mini|Rennstrecke (2008) mini|24-Stunden-Rennen 2001 mini|Mercedes-AMG GT beim 24-Stunden-Rennen 2017 Das 24-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps für Automobile (offiziell Crowdstrike 24 hours of Spa, oft auch 24h Spa oder 24h von Spa-Francorchamps) ist ein Langstreckenrennen für GT-Sportwagen, das auf der Rennstrecke von Spa-Francorchamps in Belgien ausgetragen wird.
Geschichte Nach einer Idee von Jules de Their und Henri Langlois Van Ophem wurde das Rennen erstmals 1924, nur ein Jahr nach dem 24-Stunden-Rennen von Le Mans, auf einem 14,863 km langen Kurs auf öffentlichen Straßen zwischen Francorchamps, Bürnenville bei Malmedy (beides damals als Teil des heutigen Ostbelgien strenggenommen noch Deutschland) und Stavelot vom Königlichen Automobil Club Belgien veranstaltet. 1979 wurde die Strecke auf 6,976 km verkürzt.
Die Spa 24 Stunden waren von 1966 bis 1973 Bestandteil der Tourenwagen-Europameisterschaft und der Sportwagen-Weltmeisterschaft 1953 und 1981. Wie auch auf dem Nürburgring wird neben Großen Preisen ein 24-Stunden-Rennen und ein 1000-km-Rennen abgehalten; das 1000-km-Rennen von Spa-Francorchamps wurde 1966 eingeführt und seit 2011 als 6-Stunden-Rennen ausgetragen.
Die Palette der teilnehmenden Fahrzeuge reichte vom russischen Moskwitsch-412 und NSU Prinz TTS mit 996 cm³ bis zum luxuriösen Mercedes-Benz 300 SEL 6.3 mit V8-Maschine, aufgebaut von AMG zur so genannten Roten Sau (Red Pig)Tom Grünweg, Das erste AMG-Modell. Renaissance der "roten Sau", Spiegel online, 19. Mai 2006. Dieses schwere und schnelle Fahrzeug mit 6.834 cm³ und 420 PS wurde lediglich deswegen 1971 „nur“ Zweiter, da häufiges Tanken notwendig und der Reifenverschleiß hoch war.
Danach war das Rennen bis 2000 nicht Teil einer Rennserie, jedoch wurden weiterhin Tourenwagen aus verschiedenen nationalen und internationalen Meisterschaften eingesetzt. Ab 2001 änderte sich die Situation, als das 24-Stunden-Rennen in das Programm der FIA-GT-Meisterschaft aufgenommen wurde. Von da an waren ausschließlich Gran Turismos startberechtigt. Bis zum Ende der FIA GT blieb das Rennen der Saisonhöhepunkt der Meisterschaft. Da die aus der FIA GT entstandene GT1-Weltmeisterschaft setzte ausschließlich auf Sprintrennen. Die zunächst vorgesehene FIA GT2-Europameisterschaft wurde indes wegen fehlendem Interesse seitens der Teams nicht realisiert. Der Lauf wurde daher als einziges Rennen der Saison als FIA GT2 Europacup ausgeschrieben, bei dem neben GT2-Fahrzeugen auch eine Reihe von anderen GT-Wagen zugelassen waren. 2011 gründete der Serienorganisator SRO Motorsports Group die GT-Langstreckenserie Blancpain Endurance Series, die das Rennen bereits in der Debütsaison in den Kalender aufnahm. Seitdem sind ausschließlich Fahrzeuge der GT3-Klasse startberechtigt.
Trivia Mit der Teilnahme der Schweizerin Lilian Bryner auf dem erfolgreichen Ferrari 550 vom Team BMS Scuderia Italia gewann 2004 erstmals in der Geschichte von 24-Stunden-Rennen eine Frau in einem GT-Rennwagen mit mehr als 500 PS. 1996 und 1997 gewann Sabine Reck das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring in einem BMW M3 Gruppe-N-Tourenwagen mit 321 PS.
2020 wurde das Rennen aufgrund der COVID-19-Pandemie auf den 24. und 25. Oktober verlegt. Da an diesem Wochenende auch die Zeit umgestellt wird, sollte das 24-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps in diesem Jahr über eine Distanz von 25 Stunden gehen.Heiko Stritzke, Offiziell: 24h Spa 2020 gehen über 25 Stunden, Motorsport-Total, 22. Juni 2020 Am 6. Oktober wurde jedoch bekannt gegeben, dass das Rennen nun doch nur über die ursprünglich geplanten 24 Stunden gehen wird.Markus Lüttgens, Zeitplan 24h Spa-Francorchamps 2020: Doch kein 25-Stunden-Rennen, Motorsport-Total, 6. Oktober 2020
Es gilt als größtes GT-Rennen der Welt, der Teilnehmerrekord stammt aus dem Jahr 2025 mit 76 gemeldeten Fahrzeugen.
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