Universitatea Cluj, kurz auch U Cluj, ist ein rumänischer Sportverein aus Cluj-Napoca, Kreis Cluj, Siebenbürgen. Die Fußballabteilung des Vereins gewann im Jahr 1965 den rumänischen Fußballpokal und tritt seit 2010 in der höchsten Spielklasse, der Liga 1 (heute Super Liga), an. Neben Fußball sind die wichtigsten Abteilungen des Vereins Rugby, Basketball, Handball, Volleyball und Leichtathletik. Die Fußballspieler werden Șepcile Roșii (rote Mützen) genannt, da früher die Medizinstudenten in Cluj als Teil ihrer Uniform rote Mützen trugen.
Geschichte Universitatea Cluj wurde im September 1919 von Studenten der Universitäten in Cluj gegründet. Der erste Präsident des Klubs war Professor Iuliu Hațieganu. In den ersten Jahren spielte U Cluj zumeist in regionalen Wettkämpfen, ehe der Verein in der Saison 1932/33 Gründungsmitglied der neuen rumänischen Profiliga, der Divizia A wurde. Nach ersten anfänglichen Erfolgen (Vizemeisterschaft 1933, Teilnahme am Pokalfinale 1934) fiel der Verein in der Liga immer mehr zurück und musste 1938 erstmals in der Divizia B absteigen.
Nach dem Zweiten Wiener Schiedsspruch im Jahr 1940 musste der Verein nach Sibiu ausweichen, da Cluj fortan (bis 1947) zu Ungarn gehörte. Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrte der Verein wieder in seine Heimatstadt zurück.
1948 änderte U Cluj seinen Namen zunächst in CSU Cluj, ein Jahr darauf in Știința Cluj weiter. Von 1952 bis 1959 wurde Știința von Ștefan Kovács trainiert, der später als erster rumänischer Trainer mit Ajax Amsterdam einen europäischen Top-Klub trainierte. In der Saison 1964/65 feierte Știința seinen größten Vereinserfolg, als der rumänische Pokal gewonnen wurde. Anschließend spielte die Mannschaft im Europapokal der Pokalsieger mit und erreichte die zweite Runde.
Im Jahr 1966 erfolgt erneut eine Namensänderung und der Verein nahm wieder seinen alten Namen Universitatea Cluj an. In der Saison 1971/72 gelang U Cluj die beste Platzierung in der Divizia A, indem der Verein den dritten Platz erreichte. Im UEFA-Pokal schied die Mannschaft aber in der ersten Runde aus.
Ende der 1990er-Jahre folgte der Abstieg aus der Divizia A im Jahr 1999 und anschließend ein weiterer Abstieg in die Divizia C im Jahr 2000, der der Verein in der darauffolgenden Saison erstmals in seiner Vereinsgeschichte angehörte. Nach nur einem Jahr gelang unter Trainer Ioan Sabău, der seine Fußballkarriere in Cluj begonnen hatte, der sofortige Wiederaufstieg. In der Folgesaison 2001/02 war Stelian Gherman für fünf Spiele, in denen kein Sieg errungen wurde, Trainer der Mannschaft.Ziua de Cluj vom 7. Januar 2008, abgerufen am 3. Februar 2012 (rumänisch)
Am 30. Juni 2006 übernahm mit Adrian Falub ein weiterer ehemaliger Spieler die Mannschaft und führte U Cluj in der Saison 2006/07 zurück in die Liga 1. Nach den ersten zehn Meisterschaftsspielen, in denen U Cluj sieglos geblieben war, wurde Falub jedoch am 6. Oktober 2007 entlassen und am 12. Oktober 2007 durch Gheorghe Mulțescu ersetzt.Gazeta Sporturilor vom 13. Oktober 2007, abgerufen am 7. November 2011 (rumänisch) Am 8. Januar 2008 wurde Mulțescu selbst durch Alpár Mészáros abgelöst,Ziarul de Cluj vom 8. Januar 2008, abgerufen am 7. November 2011 (rumänisch) wobei zeitgleich mit Stelian Gherman auch der Besitzer einer gültigen Pro-Trainerlizenz als technischer Direktor verpflichtet wurde. Am Ende der Saison 2007/08 stieg Universitatea Cluj in die Liga II ab und Gherman musste den Verein am 11. Juli 2008 verlassen.Ziua de Cluj vom 11. Juli 2008, abgerufen am 3. Februar 2012 (rumänisch) Nach der Heimniederlage am ersten Spieltag der neuen Saison wurde zudem Trainer Mészáros am 20. August 2008 entlassenProSport vom 20. August 2008, abgerufen am 6. November 2011 (rumänisch) und der Interimstrainer Marius Popescu am 26. August 2008 durch Dorinel Munteanu ersetzt.ProSport vom 27. August 2008, abgerufen am 6. November 2011 (rumänisch) Am 26. Oktober 2008 verließ Munteanu den Verein, um bei Steaua Bukarest anzuheuern. Sein bisheriger Co-Trainer Gheorghe Mihali übernahm das Traineramt, abgerufen am 6. November 2011 (rumänisch) bis April 2009, als Munteanu für zwei Monate als Trainer zu Universitatea Cluj zurückkehrte.
Am 8. Juli 2009 wurde der Italiener Carmelo Palilla als Nachfolger Dorinel Munteanus eingestellt,Adevărul vom 8. Juli 2009, abgerufen am 27. November 2011 (rumänisch) der aber schon nach drei offiziellen Spielen am 25. August 2009 seinen Trainerstuhl räumen musste.Adevărul vom 26. August 2009, abgerufen am 27. November 2011 (rumänisch) Nachdem kurzfristig Sportdirektor Marius Popescu erneut als Trainer eingesprungen war, wurde am 30. August 2009 wurde er Cornel Țălnar als neuer Trainer vorgestellt.Gazeta Sporturilor vom 30. August 2009, abgerufen am 27. November 2011 (rumänisch) Doch auch Țălnar, der Universitatea Cluj bereits in der Saison 1997/98 betreut hatte, konnte die Erwartungen nicht erfüllen und so wurde mit Cristian Dulca am 4. Oktober 2009 der vierte Trainer im Laufe der Hinrunde 2009/10 verpflichtet., abgerufen am 27. November 2011 (rumänisch) Im Januar 2010 kam mit Viorel Hizo als technischer Direktor hinzu., abgerufen am 27. November 2011 (rumänisch) Unter der Führung der beiden, die bereits bei FC Vaslui zusammengearbeitet hatten, schaffte der Verein 2010 den erneuten Aufstieg in die Liga 1. Nachdem Florian Walter, der Mäzen von Universitatea Cluj, unmittelbar nach Saisonende Marian Pană im Juni 2010 als neuen technischen Direktor eingestellt hatteProSport vom 16. Juni 2010, abgerufen am 27. Juli 2011 (rumänisch), übernahm dieser Mitte Juli 2010 auch das Training der ersten Mannschaft, da Dulca nicht die notwendige UEFA-Pro-Lizenz besaß., abgerufen am 30. November 2011 (rumänisch) Dulca musste in den Jugendbereich wechselnProSport vom 24. August 2010, abgerufen am 27. Juli 2011 (rumänisch) und verließ den Verein im Oktober 2010 in Richtung Delta TulceaProSport vom 27. Oktober 2010, abgerufen am 27. Juli 2011 (rumänisch). Pană kündigte seinen Vertrag am 8. November 2010ProSport vom 8. November 2010, abgerufen am 27. Juli 2011 (rumänisch) und Stürmer Claudiu Niculescu übernahm für zwei Spiele auch das Traineramt, bevor am 19. November 2010 mit Ionuț Badea ein neuer Cheftrainer vorgestellt wurde.ProSport vom 19. November 2010, abgerufen am 27. Juli 2011 (rumänisch) Am 13. März 2012 trat Badea zurück, nachdem er sich geweigert hatte, den Ausschluss von Gabriel Boștină aus dem Spielerkader auf Druck des Mäzens Florian Walter zurückzunehmen. Zu seinem Nachfolger wurde erneut Claudiu Niculescu ernannt, der auch noch als Spieler aktiv war. Zusätzlich wurde Emil Ursu, der bisherige Trainer des Drittligisten CS Buftea, als Manager verpflichtet, da Niculescu nicht die nötige Trainerlizenz besaß.ProSport vom 14. März 2012, abgerufen am 20. April 2012 (rumänisch)
Erfolge Rumänischer Pokalsieger (1): 1964/1965 Rumänischer Vizemeister (2): 1932/1933, 2025/2026 Achtelfinale im Europapokal der Pokalsieger (1): 1965/1966 Pokalfinalist (4): 1933/1934, 1948/1949, 2014/2015, 2022/2023 Rumänischer Fußball-Supercup Vizemeister (1): 2026
Im Jugendbereich gehört U Cluj zu den besten Rumäniens und errang bisher einige Titel: Rumänischer U21-Meister: 1963, 1971, 1972 Rumänischer Junioren-Meister: 1955, 1956, 1965, 1967, 1969, 1972, 1974, 2001
Kader der Saison 2025/26 Stand: 23. Juli 2026
Bekannte Spieler
Ehemalige Trainer
Fans Die Fans von U Cluj sind über ganz Rumänien verteilt, vor allem in Siebenbürgen. Ein Grund für die große Anhängerschaft ist die Tatsache, dass in Cluj-Napoca viele Universitäten angesiedelt sind: Sie besuchen während des Studiums die Heimspiele und verteilen sich nach dem Abschluss über das ganze Land.
Literatur
Einzelnachweise
Weblinks
Offizielle Website (rumänisch) Universitatea Cluj auf romaniansoccer.ro (englisch)
Cluj, Universitatea Cluj, Universitatea Universitatea Kategorie:Vereinsgründung 1919