In und um Regensburg existieren rund 70 Buslinien, davon einige Linien mit hauptsächlich innerstädtischen Aufgaben. Anfang der 1980er Jahre wurde nach Gründung des Regensburger Verkehrsverbunds (RVV) begonnen, die unkoordinierte Planung und Tarifierung zwischen Stadt- und Regionalverkehr zu beseitigen und einen integrierten Verbundraum zu schaffen.

Hintergrund 1903 wurde das Straßenbahnnetz in Betrieb genommen, das in seiner maximalen Ausdehnung über vier Linien verfügte. Sogar über die mittelalterliche Steinerne Brücke fuhren die kleinen Triebwagen der Regensburger Straßenbahn. Wegen ihres schlechten Zustands und straßenbündiger Trassierung entwickelte sie sich immer mehr zum Verkehrshindernis und wurde nach und nach bis 1964 stillgelegt. Seitdem wird der öffentliche Personennahverkehr in Regensburg größtenteils mit Omnibussen durchgeführt.

Als Alternative zur Straßenbahn wurde in den 1950er Jahren der Oberleitungsbus Regensburg eingeführt. Eine Linie vom Hauptbahnhof zur Danziger Freiheit wurde errichtet und zehn Jahre lang betrieben. Damit existierten in Regensburg zeitweise drei Betriebszweige: Straßenbahn, Oberleitungsbus und Dieselbus. Bemerkenswert ist dabei, dass die Straßenbahnlinie 1 von Prüfening nach Pürkelgut den deutlich jüngeren Oberleitungsbus zeitlich überlebte. Einzelne Masten für die einstige Obus-Fahrleitung stehen heute noch im Bereich Maximilianstraße und im Zuge der Buswendeschleife gegenüber dem Hauptbahnhof.

Anfang der 1980er-Jahre wurde ein Spurbustunnel in der Altstadt zwischen Hauptbahnhof und Arnulfsplatz geplant. Aus Furcht vor Schäden an der historischen Bausubstanz wurde das Projekt jedoch nicht weiter verfolgt.

Da die Verkehrsdichte und die damit verbundenen Probleme in den letzten Jahren immer weiter wachsen, wird aktuell die Einführung einer modernen Stadtbahn in Nord-Süd-Richtung geplant, für die einige bauliche Vorbereitungen schon erbracht sind. So sind beispielsweise Nibelungenbrücke und Eiserne Brücke bereits entsprechend ausgelegt, um eine Stadtbahntrasse tragen zu können. Auch an anderen Stellen wurde bei Bauprojekten nach Möglichkeit Platz für eine eigene Trasse vorgesehen, so z. B. im Neubaugebiet Burgweinting.

Eisenbahn Am Hauptbahnhof, welcher an der Bahnstrecke Nürnberg – Regensburg – Passau liegt, gibt es noch drei Strecken mit Regionalverkehr. Dies sind: Regensburg – Landshut – München, Regensburg – Weiden (– Hof) und Regensburg – Ingolstadt (– Ulm).

1991 wurde zwischen RVV und Deutscher Bundesbahn eine Tarifkooperation gegründet, wodurch erstmals auch Schienenstrecken im Landkreis Regensburg in den Verbundverkehr integriert wurden. Diese Kooperation wurde nach und nach auf weitere Streckenabschnitte in der Oberpfalz erweitert. Die RVV-Fahrscheine sind innerhalb des Verkehrsverbundes auch in allen Regionalzügen der Deutsche Bahn AG, der Länderbahn und Agilis gültig. Neben dem Hauptbahnhof im Zentrum verfügt Regensburg mit dem Bahnhof Prüfening im Stadtwesten und seit Ende 2006 in Burgweinting im Südosten über zwei weitere Zugangsstellen für Regionalzüge. An beiden kann jeweils zu Stadtbuslinien umgestiegen werden. Aktuell vorgesehen ist die Reaktivierung des Bahnhofs Regensburg-Walhallastraße im Nordosten nahe dem Gewerbepark. Auch hier soll es einen Umsteigepunkt zum Busverkehr geben.

Unternehmen Der überwiegende Verkehr im Stadtgebiet wird von den Regensburger Verkehrsbetrieben (RVB) erbracht, einige Linien sind jedoch auch an private Busunternehmer vergeben. Der Betriebshof befindet sich im Süden der Stadt in einem Gewerbegebiet an der Haltestelle „Schwabenstraße“, was zu einer nicht unerheblichen Zahl an Aus- und Einrückfahrten führt. Dort befindet sich als Denkmal ein alter Straßenbahnzug (Verbandswagen), der aber nicht öffentlich zugänglich ist. Dieser Zug wurde noch bis 1990 in Darmstadt eingesetzt.

Fahrscheine können aus Automaten und im Kundenzentrum im Vorverkauf sowie beim Busfahrer erworben werden. Im Bus werden Einzelfahrscheine nur gegen Aufpreis ausgegeben. Einige Kioske und Schreibwarenläden verkaufen ebenfalls Fahrscheine und erweitern damit die Vorverkaufsmöglichkeiten. Östlich der Haltestelle Hauptbahnhof befindet sich das Kundenzentrum des RVV. Hier erhält man sämtliche Fahrscheine, Monats- und Jahreskarten sowie Fahrplanauskünfte.

Linien Der Betreiber des Stadtbusverkehres ist die Regensburger Verkehrsbetriebe GmbH.

Zentraler Umsteigepunkt fast aller Stadtlinien ist der Knoten in der Albertstraße am Hauptbahnhof, welcher in der zweiten Hälfte der 90er Jahre errichtet wurde. Die Zusammenfassung aller Linien in dieser zum Bahnhofplatz parallelen Straße hat die Umsteigesituation deutlich verbessert. Insbesondere zu Schwachlastzeiten findet hier halbstündlich ein Sammelanschluss aus fast und in fast alle Hauptrichtungen statt.

Im Laufe der 1990er Jahre wurde das Liniennetz mehrfach leicht umgestaltet und ergänzt, behielt sein Grundkonzept von am Bahnhof zusammenlaufenden Durchmesser- und Radiallinien jedoch immer bei. Diese starke Zentralisierung stellt auch gleichzeitig einen der großen Schwachpunkte dar, denn fast alle Verbindungen führen über Bahnhof und Altstadt.

Tangentiale Verbindungen zwischen Nachbarstadtteilen sind nur bruchstückhaft vorhanden (Linie 4 im Südwesten sowie Linie 11 im Südosten), womit erheblich längere Fahrzeiten auftreten. Bedingt durch den sehr starken Individualverkehr und der oft engen räumlichen Straßenführung kann im Altstadtbereich nur mit niedriger Geschwindigkeit gefahren werden.

Die starke Zersiedelung des Regensburger Umlandes erschwert dessen Anbindung über die bestehenden Eisenbahnstrecken sowie dichte Taktfolgen bei Buslinien erheblich, so dass viele Pendler das Auto als Verkehrsmittel nutzen. Selbst im Stadtbereich auf den Hauptachsen verkehren nach Ende der abendlichen Hauptverkehrszeit ab 19 Uhr sämtliche Buslinien nur noch halbstündlich.

Als Grundtakt gilt tagsüber auf den Stadtlinien der 20-Minuten-Takt. Auf wichtigen Strecken wird die Wagenfolge montags bis freitags ganztags auf zehn Minuten verdichtet, auf einigen anderen Abschnitten auch während der Hauptverkehrszeit. Auf Regionalbuslinien ist ein starrer Takt nur teilweise vorhanden, jedoch geht auch hier auf nachfragestarken Linien der Trend zu regelmäßigen Abfahrtszeiten.

Mit Stand Februar 2020 verkehren folgende Linien:

Linie Linienweg Standardtakt Mo–FrAAltstadtbus: Hauptbahnhof – Domplatz – Arnulfsplatz (Betrieb nur Mo–Fr)10C1campusLINIE: Hauptbahnhof – OTH – Universität (Betrieb nur Mo–Fr während der Vorlesungszeiten der Universität)10C2campusLINIE: Universität – Arnulfsplatz (Betrieb nur Mo–Fr während der Vorlesungszeiten der Universität)20C4campusLINIE: Universität – Klenzestraße (Betrieb nur Mo–Fr in der HVZ während der Vorlesungszeiten der Universität, nur in Lastrichtung)20C6campusLINIE: Hauptbahnhof – TechCampus/OTH – Universität (Betrieb nur Mo–Fr in der HVZ während der Vorlesungszeiten der Universität)10X4Expressbus: BMW Tor 2 – Universität – Hauptbahnhof (Betrieb nur Mo–Fr in der HVZ, nur in Lastrichtung)20X6Expressbus: Hauptbahnhof – Klinikum (Betrieb nur Mo–Fr in der Morgen-HVZ während der Vorlesungszeiten der Universität, nur in Richtung Klinikum)20X9Expressbus: BMW Tor 2 – Hauptbahnhof (Betrieb nur Mo–Fr)20–60 1 Prüfening – Lilienthalstraße – Hauptbahnhof – Weichs – Pommernstraße 102 Graß – Karl-Stieler-Straße – Geibelplatz/Universität – Hauptbahnhof – Schwabenstraße (Betrieb über Universität nur Mo–Fr) 10/20*3Graß – Humboldtstraße – Hauptbahnhof – Weichs – Reinhausen – Wutzlhofen/Sallerner Berg (Betrieb zum Sallerner Berg nur in der SVZ)20 4 Universität – Lilienthalstraße – Arnulfsplatz – Weichs – Wutzlhofen (Betrieb Universität – Arnulfsplatz nur Mo–Fr) 204ALechstraße – Steinweg – Dreifaltigkeitsberg (Betrieb nur Mo–Sa)Einzelfahrten 5 Hauptbahnhof – Gewerbepark – Schwabelweis – Donaustauf – Wörth a.d. Donau 20 (Donaustauf – Wörth a.d. Donau: 60) 6 Roter-Brach-Weg – Clermont-Ferrand-Allee – Bismarckplatz – Hauptbahnhof – Universität – Klinikum 10 (Roter-Brach-Weg – Hauptbahnhof: 20) 7 Pentling – Ziegetsdorf – Hauptbahnhof – Schwabenstraße – Burgweinting 208 Hauptbahnhof – Gewerbepark – Keilberg – Grünthal – Irlbach 20 (Grünthal – Irlbach: 60)9 Sallerner Berg – Weichs – Hauptbahnhof – Burgweinting – Harting – Neutraubling (Betrieb Sallerner Berg – Hauptbahnhof nur Mo–Sa) 30 (Sallerner Berg – Hauptbahnhof und Burgweinting – Neutraubling: 60)10 Prüfening – Dechbetten – Königswiesen – Hauptbahnhof – An der Irler Höhe (Betrieb Prüfening – Dechbetten nur Mo–Fr) 10 (Prüfening – Königswiesen: 20)11 (Rennplatz -) Wernerwerkstraße – Arnulfsplatz – Hauptbahnhof – OTH – Universität – Burgweinting (Mo–Fr in der Morgen-HVZ Betrieb ab/bis Rennplatz) 2012 Hauptbahnhof – Kneiting – Pielenhofen 6013 Hainsacker – Lorenzen – Lappersdorf – Wöhrdstraße – Dachauplatz – Hauptbahnhof 2016Bad Abbach – Großberg/Niedergebraching – Pentling – Hauptbahnhof60 (Großberg/Niedergebraching: jeweils 120)17Regendorf – Lappersdorf – Kareth – Stadtamhof – Dachauplatz – Hauptbahnhof6018Hauptbahnhof – Dörnberg (Betrieb nur Mo–Sa)30/31Ringlinie: Hauptbahnhof – Barbing – Neutraubling – Obertraubling – Burgweinting – Hauptbahnhof (31: Gegenrichtung)3032Hauptbahnhof – Irl – IKEA (Betrieb nur Mo–Sa, Abends als Anruf-Sammeltaxi)6077 (Hauptbahnhof -) Pommernstraße – Haslbach (Betrieb nur Mo–Fr in der HVZ, am Morgen einzelne Fahrten ab Hauptbahnhof) 2078Burgweinting Bhf. – BMW Ausb.-Zentrum – BMW Tor 2 – Neutr. Pommernstraße – Neutr. Zwickauer Straße (Krones) (Betrieb nur Mo–Fr in der HVZ, nur in Lastrichtung)unregelmäßig117Rodau – Lappersdorf – Oppersdorf – Kareth – Stadtamhof – Weichs – Stobäusplatz – Hauptbahnhof (Betrieb nur Mo–Fr) * Die beiden Teillinien über Geibelplatz und Universität verkehren jeweils im 20-Minuten-Takt. Durch Überlagerung entsteht auf dem gemeinsamen Streckenabschnitt Theodor-Storm-Straße – Schwabenstraße montags bis freitags ein Zehn-Minuten-Takt.

Fahrradwegenetz, Lastenräder, E-Scooter, Rent-a-bike In der Stadt Regensburg wurde ein umfassendes Radwegenetz geplant und befindet sich derzeit in der Umsetzung. Dieses Vorhaben geht auf den „Radentscheid Regensburg“ zurück, ein Bürgerbegehren aus dem Jahr 2019, das vom Stadtrat übernommen wurde. Ziel ist es, bis 2035 den Anteil des Radverkehrs am Gesamtverkehr auf 30 % zu steigern.

Das geplante Hauptradroutennetz umfasst 18 Haupt- und eine Nebenroute mit einer Gesamtlänge von etwa 172 Kilometern. Es soll stern- und ringförmig angelegt werden, um alle Stadtteile sowie wichtige Ziele wie Schulen, Hochschulen, Gewerbegebiete und Freizeitstätten miteinander zu verbinden. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Führung der Routen abseits stark befahrener Straßen, häufig über sogenannte „Fahrradstraßen+“, die Radfahrenden Vorrang gewähren und durch spezielle Markierungen sowie Vorfahrtsregelungen sicherer und effizienter gestaltet sind.

Die erste durchgehende Hauptradroute (rr 05) wurde im Oktober 2024 eröffnet. Weitere Routen, wie rr 12, der westliche Abschnitt von rr 01 und der südliche Abschnitt von rr 08, befinden sich derzeit in der Umsetzungsplanung. Für 2025 sind zusätzliche Maßnahmen geplant, darunter der Ausbau von Fahrradstraßen in der Kumpfmühler Straße, die Einf ührung einer „Protected Bikelane“ in der Fritz-Fend-Straße sowie die Verbesserung der Beleuchtung und Verkehrssicherheit an verschiedenen Streckenabschnitten.

Die Planung des Radwegenetzes wurde durch mehrere Bürgerworkshops begleitet, um die Bedürfnisse und Anregungen der Bevölkerung einzubeziehen. Ein Erfolg dieser Bemühungen ist die Platzierung der Hauptradroute rr 05 unter den Top 5 beim Deutschen Fahrradpreis 2025 in der Kategorie Infrastruktur. Detaillierte Informationen zum Radroutennetz, einschließlich Kartenmaterial und Planungsdokumenten, sind auf der offiziellen Webseite der Stadt Regensburg verfügbar.

Wassertaxis