mini|Angelegte Spreizhose (eigentlich Tübinger Hüftbeugeschiene) bei einem Säugling Eine Spreizhose oder eine Spreizschiene, etwa die Tübinger Hüftbeugeschiene nach Bernau oder die 1979 patentierteEichler, Joachim. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s Who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 260. Spreizschiene nach dem Wiesbadener Orthopäden Joachim Eichler, sind orthopädische Hilfsmittel, die bei Säuglingen mit angeborener Hüftgelenksdysplasie beide Hüftgelenke gebeugt und abgespreizt hält und gehören somit zu den Orthesen. Dadurch wird der Druck des Hüftkopfes auf die Pfanne verstärkt, was das Wachstum der Gelenkpfanne begünstigt.
Die Indikation für die Spreizhose wird gestellt, wenn sich in der Sonographie der Säuglingshüfte keine altersgerechte Entwicklung des Gelenks zeigt. Durch dieses einfache Hilfsmittel können viele Operationen vermieden werden. Daher wurde zum Beispiel in den 1960er und 1970er Jahren vor breiter Verfügbarkeit der Sonographie eine (der Spreizhose ähnlich wirkende) spezielle Windelhose empfohlen, um einer Hüftgelenksfehlbildung vorzubeugen.
Weblinks Artikel zu Spreizhosen auf kinderhueftdysplasie.de Tübinger Hüftbeugeschiene auf TÜpedia
Einzelnachweise
Kategorie:Therapeutisches Verfahren in Orthopädie und Unfallchirurgie Kategorie:Orthese Kategorie:Therapeutisches Verfahren in der Kinderheilkunde