Frank A.Sein wirklicher Name ist Frank Meyer. Das A. hat er sich nach eigenen Angaben als Anklang an den Mädchennamen seiner Mutter, André, zugelegt. Erik Ebneter, Hansjörg Müller: «Wer die Menschen ständig erziehen will, ist kein aufklärerischer Geist». In: Basler Zeitung. 15. März 2018, abgerufen am 24. September 2020. Meyer (* 6. Januar 1944 in Biel; heimatberechtigt in NiederdorfStiftung Hans Ringier im Handelsregister des Kantons Aargau, abgerufen am 20. September 2020.) ist ein Schweizer Journalist.
Leben Aufgewachsen in Biel als Sohn eines Uhrmachers, machte Meyer eine Lehre als Schriftsetzer. Von 1968 bis 1980 war er als Partner von Mario Cortesi an dessen Bieler Medienunternehmen beteiligt und «als alternativer ‹Freier Bürger› in der Lokalpolitik engagiert». Von 1976 bis 1980 war er Mitglied des Bieler Stadtrates ().Jürg Altwegg: Schröder und Ringier. Ich kochte in Berlin für ihn, Ringier war dabei. In: FAZ. 12. Dezember 2005.Heribert Seifert: . In: Medienspiegel.ch. 5. Juli 2005.Urs Paul Engeler: . In: Weltwoche. Nr. 51, 2004.
1972 begann er seine journalistische Tätigkeit für das Medienhaus Ringier, zunächst als Bundeshauskorrespondent für die Schweizer Illustrierte. 1978 war er Mitbegründer der zweisprachigen Wochenzeitung Biel Bienne. 1981 wurde er Mitglied der Chefredaktion, später Chefredaktor der Berner Redaktion der neu gegründeten Woche – ihre Auflage brach innert eines Jahres von 44'000 auf 14'000 Exemplare ein, und sie wurde 1982 eingestellt. In: NZZ am Sonntag. 15. September 2013. – und startete seine Tätigkeit als Kolumnist des SonntagsBlicks. Später wurde er publizistischer Berater von Verleger Michael Ringier.Oliver Prange: Interview mit: Frank A. Meyer. In: persoenlich.com. 28. September 2000 (PDF; 43 kB).
Von 1985 bis 2000 war er Mitglied der Konzernleitung der Ringier AG und seit 1989 Lehrbeauftragter für Medienwirtschaft an der Universität St. Gallen (HSG). Meyer war zudem Präsentator der Sendung Vis-à-vis bei 3sat (bis Ende 2016)Michael Hanfeld: Peter Voß und Henryk M. Broder. «Der Islam setzt die politische Agenda» In: FAZ. 19. Dezember 2016. und schrieb bzw. schreibt für zahlreiche Zeitungen und Zeitschriften, unter anderem für die Zürcher Woche, die Basler Zeitung und das Magazin Cicero. Er gilt als Inspirator des linksliberalen Kurses des Blicks und ist «Chefkolumnist» von SonntagsBlick und (früher) Schweizer Illustrierte.
Frank A. Meyer lebt zusammen mit seiner Frau, der deutschen Kulturjournalistin Lilith Frey, seit 2006 in Berlin.Reza Rafi, Balz Spörri: . In: SonntagsZeitung. 29. September 2013 (Interview). Er bezeichnet sich selber als politisch links im Sinne des sozialdemokratischen Ideals.Reza Rafi, Balz Spörri: Sind die Medien einseitig links? In: Blick.ch. 15. April 2021 (Interview). Dabei kritisiert er die neue woke Linke.https://www.tagesanzeiger.ch/frank-a-meyer-ich-staune-wo-jene-stehen-die-sich-fuer-links-halten-417084685550https://www.nzz.ch/feuilleton/frank-a-meyer-das-grosse-gespraech-mit-dem-rebell-und-geniesser-ld.1573866 Zugleich setzt er sich immer wieder mit dem Wesen des Freisinns auseinander.https://www.blick.ch/meinung/frank-a-meyer/die-kolumne-ach-der-freisinn-id20961035.htmlhttps://www.blick.ch/meinung/frank-a-meyer/die-kolumne-wo-bist-du-freisinn-id21163385.html
Bei den Bundesratswahlen 1999 (anlässlich der Wiederwahl Pascal Couchepins) erhielt Meyer 19 von 245 Stimmen.Bundesrat. Wahlen. In: Protokoll der Vereinigten Bundesversammlung, 12. Dezember 1999.Bundesrats-Wahlen. In: SRF 10vor10. 15. Dezember 1999.
2014 wurde er für sein Lebenswerk mit dem Zürcher Journalistenpreis ausgezeichnet.. In: Blick. 21. Mai 2014. Am 17. September 2018 erhielt er das Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.. In: Schweizer Illustrierte. 17. September 2018, aktualisiert am 20. Januar 2019, abgerufen am 20. September 2020.
Im Dezember 2025 erschien im Steidl-Verlag die von René Lüchinger verfasste Biographie Frank A. Meyer. Auf ein Wort: Begegnungen mit Macht und Menschen.Buch auf der Website des Verlages.
Veröffentlichungen Notizen aus China. Ein Schweizer Lesebuch über die Volksrepublik China seit der Kulturrevolution (mit Mario Cortesi). Gloor, Zürich 1972 «Vis-à-vis». Gespräche mit Zeitgenossen. Vorwort von Nicolas Hayek. Ammann, Zürich 1987, ISBN 3-250-10033-1 Der lange Abschied vom Bürgertum. Joachim Fest und Wolf Jobst Siedler im Gespräch mit Frank A. Meyer. wjs, Berlin 2005, ISBN 3-937989-10-2
Weblinks
auf der Website des Philosophischen Quartetts des ZDF Kolumnen beim SonntagsBlick Lilli Binzegger: . In: NZZ Folio. 8/2001 Michèle Binswanger: Ringiers Schlossgespenst. In: Tages-Anzeiger. 12. September 2013 (Porträt, Archiv) Francesco Benini: Abstieg des Einflüsterers. In: NZZ am Sonntag. 15. September 2013 (Archiv) Vis-à-vis – Frank A. Meyer, Sendung Vis-à-vis, 3sat, 11. Dezember 2016.
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