mini|hochkant|Pieter de Jode der Ältere(gestochen von seinem Sohn Pieter) Pieter de Jode der Ältere (um 1570, getauft am 31. August 1573 in Antwerpen; † 9. August 1634 ebenda) war ein flämischer Kupferstecher, Verleger und Zeichner.

Leben De Jode war ein Sohn des Gerard oder Gerrit de Jode (1509/1517 – 25. Februar 1591) und dessen Frau Paschasia (geborene van Gelder). Er soll ein Schüler seines Vaters sowie von Hendrick Goltzius gewesen sein. In den 1590er Jahren bereiste er Italien, wo er in Florenz, Rom, Siena und Venedig arbeitete. Um 1599/1600 wurde er als „Meistersohn“ in die Antwerpener Lucasgilde aufgenommen, deren Dekan er 1607 wurde und deren Oberdekan er 1608 war. Er galt dort als einer der wichtigsten Kupferstecher und Grafikverleger seiner Zeit. 1631 bis 1632 hielt er sich in Paris auf, wo er gemeinsam mit seinem Sohn Pieter für den aus Antwerpen stammenden Verleger Antoine Goetkindt (Bonenfant) arbeitete. Seinen Zeichnungen waren Vorlagen für andere Kupferstecher.

Familie De Jode war zweimal verheiratet 4. August 1602 mit Susanna (geborene Verhulst; 1575), die eine Nichte des Pieter Coecke van Aelst war. Madeleine (getauft 2. Mai 1604) Susanne de Jode (getauft 30. September 1605) Pieter de Jode der Jüngere (22. November 1606 – nach 1674) ⚭ 1. Élisabeth Loemans († 1641); 2. Cornelia oder Clara (geborene Van den Eynde oder Van den Enden; 1625–1652). 1618 mit Josina oder Justa (geborene Galle, Witwe des Kupferstechers Adriaen Collaert [1560–1618]) eine Tochter von Philip Galle Er hatte mehrere Geschwister: Gertrude de Jode († 21. Oktober 1642) ⚭ am 11. September 1588 mit dem Maler Jean de Wael Corneille oder Cornelis de Jode (1568 – 17. Oktober 1600) wurde Kartogrof, Kupferstecher und Verleger Gérard de Jode (getauft am 27. Juli 1567) Jacques de Jode († 5. September 1652) ⚭ am 10. November 1604 mit Anne (geborene Peeters; begraben 15. Januar 1666) Susanna de Jode († 2. September 1626) war mit dem Kunstliebhaber Ferdinand van den Eynde († 21. Dezember 1630) verheiratet. Lambert de Jode (getauft am 30. Mai 1575 – 8. Dezember 1606) wurde Kunsthändler ⚭ 25. November 1593 mit Barbe (geborene Olimaers) Élisabeth de Jode (getauft 28. März 1577 – 1603) ⚭ am 23. Januar 1599 mit dem Maler Jan Brueghel Susanne de Jode ⚭ 11. Mai 1605 mit Christophe Olimaers

Werke (Auswahl) Heilige Nacht, Büßende Magdalena, Mars und Venus (nach Bartholomäus Spranger) 1597: Maria in Ohnmacht, Krönung Mariae, Szenen auch dem Leben der Hl. Katharina von Siene (nach Francesco Vanni, Siena) 16 Blatt einer Passion Christi (nach Andrea Boscolo, Florenz) Ansichten von Venedig Regulus in der Tonne (nach Giulio Romano) Verlobung der heiligen Katharina, Große hl. Familie in Landschaft (nach Tizian) Das Jüngste Gericht (nach Jean Cousin, Vincennes) Übergabe der Schlüssel an Petrus (nach Peter Paul Rubens) 1603: Jakob VI. von Schottland 1605: Justus Lipsius (nach Abraham Janssens) nach 1613: Bildhauer Pierre Franqueville (nach Jacob Bunel) Er fertigte zudem Stiche nach Anthonis van Dyck, der ihn in seine Ikonografie aufnahm. In seinem Verlag erschienen 1606 Ovids Metamorphosen des in Rom tätigen Radierers Antonio Tempesta.Eckhard Leuschner: Antonio Tempesta. Ein Bahnbrecher des europäischen Barock und seine europäische Wirkung. Imhof, Petersberg 2005, ISBN 978-3-937251-50-9, (Studien zur internationalen Architektur- und Kunstgeschichte 26), (Teildruck von: Passau, Univ., Habil.-Schr., 2002), S. 461–464.

Literatur (Familienartikel)

Weblinks

Einzelnachweise

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