Bürbach ist ein Stadtteil der Stadt Siegen in Nordrhein-Westfalen.

Geografie Bürbach liegt im Tal des gleichnamigen Bürbaches, der in Siegen in die Weiß mündet, etwa 3 km vom Siegener Stadtkern entfernt. Höchster Berg in der Umgebung ist der Rabenhain östlich des Ortes mit Höhe. Der Ort selbst liegt auf zwischen 260 und Höhe. Angrenzende Orte an Bürbach sind Volnsberg im Osten, Kaan-Marienborn im Süden, Siegen im Südwesten, Weidenau im Westen und Dreis-Tiefenbach im Norden.

Geschichte Am 3. Juni 1311 wurde Bürbach erstmals urkundlich erwähnt.Siegener Urkundenbuch Band I, Siegen, 1887, S. 76–79, Nr. 125. Zu diesem Zeitpunkt bestand der Ort aus drei Höfen. 1461 bestanden neben diesen Höfen noch vier weitere Höfe, in denen acht steuerpflichtige Einwohner lebten. Bürbach gilt als Ursprungsort des Namens „Spies“, 1484 erstmals erwähnt. Da Teile der Bürbacher Gemarkung teils deutlich höher lagen als der Siegener Stadtkern, konnte diese bereits 1530 problemlos mit Bürbacher Wasser versorgt werden. Diese Versorgung brachte für die Bürbacher jedoch auch Nachteile, da Felder und Wiesen unter weniger Wasser litten. So beschwerte sich ein Bürger 1683 beim Landesherrn darüber. In den Jahren 1736 und 1866 wurden die Leitungen erneuert und verlängert.Artikel Zwischen Silberfuchs und Rabenhain in der Siegener Zeitung vom 17. September 2011, Seite 45 (ganzseitig)

Zwischen Mitte des 18. und Mitte des 19. Jahrhunderts prägte eine starke Leinenwebertätigkeit den Ort. Fast 90 % der Einwohner waren zeitweise daran tätig. Dies änderte sich mit der Zeit der Industrialisierung, als viele Bürbacher Bergleute wurden. 14 Erzgruben gab es um den Ort. Die älteste nachweisbare war die Grube Busch, verliehen bzw. erstmals erwähnt im Jahr 1775.CD Gruben/Bergwerke im Spateisensteinbezirk Siegerland von Gerd Bäumer, Betzdorf

1875 wurde ein Gesangverein gegründet, 1888 folgte eine Pflichtfeuerwehr durch 27 Einwohner. Bürbach gehörte ab 1894 dem Amtsgericht und der Post Siegen an. 1907 wurde eine neue Schule eingeweiht, damit wurde die alte, um 1750 erbaute Schule ersetzt. Im Ersten Weltkrieg kamen 20 Männer nicht nach Hause zurück. 1950 entstand der Kindergarten.

Ehemals dem Amt Weidenau angehörig, wurde der Ort im Zuge der kommunalen Neugliederung am 1. Juli 1966 nach Siegen eingemeindet.

Seit 1971 gehen alle Schüler Bürbachs auf den Siegener Giersberg zur Schule. 1975 wurde eine Friedhofshalle eingeweiht, zwei Jahre später das neue Feuerwehrhaus. 1981 erfolgte die Fertigstellung des Gemeindezentrums. Ab 1988 wurde ein altes Fachwerkhaus umgebaut, dieses steht seit seiner Einweihung am 12. Oktober 1992 als Heimathaus zur Verfügung.

Einwohnerzahlen Einwohnerzahlen des Ortes:Otto Schaefer: Der Kreis Siegen, Siegen 1968siegen.de: (regelmäßig aktualisiert) Jahr Einwohner 1818 235 1885 426 1895Westfälisches Gemeindelexikon 1897, S. 110 / 111 448 1900 518 1905 567 1910 610 1925genealogy.net: Amt Weidenau 548 Jahr Einwohner 1933 573 1939 554 1950 741 1961 936 1994Hartmut Eichenauer: (PDF-Datei; 11,67 MB), ca. 1995 2203 2004 1947 2006 1951 Jahr Einwohner 2007 1944 2008 1930 2009 1939 2010 1911 2011 1874 2012 1890 2013 1978 Jahr Einwohner 2014 2070 2015 2216 2016 2140

Infrastruktur In Bürbach befindet sich ein Wohnheim für Studenten der Universität Siegen. Der Ort verfügt über eine Freiwillige Feuerwehr, ein Heimatmuseum, einen Sportverein „Bürbacher Spielvereinigung 1909 e. V.“, einer Sporthalle, einen Jugendtreff, ein Ehrendenkmal sowie einem eigenen gemischten Chor. Im Südosten des Ortes befindet sich ein kleines Industriegebiet, angrenzend an Siegen.

Der Ort liegt an der Kreisstraße 4, die im Süden auf Kaan-Marienborn trifft und im Norden auf die Kreisstraße 5 trifft, die von Siegen über den Giersberg nach Dreis-Tiefenbach führt.

Persönlichkeiten Rolf Krämer (* 1955), Jurist Monika Meyer (* 1972), Fußballspielerin Moritz Volz (* 1983), Fußballspieler

Weblinks

Website des Vereins Dorfgemeinschaft Bürbach

Einzelnachweise

Kategorie:Stadtteil von Siegen Burbachsiegen Kategorie:Ersterwähnung 1311 Kategorie:Gemeindeauflösung 1966