Die Panzerbrigade 15 „Westerwald“ war eine Brigade der 5. Panzerdivision mit letztem Sitz des Stabes in Koblenz und Stationierungsraum im Westerwald. Die Brigade wurde 1993 aufgelöst. Die Brigade wird oft auch als „Westerwaldbrigade“ bezeichnet.
Geschichte Vorgeschichte als Kampfgruppe in der Heeresstruktur 1 Zur Einnahme der Heeresstruktur 1 wurde die Panzerkampfgruppe C 5 zum mit Standort des Stabes in der Flak-Kaserne in Koblenz neu aufgestellt. Zur weiteren Aufstellung gab die Panzerkampfgruppe A 5 Ende Führungspersonal an die Panzerkampfgruppe C 5 ab. Die Aufstellung der Panzerkampfgruppe C 5 wurde spätestens abgeschlossen. Die Panzerkampfgruppe C 5 unterstand der 5. Panzerdivision.
Heeresstruktur 2 Zur Einnahme der Heeresstruktur 2 wurde die Panzerkampfgruppe C 5 in die Panzerbrigade 15 umgegliedert. Sie wurde der 5. Panzerdivision in Diez unterstellt. Zur Brigade gehörten zunächst: Stabskompanie (Koblenz) Panzergrenadierbataillon 152 (Schwarzenborn (Knüll)) Panzerbataillon 153 (Koblenz) Panzerbataillon 154 (Westerburg, Rennerod) Panzerjägerkompanie 150 Panzerpionierkompanie 150 Instandsetzungskompanie 150 Nachschubkompanie 150
Die selbstständigen Kompanien waren alle in Westerburg oder Rennerod stationiert.
Heeresstruktur 4 In der Heeresstruktur 4 wurde das Panzergrenadierbataillon 152 durch Umgliederung und Umbenennung des Panzergrenadierbataillons 132 der Panzergrenadierbrigade 13 neu aufgestellt. Unterstellt war zunächst auch das Feldersatzbataillon 157. 1988 wurde der Brigade der Ehrenname „Westerwald“ verliehen.
Die Brigade umfasste im Herbst in der Friedensgliederung etwa 2900 Soldaten. Die geplante Aufwuchsstärke im Verteidigungsfall betrug rund 3300 Soldaten. Zum Aufwuchs war die Einberufung von Reservisten und die Mobilmachung von nicht aktiven Truppenteilen vorgesehen. Zum Ende der Heeresstruktur 4 im Herbst war die Brigade weiter Teil der 5. Panzerdivision und gliederte sich grob in folgende Truppenteile:Dargestellt sind die internen Verbandsabzeichen, für die bis etwa Mitte der 1980er Jahre eine Tragegenehmigung offiziell erteilt wurde. Nicht aktive Truppenteile (Geräteinheiten, teilaktive, gekaderte) sind kursiv dargestellt.
25px|Internes Verbandsabzeichen Stab/Stabskompanie Panzerbrigade 15, Koblenz 25px|Internes Verbandsabzeichen Panzerjägerkompanie 150, Westerburg 25px|Internes Verbandsabzeichen Panzerpionierkompanie 150, Westerburg 25px|Internes Verbandsabzeichen Nachschubkompanie 150, Rennerod 25px|Internes Verbandsabzeichen Instandsetzungskompanie 150, Rennerod 25px|Internes Verbandsabzeichen Panzerbataillon 151 (teilaktiv), Koblenz (gemischt, 1 Panzergrenadierkompanie, 2 Panzerkompanien) 25px|Internes Verbandsabzeichen Panzergrenadierbataillon 152, Schwarzenborn 25px|Internes Verbandsabzeichen Panzerbataillon 153, Koblenz 25px|Internes Verbandsabzeichen Panzerbataillon 154, Westerburg 25px|Internes Verbandsabzeichen Panzerartilleriebataillon 155, Lahnstein
Heeresstruktur 5 bis zur Auflösung 1991 wurde das Panzerartilleriebataillon 155 (Lahnstein) außer Dienst gestellt. Die Auflösung der Brigade folgte zum 25. Juni 1993.
Kommandeure Folgende Kommandeure führten die Brigade (Dienstgrad bei Kommandoübernahme):
Nr. Name Beginn der Berufung Ende der Berufung14Oberst Axel Bürgener22. März 1991199313Oberst Hans-Peter von Kirchbach1. Oktober 1989 21. März 199112Oberst Dieter Stöckmann1. April 198630. September 198911Oberst Eckhard Stuart1. April 198531. März 198610Oberst Werner von Scheven21. Juli 198231. März 19859Brigadegeneral Günter Kriebel 1. Oktober 1976 20. Juli 19828 Brigadegeneral Werner Lange1. Oktober 197430. September 19767Oberst Eckart Afheldt1. Oktober 197130. September 19746Oberst Günter Kießling 1. Oktober 197030. September 19715Brigadegeneral Hans-Heinrich Klein 1. April 1968 30. September 19704Brigadegeneral Hermann Büschleb 1. Oktober 1965 31. März 19683Oberst Fritz Fechner 1. Oktober 196230. September 19652Oberst Gerlach von Gaudecker1. Februar 195930. September 19621Oberst Max Sperling1. September 195731. Januar 1959
Verbandsabzeichen mini|Gewebtes Verbandsabzeichen für den Dienstanzug mini|Internes Verbandsabzeichen des Stabes/Stabskompanie
Die Blasonierung des Verbandsabzeichens für den Dienstanzug der Angehörigen der Panzerbrigade 15 lautete: Gold bordiert, im blauen, mit goldenen Schindeln bestreuten Schild ein goldener rotbewehrter und rotgezungter Löwe.
Das Verbandsabzeichen ähnelte dem Wappen des Hauses Nassau. In oder zumindest unweit des Gebiets der ehemaligen Provinz Hessen-Nassau waren die Truppenteile der Division disloziert. Die Verbandsabzeichen der Division und der unterstellten Brigaden waren bis auf die Borde identisch. In der Tradition der Preußischen Farbfolge erhielt das Verbandsabzeichen der Panzerbrigade 15 als „dritte“ Brigade„Erste“ Brigade: Panzergrenadierbrigade 13 (=weißer Bord). „Zweite“ Brigade: Panzerbrigade 14 (=roter Bord). „Dritte“ Brigade: Panzerbrigade 15 (=gelber Bord). der Division einen gelben Bord.
Da sich die Verbandsabzeichen der Brigaden der Division nur geringfügig unterschieden, wurde stattdessen gelegentlich auch das interne Verbandsabzeichen des Stabes bzw. der Stabskompanie pars pro toto als „Abzeichen“ der Brigade genutzt. Es zeigte einen Löwen in ähnlicher Haltung aber anderer Tingierung als im Verbandsabzeichen und eine stilisierte Darstellung der Festung EhrenbreitsteinVgl. Bild „Koblenz im Buga-Jahr 2011 - Festung Ehrenbreitstein 45.jpg“..
Anmerkungen
Literatur
Einzelnachweise
#15 Panzerbrigade #::15 Kategorie:Organisation (Koblenz) Kategorie:Gegründet 1957 Kategorie:Aufgelöst 1993 Kategorie:Historische Organisation (Rheinland-Pfalz) Kategorie:Rheinland-Pfälzische Geschichte (20. Jahrhundert)