Adolf Friedrich (* 22. April 1914 in Hofheim am Taunus; † 25. April 1956 in Rawalpindi, Pakistan) war ein deutscher Ethnologe (Völkerkundler).
Leben Zusammen mit Georg Buddrus gab er 1955 eine Sammlung von aus dem Russischen übersetzten Schamanengeschichten aus Sibirien heraus. Er habilitierte 1942 bei Hermann Baumann in Wien, lehrte am Frobenius-Institut in Frankfurt am Main und wurde 1947 auf den neu geschaffenen Lehrstuhl für Völkerkunde am heutigen Institut für Ethnologie und Afrikastudien der Universität Mainz berufen.
Friedrich gehörte zu den Organisatoren der Mainzer Kongo-Expedition. Dabei kam er auch nach Fort-de-Possel, das es als unbedeutend beschrieb.
Während seiner Expedition am Hindukusch erlag er einem Herzleiden und wurde in Rawalpindi provisorisch beigesetzt. Heute ist er in seiner Heimatgemeinde Hofheim beerdigt. Dort wurde eine Straße nach ihm benannt.
Schriften Afrikanische Priestertümer. Vorstudien zu einer Untersuchung. Strecker & Schröder, Stuttgart 1939. mit Georg Buddrus: Schamanengeschichten aus Sibirien. Barth, München-Planegg 1955.
Literatur
Otto Renkhoff: Nassauische Biographie. Kurzbiographien aus 13 Jahrhunderten. 2. Auflage. Historische Kommission für Nassau, Wiesbaden 1992. ISBN 3-922244-90-4, S. 209, Nr. 1173.
Weblinks
Der Schamanismus außerhalb Sibiriens, bei den Eskimo, in Südamerika, in Australien, Indonesien, Afrika, Tibet. Vergleichende Betrachtung von religiösen Vorstellungen in Sibirien, Tibet und Altiran. Vorlesung gehalten an der Universität Frankfurt am Main, Wintersemester 1947/1948 (Antiquariatskatalog) Adolf Friedrich im Mainzer Professorenkatalog
Einzelnachweise
Kategorie:Ethnologe Kategorie:Schamanismus Kategorie:Hochschullehrer (Goethe-Universität Frankfurt am Main) Kategorie:Hochschullehrer (Johannes Gutenberg-Universität Mainz) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1914 Kategorie:Gestorben 1956 Kategorie:Mann