Der USC Münster ist ein Volleyball-Verein aus Münster, dessen erste Frauen-Mannschaft in der Bundesliga spielt. Mit neun Meistertiteln, elf Siegen im DVV-Pokal sowie vier Titeln im Europapokal ist diese eine der erfolgreichsten deutschen Mannschaften.

Geschichte Gegründet wurde der USC unter dem Namen Universitäts-Sportclub Münster im Jahre 1961. Zunächst waren die Männer um Karl Herzog, Hans-Ulrich Graßhoff und Manfred Kindermann erfolgreich. Sie waren von 1965 bis 1972 ununterbrochen Deutscher Meister und gewannen 1976 den DVV-Pokal. Seit die Volleyballabteilung 1981/82 eigenständig wurde und Unabhängiger Sportclub Münster heißt, haben die Frauen die Führung übernommen. Mit derzeit neun Deutschen Meisterschaften und elf DVV-Pokalsiegen ist der USC nach dem Schweriner SC der zweiterfolgreichste deutsche Verein bei den Frauen. Ein weiterer Meistertitel wurde 1998 aberkannt, weil die Münsteranerin Wendy Stammer gedopt war.Die Deutschen dürfen doch vom Olympiagold träumen welt.de vom 9. März 2016 Auch international waren die Münsteranerinnen erfolgreich: Sie gewannen den CEV-Pokal 1982, 1994 und 1996 sowie den Europapokal der Pokalsieger 1992. Die Mannschaft wurde vom Sportbund der Stadt Münster beim Ball des Sports 1995, 1996, 1997, 2000, 2001, 2004, 2005 sowie 2011 als Mannschaft des Jahres ausgezeichnet.Westfälische Nachrichten: Letzte Runde ist eingeläutet – Hochgeschwindigkeits-Endspurt: Viele Kandidaten geben im neuen Jahr schon wieder Vollgas, Münsters Sportler des Jahres 2012, 30. Januar 2013.

Team Der Kader für die Saison 2026/27 besteht aus folgenden Spielerinnen.

+ Kader – Saison 2026/27 Name Nr. Nation Größe Geburtsdatum im Verein seit Vertrag bisstyle="text-align:left" 4 1,81 m Z 2024 2027style="text-align:left" 11 1,91 m MB 2025 2027style="text-align:left" 9 1,79 m Z 2023 2027style="text-align:left" 7 1,78 m AA 2021 2027style="text-align:left" 8 1,88 m MB 2026 2027style="text-align:left" 1 1,78 m L 2024 2027style="text-align:left" 15 1,85 m AA 2026 2027style="text-align:left" 16 1,86 m AA 2025 2027style="text-align:left" 18 1,92 m MB 2025 2027style="text-align:left" 3 1,85 m MB 2024 2027style="text-align:left" 10 1,88 m U 2024 2028style="text-align:left" 12 1,88 m AA/D 2026 2027style="text-align:left" 17 1,85 m AA 2026 2027 : AA = Annahme/Außen, D = Diagonal, L = Libera, MB = Mittelblock, U = Universal, Z = Zuspiel

Neuzugänge 2026 Abgänge 2026 Spielerin bisheriger Verein Spielerin neuer Verein Carla Fuchs USC Münster II Brianna Ford Columbus Fury Chalina Lederer Guerreras de Puebla Yina Liu Skurios Volleys Borken Madison Scheer SMU Mustangs Cecilia Malm unbekannt Bel Zimmerman Auburn University Lara-Marie Schaefer Binder Blaubären TSV Flacht Leana Zuvic VC Kanti Schaffhausen Anke Waelkens unbekannt

Cheftrainer ist seit April 2024 Matthias Pack. Er hat einen Vertrag bis 2029. Er wird unterstützt von Co-Trainer Ron Gödde. Die sportliche Leitung hat Ralph Bergmann. Für die medizinische Betreuung sind die Mannschaftsärzte Christian Fechtrup, Frederick Galla und Rieke Herzog sowie die Physiotherapeuten Constantin Lingenfelser und Simon Brüggemann zuständig.

Bundesliga

Saisondaten USC Saison Liga Hauptrunde Punkte Sätze Playoffs etc. 1976/77 BL 1. ? ? Deutscher Meister 1977/78 BL ? ? ? - 1978/79 BL 2. 24:4 38:10 Meisterrunde / Vizemeister 1979/80 BL 1. 26:0 39:2 Meisterrunde / Deutscher Meister 1980/81 BL 1. 36:0 54:5 Deutscher Meister 1981/82 BL 2. 28:8 44:18 Vizemeister 1982/83 BL 3. 28:8 48:17 - 1983/84 BL 3. 24:12 45:23 Endrunde / Vizemeister 1984/85 BL 3. 24:12 45:23 Endrunde / 3. 1985/86 BL 1. 36:0 54:5 Endrunde / 3. 1986/87 BL 3. 30:6 47:15 Endrunde / 3. 1987/88 BL 6. 16:20 33:34 - 1988/89 BL 6. 14:18 29:35 - 1989/90 BL 5. ? ? Spiel um Platz 3 / 3. 1990/91 BL 2. 30:6 47:15 Finale / Vizemeister 1991/92 BL 2. 34:6 54:7 Finale / Deutscher Meister 1992/93 BL 1. 42:2 65:12 Finale / Vizemeister 1993/94 BL 1. 34:2 53:18 Spiel um Platz 3 / 3. 1994/95 BL 2. 28:8 46:18 Finale / Vizemeister 1995/96 BL 1. 34:2 53:7 Finale / Deutscher Meister 1996/97 BL 2. 28:4 42:16 Finale / Deutscher Meister 1997/98 BL 1. 28:8 48:25 Finale / Vizemeister 1998/99 BL 3. 24:12 40:30 Spiel um Platz 3 / 4. 1999/2000 BL 2. 24:12 44:26 Finale / Vizemeister 2000/01 BL 4. 28:12 48:24 Meisterrunde / Vizemeister 2001/02 BL 5. 26:14 43:26 Meisterrunde / ? 2002/03 BL 1. 32:4 49:21 Meisterrunde / Vizemeister 2003/04 BL 2. 36:8 58:23 Meisterrunde / Deutscher Meister 2004/05 BL 1. 34:6 56:15 Meisterrunde / Deutscher Meister 2005/06 BL 4. 28:12 44:28 Meisterrunde / 4. 2006/07 BL 7. 20:20 38:40 Playdown / 7. 2007/08 BL 9. 10:30 28:50 Playdown / 9. 2008/09 BL 9. 22:30 46:56 - 2009/10 BL 8. 30:22 54:48 - 2010/11 BL 8. 34:22 62:40 - 2011/12 BL 4. 36:16 60:38 Halbfinale 2012/13 BL 6. 20:24 41:43 Viertelfinale 2013/14 BL 7 28 42:44 Viertelfinale 2014/15 BL 7. 30 41:45 Viertelfinale 2015/16 BL 4. 43 50:20 Halbfinale 2016/17 BL 7. 35 43:43 Viertelfinale 2017/18 BL 6. 30 37:37 Viertelfinale 2018/19 BL 7. 34 40:39 Viertelfinale 2019/20 BL 9.* 19 3636 - 2020/21 BL 9. 19 26:48 - 2021/22 BL 9. 23 32:49 - 2022/23 BL 7. 26 35:46 Viertelfinale 2023/24 BL 7. 19 25:38 Viertelfinale 2024/25 BL 7. 21 32:59 Viertelfinale 2025/26 BL 5. 33 41:32 Viertelfinale * Saisonabbruch kurz vor Saisonende wegen der COVID-19-Pandemie

Der USC Münster wurde 2004 zum achten Mal deutscher Meister. In der folgenden Saison gelang den Westfalen die Titelverteidigung. In der Saison 2005/06 belegte die Mannschaft nach der Meisterrunde den vierten Platz. Ein Jahr später konnte sich der USC nicht für die Endrunde um die deutsche Meisterschaft qualifizieren und belegte als bestes Team der Playdown-Runde den siebten Platz. Noch schlechter war das Ergebnis in der 2008 mit dem neunten Platz. Nachdem die Endrunde abgeschafft worden war, wurde Münster in der Saison 2008/09 erneut Neunter, wobei der USC die gleiche Punktzahl und das gleiche Satzverhältnis wie der achtplatzierte Köpenicker SC und außerdem punktgleich mit dem Zehnten und Elften war.

In der folgenden Saison verbesserte sich der Verein um einen Rang. 2011 wurde Münster ebenfalls Achter. In der Saison 2011/12 gelang dem USC das beste Ergebnis seit sechs Jahren, als er sich als Vierter der Hauptrunde für die Play-offs qualifizierte und erst im Halbfinale dem Dresdner SC unterlag.

Ein Jahr später musste sich die Mannschaft dem gleichen Gegner im Play-off-Viertelfinale geschlagen geben. 2014 gelangte der USC als Siebter der Hauptrunde über die Pre-Play-offs ins Viertelfinale und schied dort nach drei Spielen gegen den 1. VC Wiesbaden aus. Den gleichen Weg ging Münster in der Saison 2014/15, als es das Aus im Viertelfinale gegen Allianz MTV Stuttgart gab.

In der Saison 2015/16 qualifizierte sich der USC wie vier Jahre zuvor als Vierter der Hauptrunde für die Play-offs und unterlag erneut erst im Halbfinale dem Dresdner SC, der sich anschließend den Meistertitel holte.

In der Saison 2016/17 belegten die Münsteranerinnen nach der Hauptrunde Platz sieben, qualifizierten sich durch zwei Siege in den Pre-Play-offs über Suhl für das Viertelfinale und schieden dort nach zwei Niederlagen gegen Stuttgart aus. In der Saison 2017/18 erreichten sie als Hauptrunden-Sechster ebenfalls das Play-off-Viertelfinale, in dem sie nach zwei 0:3-Niederlagen gegen den späteren Meister SSC Palmberg Schwerin ausschieden. Wieder Hauptrunden-Siebter wurden sie in der Saison 2018/19, woraufhin sie im anschließenden Play-off-Viertelfinale erneut gegen Schwerin mit zwei Niederlagen (0:3 und 2:3) ausschieden.

Beim Saisonabbruch 2020 stand der USC auf Platz sechs. In den Folgesaisons 2020/21 und 2021/22 verpasste man jeweils mit Platz neun nach der Hauptrunde die Play-off-Spiele.

In den Saisons 2022/23, 2023/24, 2024/25 und 2025/26 erreichte der USC jeweils das Play-off-Viertelfinale.

DVV-Pokal Die Münsteranerinnen gewannen 2004 in Schwerin mit einem 3:2 im Finale gegen den TV Fischbek den DVV-Pokal. In der folgenden Saison erreichten sie als Titelverteidiger erneut das Endspiel und setzten sich in Bonn mit 3:0 gegen Bayer Leverkusen durch.

2006 schafften sie zum dritten Mal in Folge den Einzug ins Finale, das erstmals im Gerry-Weber-Stadion ausgetragen wurde; diesmal musste sich der USC jedoch dem Schweriner SC mit 0:3 geschlagen geben. In der Saison 2006/07 schied Münster bereits im Viertelfinale gegen Leverkusen aus.

2007/08 gegen den VfB 91 Suhl, 2008/09 gegen Schwerin und 2009/10 gegen den Dresdner SC endete der Pokalwettbewerb für die Westfalen ebenfalls im Viertelfinale. In der Saison 2010/11 verlor Münster das Achtelfinale daheim gegen das Allgäu Team Sonthofen mit 2:3.

Ein Jahr später konnte der USC den Titelverteidiger Smart Allianz Stuttgart im Viertelfinale nicht aufhalten. Im DVV-Pokal 2012/13 wiederholte sich dieses Ergebnis. In der folgenden Saison unterlag Münster im Viertelfinale den VolleyStars Thüringen.

2014/15 erreichte der USC das Halbfinale, das er gegen den späteren Pokalsieger Stuttgart verlor.

In der Saison 2015/16 schied der USC erneut im Halbfinale gegen Allianz MTV Stuttgart aus. 2016/17 gewann Münster im Achtelfinale mit 3:2 gegen Wiesbaden und schied im Viertelfinale mit 0:3 gegen Schwerin aus. 2017/18 sowie 2018/19 scheiterte man erneut jeweils im Viertelfinale gegen Stuttgart bzw. Schwerin.

2019/20 und 2020/21 schieden die Münsteranerinnen bereits jeweils im Achtelfinale gegen den SC Potsdam bzw. die Roten Raben Vilsbiburg aus.

2021/22 erreichte der USC nach Siegen beim Drittligisten TSV Unterhaching und beim 1. VC Wiesbaden das Halbfinale, des gegen den neuen Pokalsieger Allianz MTV Stuttgart verloren ging.

2022/23 und 2023/24 schied man bereits im Achtelfinale aus. In der Saison 2024/25 war der USC weitaus erfolgreicher, als man nach Siegen über den SCU Emlichheim, den VC Wiesbaden und die Ladies in Black Aachen das Pokal-Endspiel erreichte, das gegen den Dresdner SC verloren wurde.

Weitere Mannschaften Beim USC Münster gibt es neben der Bundesliga-Mannschaft sechs weitere Frauen-, eine Männer- und zahlreiche Jugendmannschaften. Die zweite Frauenmannschaft spielt seit den 1990er Jahren in der 2. Bundesliga Nord, lediglich in der Zeit von 2018 bis 2023 spielte sie in der 3. Liga West. Die Jugendmannschaften des Vereins gewannen zahlreiche Westdeutsche und Deutsche Meisterschaftstitel.

Bekannte Spielerinnen Zahlreiche Rekordnationalspielerinnen und Volleyballerinnen des Jahres spielten beim USC: Annedore Richter Margret Stender Uschi Westphal Heidi Kerstiens Marina Staden Sigrid Terstegge Gudula Staub Karen Baumeister Alexandra Ludwig Ariane Radfan Ines Pianka Beate Bühler Ulrike Schmidt Anne-Kathrin Schade Judith Flemig Angelina Grün Maren Brinker Louisa Lippmann

Weblinks Offizielle Website des Vereins Westfälische Nachrichten 2009/10: USC Münster Dauerbrenner unter den Besten Dorstener Zeitung 2011: 50 Jahre USC Münster – Vom Universitäts-Sportclub zum Unabhängigen Sportclub Europapokalsieger 1992 (PDF; 1,2 MB) Münsters Triple 1996 (pdf; 7,5 MB)

Einzelnachweise

Munster, USC Kategorie:Sportverein (Münster) Kategorie:Frauenvolleyball Kategorie:Vereinsgründung 1961