Der Commonwealth Writers’ Prize ist ein Literaturpreis, der von der in 53 Ländern aktiven Commonwealth Foundation von 1987 bis 2011 verliehen wurde. Ziel war die Ermutigung und Unterstützung der literarischen Szene und die Verbreitung anspruchsvoller Werke unter einem größeren Publikum auch außerhalb des Ursprungslandes.
Der Commonwealth Writers’ Prize etablierte sich als jährliches Ereignis. Den Vorsitz führte der australische Autor Nicholas Hasluck, der selbst zehn Romane veröffentlicht hat, darunter die ausgezeichneten Romane The Bellarmine Jug und The Country Without Music.
Auswahlprozess Der Commonwealth Writers’ Prize deckte alle Commonwealth-Staaten ab. Zunächst wurden die eingereichten Arbeiten von vier regionalen Gremien beurteilt (Afrika, Karibik und Kanada, Südasien und Europa sowie Südostasien und Pazifik)., abgerufen am 8. Januar 2015 In jeder der vier Regionen wurden zwei Preise verliehen, die mit jeweils 1000 £ Preisgeld dotiert waren: Der eine zeichnete den besten Roman, der andere den besten Erstlingsroman aus. Die resultierenden acht regionalen Werke wurden anschließend vom länderübergreifenden Commonwealth Gremium begutachtet. Für den Gewinner des Preises für den besten Roman gab es ein Preisgeld von 10.000 £; der beste Erstlingsroman war mit 5000 £ dotiert. Schriftsteller und Preisrichter trafen sich zu einem finalen literarischen Programm in einem der Commonwealth-Länder.
Abschlussprogramm Das Abschlussprogramm fand jedes Jahr in einem anderen Land statt. Es umfasste die Feststellung der Sieger durch das Gesamtgremium sowie Lesungen und anderen Veranstaltungen. Eingeladen waren alle Schriftsteller, die zuvor einen der regionalen Preise gewonnen hatten.
2007 fand das Abschlussprogramm vom 20. bis 27. März zusammen mit dem Calabash International Literary Festival in Jamaika statt.
Nachfolgepreise mini|Logo: Commonwealth Short Story Prize 2012 und 2013 gab es ähnliche Preise mit geänderter Bezeichnung; seit 2014 wird der Preis nicht mehr verliehen. Stattdessen wird ein Preis für die beste Kurzgeschichte, der Commonwealth Short Story Prize, ausgelobt, den 2014 die ugandische Schriftstellerin Jennifer Makumbi erhielt., Website der Commonwealth Foundation (englisch), abgerufen am 6. Juli 2014 2018 gewann die nigerianisch-deutsche Schriftstellerin Efua Traoré für ihre Kurzgeschichte True Happiness den Commonwealth Short Story Prize for Africa. Preisträger Bester Roman 1987–2011 1987: Olive Senior, Summer Lightning 1988: Festus Iyayi, Heroes 1989: Janet Frame, The Carpathians 1990: Mordecai Richler, Solomon Gursky Was Here 1991: David Malouf, The Great World 1992: Rohinton Mistry, Such a Long Journey 1993: Alex Miller, The Ancestor Game 1994: Vikram Seth, A Suitable Boy 1995: Louis de Bernières, Captain Corelli's Mandolin 1996: Rohinton Mistry, A Fine Balance 1997: Earl Lovelace, Salt 1998: Peter Carey, Jack Maggs 1999: Murray Bail, Eucalyptus 2000: John Maxwell Coetzee, Disgrace 2001: Peter Carey, True History of the Kelly Gang 2002: Richard Flanagan, Gould's Book of Fish 2003: Austin Clarke, The Polished Hoe 2004: Caryl Phillips, A Distant Shore 2005: Andrea Levy, Small Island 2006: Kate Grenville, The Secret River 2007: Lloyd Jones, Mister Pip 2008: Lawrence Hill, The Book of Negroes 2009: Christos Tsiolkas, The Slap 2010: Rana Dasgupta, Solo 2011: Aminatta Forna, The Memory of Love
Bester Erstlingsroman 1987–2011 1989: Bonnie Burnard, Women of Influence 1990: John Cranna, Visitors 1991: Pauline Melville, Shape-Shifter 1992: Robert Antoni, Divina Trace 1993: Gita Hariharan, The Thousand Faces of Night 1994: Keith Oatley, The Case of Emily V 1995: Adib Khan, Seasonal Adjustments 1996: Vikram Chandra, Red Earth, Pouring Rain 1997: Ann-Marie MacDonald, Fall on Your Knees 1998: Tim Wynveen, Angel Falls 1999: Kerri Sakamoto, The Electrical Field 2000: Jeffrey Moore, Prisoner in a Red-Rose Chain 2001: Zadie Smith, White Teeth 2002: Manu Herbstein, Ama, A Story of the Atlantic Slave Trade 2003: Sarah Hall, Haweswater 2004: Mark Haddon, The Curious Incident of the Dog in the Night-time 2005: Chimamanda Ngozi Adichie, Purple Hibiscus 2006: Mark McWatt, Suspended Sentences: Fictions of Atonement 2007: D.Y. Bechard, Vandal Love 2008: Tahmima Anam, A Golden Age 2009: Mohammed Hanif, A Case of Exploding Mangoes 2010: Glenda Guest, Siddon Rock 2011: Craig Cliff, A Man Melting
Weblinks (Archivversion von 2012)
Einzelnachweise
Kategorie:Literaturpreis (Vereinigtes Königreich) Kategorie:Ehemalige Auszeichnung Kategorie:Erstverleihung 1987