mini|hochkant=1.2|Avci Yagiz and Gücenmez Bahadir (Turkey) - Mini Cooper S2000 1.6T LX61 BWO Toksport class RC2, Rallye Bulgarien 2014 Super 2000 ist ein von der Fédération Internationale de l’Automobile ausgeschriebenes Reglement für Tourenwagen und Rallye-Fahrzeuge mit 2000 cm³ großen Benzin-Saugmotoren und Turbodieselmotoren sowie 1600 cm³ großen Benzin-Turbomotoren. Im Jahr 2014 führte die FIA für Tourenwagen eine neue Klasseneinteilung durch. Angelehnt an den englischen Begriff touring car werden Super-2000-Tourenwagen mit 2000-cm³-Motor in die Klasse TC2 und Tourenwagen mit 1600-cm³-Turbomotor in die Klasse TC2T eingeteilt.

Reglement Die Rennwagen müssen dem FIA-Reglement der Gruppe A entsprechen und mit einem Zusatz-Kit Super 2000 ausgestattet sein. Das Serienfahrzeug muss mindestens 2500-mal in identischen Einheiten produziert worden sein. Elektronische Fahrhilfen wie ABS und ESP sind nicht zugelassen.

Ebenfalls vorgeschrieben ist ein 2000-cm³-Saugmotor mit Drehzahlbegrenzung: Vierzylinder mit maximal 8500/min, Fünfzylinder mit 8750/min und Sechszylinder mit höchstens 9000/min. Alternativ gilt auch das FIA Super 2000D Reglement, das einen 2000-cm³-Turbodieselmotor erlaubt. Seit 2011 fallen unter das Super-2000-Reglement ebenfalls 1600-cm³-Turbo-Ottomotoren mit Direkteinspritzung, die unter dem Begriff Weltmotor bekannt wurden. Die Drehzahl dieser Motoren wurde auf 8500/min begrenzt. Gedrosselt durch einen Luftmengenbegrenzer mit einem Durchmesser von 33 mm liegt die Motorleistung bei über 220 kW.

Tourenwagen

Es ist ein Mindestgewicht für frontangetriebene Fahrzeuge von 1140 kg vorgeschrieben, für Fahrzeuge mit Hinterradantrieb sind es mindestens 1170 kg. Fahrzeuge mit Allradantrieb sind nicht zugelassen.

Das Reglement wurde für die Tourenwagen-Europameisterschafts-Saison 2002 entwickelt. Es wurde als Nachfolgereglement der Supertourenwagen entwickelt. Abgeleitet wurde es vom 2001 neu eingeführten Reglement der BTCC. Dem Super-2000-Reglement gab BMW zuerst eine Absage, denn im Gegensatz zum Super-Production-Reglement, das zum Großteil die Verwendung von Serienteilen vorschreibt, erlaubt das Super-2000-Reglement mehr konstruktive Freiheiten. Die Entwicklungs- und Fahrzeugkosten waren BMW zu hoch. Man plante daher in der ETCC erst das Feld der Super-2000-Fahrzeuge mit Super-Production-Autos (SPC) aufzufüllen. Doch dann machte die FIA BMW ein paar Zugeständnisse: unter anderem wurde ein konventionelles H-Getriebe im Gegensatz zum sequentiellen Getriebe vorgeschrieben. Allerdings wurden diese Getriebe für 2003 wieder erlaubt. Für Volvo und Prodrive, die zu diesem Zeitpunkt schon sehr weit mit der Entwicklung des neuen Volvo S60 waren, hieß das teilweise wieder von vorne zu beginnen. Sie mussten zum Beispiel nur für die Saison 2002 extra ein H-Getriebe entwickeln.

Rallyefahrzeuge Anders als bei den Tourenwagen schreibt das Super-2000-Reglement bei den Rallye-Fahrzeugen einen einheitlichen Allradantrieb ohne aktive Differentiale vor. Bei den Super-2000-Rallyefahrzeugen waren bis Saisonende 2010 ausschließlich 2000-cm³-Saugottomotoren erlaubt, die in der Rallye-Weltmeisterschaft die Klasse A2 bilden. Seit 2011 fallen unter das Super-2000-Reglement ebenfalls 1600-cm³-Turbo-OttomotorenMINI: Die Unterschiede zwischen WRC- und S2000-Version (motorsport-total.com vom 24. März 2011; abgerufen am 22. März 2013), die von der FIA in die Klasse A1 eingestuft werden.

World Rally Car Seit 2011 basieren die World Rally Cars ebenfalls auf dem Super-2000-Reglement mit 1600-cm³-Motoren allerdings mit einem zusätzlichen Aerodynamik-Paket. Diese bilden in der Rallye-Weltmeisterschaft die Klasse A0. Das Innenleben der S2000 und WRCs ist weitgehend identisch. Den größten Unterschied macht das Aerodynamikpaket aus, zu dem eine andere vordere Stoßstange und ein größerer Heckflügel gehören, an denen das World Rally Car auch optisch erkennbar ist. Für die WRC muss zunächst ein S2000-Fahrzeug homologiert sein, das anschließend mit einem WRC-Kit aufgerüstet wird. Im Vergleich zu den Super-2000-Fahrzeugen der Klasse A1 haben die WRC (A0) leichtere Seitenverglasungen und der Motor unterscheidet sich nur durch ein um 500 Gramm leichteres Schwungrad und hat demzufolge ein anders programmiertes Motormanagement. An den Restriktoren gibt es keinen Unterschied zu den Super-2000-(A1)-Motoren.

Fahrzeuge mini|Jörg Müller im BMW 320si 2008 mini|Fabrizio Giovanardi im Vauxhall Vectra 2008 mini|Rickard Rydell im SEAT León TDI 2008 Folgende Fahrzeuge sind aufgebaut nach dem Super-2000-Reglement:

Tourenwagen Fahrzeug 2,0 Benzin (TC2) 2,0 Diesel 1,6 Turbo (TC2T) Alfa Romeo 156 GTA x Alfa Romeo 156 x Audi A4 x BMW 320i E46 x BMW 320si E90 x x Chevrolet Lacetti x Chevrolet Cruze x x Ford Focus ST170 x Ford Focus ST x Ford Focus TC S2000 x Honda Accord Euro R x Honda Civic Type-R x Lada 110 x Lada Priora x Lexus IS200 x Mercedes C200 x Peugeot 407 x Peugeot 307 x Peugeot 308 x Saab 9-3 BioPower (STCC) x Seat Toledo x Seat Leon x x x Toyota Auris x Toyota Corolla T-Sport x Vauxhall Vectra x Volvo C30 x x Volvo S60 x VW Scirocco Biogas (STCC) x (*)

(*) – 2,0 Turbo Biogas

BMW 320si BMW setzte 2005 den mit mehreren Titeln sehr erfolgreichen Sechszylinder 320i auf Basis des BMW E46 ein. Ab der Saison 2006 ging ein neues Modell an den Start, das auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) am 12. September 2005 in Frankfurt am Main der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Die neue Rennversion basierte auf einer Vierzylinder-Sonderversion des BMW E90 namens BMW 320si, von der nur die vom Reglement geforderte Mindestanzahl von 2500 Stück produziert wurden. 2009 erschien eine überarbeitete Version des BMW 320si.

Fahrzeug für 2006 laut BMW Werksangaben mini|BMW 320si Länge: 4535 mm, Breite: 1845 mm, Höhe: 1350 mm, Radstand: 2763 mm, Fahrzeuggewicht: 1140 kg (mit Fahrer) Motor: Vierzylinder-Reihenmotor Hubraum: 1998 cm³ Leistung: etwa 202 kW (275 PS) bei etwa 8300/min Drehmoment: etwa 242 Nm bei 7250/min Zylinderblock: Aluminium-Zylinderblock mit Bedplate Motorsteuerung: BMW Motorsport ECU404 Tankinhalt: etwa 45 Liter Kraftstoff: Einheitskraftstoff, Super Plus bleifrei Chassis/Karosserie: selbsttragende Stahlblechkarosserie Aerodynamikpaket: Frontschürze, Heckschürze, vordere Kotflügel und hintere Kotflügelverbreiterungen aus CFK, Heckflügel aus Aluminium Vorderachse: Zweigelenk-Federbeinachse mit Verstellstabilisator Hinterachse: Fünflenkerachse mit Verstellstabilisator Dämpfer: Sachs mit einstellbarer Zug- und Druckstufe Bremse Vorderachse: Scheibenbremsen mit 332 mm Durchmesser und Vierkolbenfestsattel von AP Bremse Hinterachse: Scheibenbremsen mit 280 mm Durchmesser und Zweikolbenfestsattel von AP Räder: Aluminiumfelgen SA 216 BBS Sitz: Recaro ProRacer HANS

Fahrzeug für 2009 laut BMW WerksangabenTechnische Daten des BMW 320si E90 (ab 2009) mini|BMW 320si Länge: 4539 mm, Breite: 1845 mm, Höhe: 1350 mm, Radstand: 2763 mm, Fahrzeuggewicht: 1155 kg (mit Fahrer) Motor: Vierzylinder-Reihenmotor Hubraum: 1999 cm³ Leistung: etwa 206 kW (280 PS) bei etwa 8300/min Drehmoment: etwa 245 Nm bei 7250/min Zylinderblock: Aluminium-Zylinderblock mit Bedplate Motorsteuerung: BMW Motorsport ECU404 Tankinhalt: etwa 45 Liter Kraftstoff: Einheitskraftstoff, Super Plus bleifrei Chassis/Karosserie: selbsttragende Stahlblechkarosserie Aerodynamikpaket: Frontschürze, Heckschürze, vordere Kotflügel und hintere Kotflügelverbreiterungen aus CFK, Heckflügel aus Aluminium Vorderachse: Zweigelenk-Federbeinachse mit Verstellstabilisator Hinterachse: Fünflenkerachse mit Verstellstabilisator Dämpfer: Sachs mit einstellbarer Zug- und Druckstufe Bremse Vorderachse: Scheibenbremsen mit 332 mm Durchmesser und Vierkolbenfestsattel von AP Bremse Hinterachse: Scheibenbremsen mit 291 mm Durchmesser und Zweikolbenfestsattel von AP Räder: Aluminiumfelgen SA 216 BBS Sitz: Recaro ProRacer HANS

Chevrolet Lacetti

mini|Chevrolet Lacetti Fahrzeug für 2005 laut Chevrolet Werksangaben Motor: Vierzylinder-Saugmotor Hubraum: 1998 cm³ Leistung: 198 kW (270 PS) bei 8400/min Drehmoment: 267 Nm bei 5880/min Höchstgeschwindigkeit: 254 km/h (geschätzt) Struktur: Selbsttragende Stahlkarosserie mit EFA-Überrollkäfig Karosserie: Stahl und Verbundwerkstoffe mit Aerodynamikbausatz Aufhängung vorne: MacPherson-Federbeine Aufhängung hinten: Doppelte Querlenker Räder und Reifen: 9x17" Aluminiumräder, Rennfelgen mit Michelin-Motorsportreifen

Chevrolet Cruze

mini|Chevrolet Cruze Fahrzeug für 2009 laut Chevrolet WerksangabenTechnische Daten des Chevrolet Cruze Motor: Vierzylinder-Saugmotor Hubraum: 1998 cm³ Leistung: 204 kW (278 PS) bei 8400 min−1 Drehmoment: 267 Nm bei 5800 min−1 Höchstgeschwindigkeit: 254 km/h (geschätzt) Fahrzeuggewicht: 1170 kg (lt. FIA-Reglement) Struktur: Selbsttragende Stahlkarosserie mit EFA-Überrollkäfig Karosserie: Stahl und Verbundwerkstoffe mit Aerodynamikbausatz Aufhängung vorne: MacPherson-Federbeine Aufhängung hinten: Doppelte Querlenker Räder und Reifen: 9x17" Aluminiumräder, Rennfelgen mit Yokohama-Motorsportreifen

Seat Leon Seat Leon 2.0 TFSITechnische Daten des Seat Leon 2.0 TFSI und Seat Leon 2.0 TDI mini|Seat Leon 2.0 TFSI Motor: Vierzylinder-Saugmotor Hubraum: 2000 cm³ Leistung: 194 kW (264 PS) bei 8500/min Drehmoment: 225 Nm bei 7000/min Höchstgeschwindigkeit: 246 km/h Kraftstoffverbrauch: etwa 44 l/100 km (geschätzt) Fahrzeuggewicht: 1140 kg (inkl. Fahrer) Struktur: Selbsttragende Stahlkarosserie mit EFA-Überrollkäfig Karosserie: Stahl und Verbundwerkstoffe mit Aerodynamikbausatz Aufhängung vorne: MacPherson-Federbeine Aufhängung hinten: Doppelte Querlenker Räder und Reifen: 9x17" Aluminiumräder, Rennfelgen mit Yokohama 26B Motorsportreifen

Seat Leon 2.0 TDI mini|Seat Leon 2.0 TDI Motor: Vierzylinder-Turbodieselmotor Hubraum: 2000 cm³ Leistung: 209 kW (284 PS) bei 4000/min Drehmoment: 450 Nm bei 2500/min Höchstgeschwindigkeit: 250 km/h Kraftstoffverbrauch: etwa 40,5 l/100 km (geschätzt) Fahrzeuggewicht: 1140 kg (inkl. Fahrer) Struktur: Selbsttragende Stahlkarosserie mit EFA-Überrollkäfig Karosserie: Stahl und Verbundwerkstoffe mit Aerodynamikbausatz Aufhängung vorne: MacPherson-Federbeine Aufhängung hinten: Doppelte Querlenker Räder und Reifen: 9x17" Aluminiumräder, Rennfelgen mit Yokohama 240/61 R 17 Motorsportreifen

Rallye mini|Sébastien Loeb im Citroën DS3 WRC mini|Raimund Baumschlager im Škoda Fabia FahrzeugS2000 WRC (A0) 2,0 Sauger (A2) 1,6 Turbo (A1) Citroën DS3 (Citroën WRC com. Abgerufen am 23. Februar 2011) x Fiat Punto Abarth x Ford Fiesta x x x MG ZR x MINI Countryman x x Opel Corsa OPC x Peugeot 207 RCup x Proton Satria Neo x Škoda Fabia x Toyota Auris x Toyota Corolla / RunX x VW Polo IV x VW Polo V x

Rennserien Tourenwagen Tourenwagen-Weltmeisterschaft Tourenwagen-Europameisterschaft European Touring Car Cup British Touring Car Championship Swedish Touring Car Championship ADAC-Procar-Serie, Deutschland Dänische Tourenwagen-Meisterschaft (bis 2010)

Rallye Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) Intercontinental Rally Challenge (IRC) Rallye-Europameisterschaft (ERC) Middle East Rally Championship (MERC) Australische Rallye-Meisterschaft Italienische Rallye-Meisterschaft Production World Rally Championship South African Rally Championship

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Motorsportklasse Kategorie:Tourenwagen-Weltmeisterschaft Kategorie:Tourenwagen-Rennsport Kategorie:Rallyesport