Juan de Jáuregui (* 24. November 1583 in Sevilla; † 11. Januar 1641 in Madrid) war ein spanischer Dichter und Maler.
Leben De Jáuregui stammte aus einer alten Familie aus der Provinz Biskaya und wuchs in Sevilla auf. Am 24. November 1583 wurde er in der Pfarrkirche Magdalena getauft. Er war ein Sohn des vermögenden Miguel Martínez de Jáuregui (* um 1562). Er ging nach Rom, um sich dort in der Malerei auszubilden und beschäftigte sich zugleich mit der Poesie. Seine künstlerische Ausbildung erhielt er möglicherweise von einem Schüler des Malers Luis de Vargas. Vor dem 11. Mai 1609 kehrte er nach Spanien zurück und ließ sich 1610 in Madrid nieder. Dort erhielt er die Würden eines Ritters des Ordens von Calatrava und bekleidete später das Amt des Stallmeisters am Hof der Königin Isabel de Borbon, der ersten Gemahlin Philipps IV.
Im Jahr 1610 soll er auf Holz ein Bild D. Miguei de Ceruantes Saauedra gemalt haben das mit signiert ist. Miguel de Cervantes Saavedra erwähnte de Jáuregui 1613 im Prolog zu seinen Novelas ejemplares mit den Worten: . Trotzdem blieben Zweifel daran, ob dieses Bildnis tatsächlich um ein authentisches Porträt des Cervantes sei. Anonyme nach seinen Werken angefertigte flandrische Stiche zeigen verschollene Bildnisse de Jáureguis, so unter anderem ein Porträt des Alfonso de Carranza und des Lorenzo de Ramirez de Prado. Für Lorenzo Ramírez de Prados Buch Pentakontarchos: Sive Quinquaginta Militum Ductor (Antwerpen, 1612) entwarf er das gravierte Porträt.
Félix Lope de Vega verglich in einem Sonett eine gemalte Judith de Jáureguis mit dessen Übersetzung der Aminta, um zu klären, ob de Jáuregui mehr ein Dichter oder ein Maler gewesen sei. 1621 schrieb er seine Discurso apologético, in der er von seiner Ausbildung berichtete. Viele seiner Bildnisse sollen sich in der Sammlung des Herzogs von Medina de la Torres befunden haben. Bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts sollen sich eine Venus nach dem Bade und ein Narziss im Palacio de Buen Retiro in Madrid befunden haben.
Jáuregui war seit dem 27. Februar 1612 mit Mariana (geborene de Loaysa) verheiratet, mit der er mehrere Kinder hatte.
Werke (Auswahl) mini|hochkant|D. Miguei de Ceruantes Saauedra als Maler 1600: D. Miguei de Ceruantes Saauedra Luis Alcazar: Vestigatio arcanis sensus in Apocalipsi. Antwerpen 1619 (24 Stiche aus der Apokalypse des Johannes nach seinen Vorlagen).
als Autor Rimas de Juan de Jauregui. Sevilla 1618 (). Discurso apologetico. 1621 (Essay über die Malerei, wieder abgedruckt 1633 bei Carducho). Discurso poetico. Madrid 1624 (Polemik gegen Luis de Góngora y Argote). Orfeo. Madrid 1624 (in fünf Gesängen in Octaven). Apologia por la verdad. Iuan Delgado, 1625. Sämtliche poetische Werke. In: Ramon Fernandez: Coleccion. Madrid 1789–1819 (Band 6–8).
als Übersetzer Torquato Tasso: Aminta. (Schäferdichtung) Rom 1607 (Nachdruck 1970, – mit Biografie). Marcus Annaeus Lucanus: Pharsalia. Madrid 1614 (Nachdruck 1789, ).
Literatur
Weblinks
José Manuel Rico García: Juan de Jáuregui y Aguilar. In: Historia Hispanica. (spanisch, historia-hispanica.rah.es)
Einzelnachweise
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