HMS Safari (Kennung: P211) war ein U-Boot der britischen Royal Navy im Zweiten Weltkrieg.

Geschichte siehe: Geschichte der Seraph-Klasse und detaillierte Geschichte der S-Klasse

Die Safari war ein U-Boot des dritten Bauloses der erfolgreichen S-Klasse; dieses Baulos wird auch als Seraph-Klasse bezeichnet. Sie wurde am 5. Juni 1940 bei Cammell Laird im nordwestenglischen Birkenhead aufgelegt, lief am 18. November 1941 vom Stapel und wurde von der Royal Navy am 14. März 1942 in Dienst gestellt.

Die Safari wurde im Mittelmeer eingesetzt.

Im Juli und August 1942 versenkte oder beschädigte das U-Boot vor Sardinien vier italienische Transportschiffe: 12. Juli20px|Regia MarinaSegelschiffAdda(792 BRT)vor Orosei15. Juli20px|Regia MarinaFrachtschiffTigrai(1302 BRT)vor Orosei(nur beschädigt)17. August20px|Regia MarinaSegelschiffAusonia (218 BRT)vor Orosei18. August20px|Regia MarinaFrachtschiffPerseo (5225 BRT)vor Serpentara

Anfang Oktober 1942 patrouillierte die Safari in der Adria. Am 2. Oktober griff sie vor dem kroatischen Hafen Korčula bei das italienische Transportschiff Veglia (896 BRT) mit Torpedos und Artillerie an. Das ehemalige jugoslawische Schiff (Kosovo) konnte trotz der schweren Schäden gerettet werden, wurde aber später zum Totalverlust erklärt. Am 5. Oktober torpedierte und beschädigte die Safari südlich des kroatischen Hafens Sebenik bei das italienische Frachtschiff Eneo (545 BRT).

Am 20. Oktober versenkte die Safari vor der tunesischen Küste bei das italienische Transportschiff Titania (5397 BRT) mit Torpedos. Die Titania war schon einen Tag zuvor von dem britischen U-Boot Unbroken torpediert und beschädigt worden und befand sich während des Angriffes im Schlepptau des italienischen Zerstörers Ascari.

Im November und Dezember 1942 wurden vor der nordafrikanischen Küste sechs italienische und deutsche Transportschiffe versenkt: 13. November20px|Regia MarinaFrachtschiffBice(269 BRT)südlich von Sousse (Tunesien)16. November20px|KriegsmarineFrachtschiffHans Arp (2645 BRT)vor Libyen bei 17. November20px|KriegsmarineLeichterF 346 (220 BRT)vor Misratah (Libyen)18. Dezember20px|Regia MarinaSegelschiffEufrasia(49 BRT)vor Hammamet (Tunesien)27. Dezember20px|Regia MarinaSegelschiffEleonora Rosa(54 BRT)südlich von Sousse29. Dezember20px|Regia MarinaFrachtschiffTorquato Gennari (1012 BRT)vor Sfax (Tunesien) bei

Im selben Zeitraum wurden auch zwei italienische Hilfkriegsschiffe versenkt. Am 20. Dezember torpedierte die Safari vor Hammamet bei das italienische Patrouillenboot Constantina (345 BRT). Die italienische Einheit wurde schwer beschädigt und später aufgegeben. Am 21. Dezember versenkte das U-Boot ebenfalls vor Hammamet den Hilfsminensucher Rosina S. (297 BRT).

Am 30. Januar 1943 versenkte die Safari vor Scalea die italienischen Schiffe Aniello (77 BRT) und Gemma (67 BRT) mit dem Deckgeschütz. Drei Tage später entdeckte das U-Boot vor Capri einen italienischen Geleitzug. Am 2. Februar versenkte die Safari bei die italienischen Transportschiffe Valsavoia (5733 BRT) und Salemi (1176 BRT) mit Torpedos.

Zwischen dem 9. März und dem 9. April 1943 versenkte die Safari vor den italienischen Küsten mehrere kleinere Einheiten mit dem Bordgeschütz:

9. März20px|Regia MarinaSegelschiffStefano M.(69 BRT)vor San Vito Lo Capo (Sizilien)3. April20px|Regia MarinaFischereifahrzeugNasello (314 BRT)vor Orosei3. April20px|Regia MarinaFischereifahrzeugS. Francisco di Paola A.(77 BRT)vor Orosei9. April20px|Regia MarinaHilfsminensucherBella Italia(117 BRT)vor Sardinien

Außerdem wurde am 6. April vor Cagliari ein Torpedoangriff auf das italienische Handelsschiff Cap Figalo (2811 BRT) versucht. Alle drei Torpedos verfehlten ihr Ziel.

Am 10. April konnte bei Sardinien erneut ein italienischer Geleitzug aufgeklärt werden. Das britische U-Boot torpedierte und versenkte die Frachtschiff Loredan (1355 BRT), Entella (2691 BRT) und Isonzo (3363 BRT).

Vom Mai bis zum Juli 1943 wurden elf weitere Schiffe der Achse versenkt und ein weiteres beschädigt:

2. Mai20px|Regia MarinaFrachtschiffSogliola(307 BRT)vor Asinara (bei Sardinien)6. Mai20px|Regia MarinaHilfsminensucherOnda(98 BRT)vor Asianara8. Mai20px|Regia MarinaFrachterPeppino Palomba(2034 BRT)vor Porto Torres (Sardinien)8. Mai20px|Regia MarinaFrachterLivSiehe Liv auf www.warsailors.com/homefleet. (engl.)(3068 BRT)vor Porto Torres(nur beschädigt)10. Juni20px|KriegsmarineFrachterKT-12(834 BRT)vor Orosei18. Juli20px|Regia MarinaHilfsminensucherAmalia(101 BRT)bei Sardinien19. Juli20px|KriegsmarineLeichterMaria Paula vor Korsika19. Juli20px|Regia Marinabewaffnete YachtMargherita (88 BRT)vor Korsika20. Juli20px|Regia MarinaLotsenbootSilvio Onorato(208 BRT)östlich von Korsika22. Juli20px|Regia MarinaMinenlegerDurazzo(530 ts)östlich von Korsika25. Juli20px|Regia MarinaHilfsminensucherLa Coubre(120 BRT)westlich von Elba bei

Im Rahmen der als Operation Pedestal bezeichneten Geleitzugschlacht beschädigte die Safari am 13. August 1943 die italienischen Kreuzer Bolzano und Attendolo.

Die Safari wurde am 7. Januar 1946 an J. Cashmore als Schrott verkauft. Beim Transport zur Verschrottung sank das U-Boot am 8. Januar 1946 südöstlich von Portland.

Literatur Erminio Bagnasco: Uboote im 2. Weltkrieg. 5. Auflage. Motorbuchverlag, Stuttgart 1996, ISBN 3-613-01252-9. Robert Hutchinson: Kampf unter Wasser - Unterseeboote von 1776 bis heute. 1. Auflage. Motorbuchverlag, Stuttgart 2006, ISBN 3-613-02585-X. Anthony Preston: Die Geschichte der U-Boote. Karl Müller Verlag, Erlangen 1998, ISBN 3-86070-697-7. Arthur P. Dickison: Crash Dive - In Action with HMS Safari. Sutton Publishing, Phoenix Mill Thrupp Stroud Gloucestershire 1999, ISBN 0-7509-2089-0.

Weblinks

Die Safari im uboat.net (engl.)

Fußnoten

Kategorie:Seraph-Klasse Kategorie:U-Boot im Zweiten Weltkrieg Kategorie:Seeunfall Kategorie:Schiffsverlust 1946 Kategorie:Cammell Laird