 1923: Das Karussell des Lebens 1923: Der Tiger des Zirkus Farini 1923: Das Paradies im Schnee 1923: Tragödie der Liebe (4 Teile) 1923: Alles für Geld 1924: Komödianten 1926: Die drei Mannequins 1926: Die Kleine vom Varieté 1927: Gefährdete Mädchen 1927: Herkules Maier 1928: Unfug der Liebe 1928: Wolga-Wolga 1929: Jennys Bummel durch die Männer 1930: Zapfenstreich am Rhein 1930: Die Firma heiratet 1931: Der Liebesarzt
Literatur Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Die Schauspieler, Regisseure, Kameraleute, Produzenten, Komponisten, Drehbuchautoren, Filmarchitekten, Ausstatter, Kostümbildner, Cutter, Tontechniker, Maskenbildner und Special Effects Designer des 20. Jahrhunderts. Band 7: R – T. Robert Ryan – Lily Tomlin. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 317.
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