Der Mitla-Pass (; ) ist eine 32 km lange Passstraße auf der Sinai-Halbinsel, der bei der Suezkrise und im Sechstagekrieg eine militärische Rolle spielte.

Lage Die namensgebende Mitla-Passhöhe liegt auf der Westseite der Strecke, rund 30 Kilometer östlich der Südeinfahrt des Suezkanals. Rund 4 km vom östlichen Streckenbeginn entfernt liegt die Al-Khitan-Passhöhe, die höher als die westliche liegt. Sie ist Teil der Wasserscheide zwischen dem großen Wadi El-Arish-Becken, das ins Mittelmeer entwässert und dem Wadi al Hajj, der nach Westen zum Suezkanal fließt.

Die einfache zweispurige Passstraße wurde ab den 2010er Jahren erheblich begradigt und mit getrennten Richtungsfahrbahnen teilweise sechsspurig ausgebaut.

Mitla-Zwischenfall Während der Suezkrise griff Israel das Nachbarland Agypten in der Nacht vom 29. zum 30. Oktober 1956 militärisch an. Fast 400 israelische Falschirmspringer wurden dabei über dem Mitla-Pass abgesetzt, um diesen einzunehmen, während gleichzeitig an zwei Stellen israelische Infanterietruppen die israelisch-ägyptische Grenze überquerten.

Einzelnachweise

Kategorie:Gebirgspass Kategorie:Nahostkonflikt