Die Bahnstrecke Beclean pe Someș–Rodna Veche ist eine Hauptbahn in Rumänien. Sie verläuft entlang des Flusses Someșul Mare (Großer Somesch) im Norden Siebenbürgens.

Geschichte Während der Entstehung lag die Bahnstrecke auf dem Territorium Ungarns innerhalb der habsburgischen Doppelmonarchie. Im Jahr 1886 ging die Bahnstrecke von Dej nach Bistrița in Betrieb. Mit dem Ziel, von dort aus die Erzlagerstätten von Rodna Veche (heute Rodna, deutsch Rodenau oder Rodna, ungarisch Óradna) zu erschließen, erteilte die ungarische Regierung die Genehmigung zum Bau einer nach Rodna führenden Eisenbahnlinie, die in Beclean (deutsch und ungarisch Bethlen) begann. 1890 wurde die Strecke eröffnetMonatsberichte des Wiener Instituts für Wirtschaftsforschung, 16. Jahrgang, Nr. 1/2. Selbstverlag, 1942. S. 25 und von der Naszódvidéker Lokalbahn betrieben.Ernst Blume: Internationales Übereinkommen über den Eisenfrachtverkehr vom 14. Oktober 1890. J. Springer-Verlag, 1910. S. 205

Später wurde die Bahnlinie verstaatlicht und zunächst von der ungarischen Staatsbahn MÁV, nach den territorialen Änderungen infolge des Ersten Weltkrieges von der rumänischen Eisenbahn CFR übernommen. Infolge des Zweiten Wiener Schiedsspruches kam die Trasse von 1940 bis 1944 vorübergehend nochmals zu Ungarn.

Heutige Situation Die Strecke ist eingleisig. Der Abschnitt von Beclean nach Ilva Mică ist elektrifiziert und heute Teil der wichtigen Fernverbindung von Cluj Napoca nach Suceava. Hier verkehren täglich mehrere Schnellzüge. Von geringer Bedeutung ist das nicht elektrifizierte Teilstück von Ilva Mică nach Rodna Veche. Dieser Abschnitt wurde 2009 vom privaten Anbieter Via Terra Spedition übernommen. 2011 verkehrten täglich fünf Nahverkehrszugpaare. 2017 wurde der Personenverkehr eingestellt.

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