Die Joynext Arena (Eigenschreibweise: JOYNEXT Arena) ist eine Mehrzweckhalle in der sächsischen Landeshauptstadt Dresden. Sie wird hauptsächlich als Eissport- und Ballsporthalle genutzt. Sie ist die Heimspielstätte der Dresdner Eislöwen aus der DEL. Aktueller Namensgeber ist der in Dresden ansässige Automobilzulieferer Joynext.

Geschichte Die ursprünglich 1969 erbaute Eissporthalle an der Pieschener Allee wurde während des Elbehochwassers 2002 stark beschädigt. Außerdem behinderte sie in der linkselbischen Dresdner Flutrinne des Ostrageheges den Abfluss der Wassermassen. Die Stadt Dresden entschied sich aus diesen Gründen für einen Ersatzneubau außerhalb der Flutrinne unter Verwendung von Fluthilfegeldern. Weitere Sportfördermittel des Freistaates Sachsen sowie Eigenmittel der Landeshauptstadt Dresden ermöglichten in der Zeit von Mai 2005 bis August 2007 neben dem Ersatz der eigentlichen Arena auch den Bau einer Trainingseishalle sowie einer 3000 Quadratmeter großen Drei-Felder-Ballspielhalle. Gebaut wurde die Anlage vom Bautzner Bauunternehmen Hentschke Bau.hentschke-bau.de: mini|links|Bauphase 2006

Die Baukosten betrugen etwa 29,7 Millionen Euro. Der ursprüngliche Entwurf des Münchner Architekturbüros Schmidt-Schicketanz und Partner sah nur Baukosten in Höhe von 23,7 Millionen Euro vor.Bettina Klemm: Erster Spatenstich für neue Dresdner Eishalle. In: Sächsische Zeitung, 10. Juni 2005. Aufgrund steigender Metallpreise sowie stark erhöhter Sicherheitsforderungen konnten die geplanten Kosten nicht eingehalten werden.Hallenmanagement Freiberger Arena Dresden, Eigenbetrieb Sportstätten und Bäderbetrieb der Landeshauptstadt Dresden. Der Namenssponsor wurden zunächst für drei Jahre das Brauereiunternehmen Freiberger Brauhaus und das Sportzentrum trug den Namen Freiberger Arena.

Im Februar 2012 kam es zu einer Havarie in der Eishalle. Durch Risse im Dachbelag drang über längere Zeit Wasser durch die Decke ein und beschädigte das Dämmmaterial und die gesamte Dachkonstruktion, zusätzlich gelangte das Wasser in den Innenraum und tropfte in die Eishalle. Sie war danach mehrere Wochen nur eingeschränkt nutzbarWasser dringt erneut in die EnergieVerbund Arena Dresden ein. In: Sächsische Zeitung, 17. Februar 2012., da das Dach zuerst notdürftig repariert werden musste.Juliane Richter: Neuer Rückschlag an der Eishalle. In: Sächsische Zeitung, 22. Februar 2012. Als Ursache für die Havarie wurde mangelhafte Bauausführung festgestellt.Juliane Richter: Baupfusch schuld an Eishallen-Havarie. In: Sächsische Zeitung, 15. März 2012. Da das Bauunternehmen, das das Dach errichtete, bereits früher Insolvenz angemeldet hatte, konnte keine Gewährleistung eingefordert werden und die Stadt Dresden musste für die Reparaturen aufkommen. Bis zum Oktober 2012 wurden die Arbeiten zur Reparatur des Daches abgeschlossen.Christiane Raatz, Juliane Richter: Misere um die Eishalle geht weiter. In: Sächsische Zeitung, 9. Oktober 2012.

Zwischen Dezember 2010 und Januar 2022 trug die Halle den Namen EnergieVerbund Arena, seither heißt sie Joynext Arena, nachdem der lokale Automobilzulieferer Joynext die Sponsorenrechte für zunächst drei Jahre erworben hatte.

Konzept Der Gebäudekomplex besteht aus der eigentlichen Arena, die im Erdgeschoss liegt und die gesamte Gebäudehöhe bestimmt, einer Trainingseishalle, die quer zur Arena angeordnet ist und deren Eisfläche etwas kleiner als die der Eisarena ist, einer Dreifeld-Ballspielhalle im Obergeschoss über der Trainingseishalle sowie einer 333 Meter langen Eisschnelllaufbahn im Außenbereich. In der Arena fanden bei Eishockeyspielen oder anderen Eisveranstaltungen zunächst 4412 Zuschauer (davon 2799 Sitz- und 300 V.I.P.-Plätze) auf zwei umlaufenden Rängen Platz. Zusammen mit einer notwendigen Fernsehübertragungsmöglichkeit und zwei Anzeigetafeln entsprach die Arena dem von der DEL geforderten 9000-Punkte-Plan, so dass die Dresdner Eislöwen auch nach ihrem Aufstieg in die oberste deutsche Eishockeyliga in der Halle verblieben.

2026 wurde die maximale Kapazität auf 4.552 Plätze erhöht. Nutzung mini|links|Eishockeyspiel Deutschland gegen Belarus am 21. April 2008 Das erste Spiel in der neuen Eishalle wurde am 15. August 2007 im Rahmen des Four-Points-Cups 2007 ausgetragen, bei dem die Eisbären Berlin gegen HC Energie Karlovy Vary ein 3:3-Unentschieden erreichten. Erster Torschütze in der Eisarena war Nationalstürmer Florian Busch mit dem 1:0 für die Eisbären. Die offizielle Eröffnung des Gesamtkomplexes fand vom 31. August bis zum 2. September 2007 statt.

Die Eisarena ist die Heimspielstätte der Dresdner Eislöwen, die in der Saison 2007/08 über 100.000 Besucher zu den 35 Heimspielen in die damalige Freiberger Arena lockten. In den Playoffs derselben Saison war die Eisarena mehrfach ausverkauft.dresden-fernsehen.de: [ Dresdner Eislöwen machen Aufstieg perfekt].

Neben den Eislöwen sind fast 50 Vereine und Sportabteilungen aus dem Eis- und Ballsport mit ihrem Trainings- und Wettkampfbetrieb in der Arena beheimatet. Zu diesen Nutzern gehört der Bundesstützpunkt Shorttrack. In der Eislaufsaison bietet die Arena täglich die Möglichkeit zum öffentlichen Eislaufen auf fast 5000 m² Eisfläche. Ein Tunnel verbindet die Trainingseishalle im Hauptgebäude mit der Eisschnelllaufbahn im Außenbereich, die ebenfalls für den Publikumslauf genutzt wird.

In der Arena gibt es zehn Kioske sowie das Restaurant mit Sportsbar „Auszeit“. Neben Sportübertragungen in der Sportsbar bietet das Restaurant Kegelbahn, Tischkicker und Vereinsräume mit gastronomischer Bewirtung. Darüber hinaus war es Ende der 2000er Jahre einmal im Monat Veranstaltungsort des Dresdner Sportstammtisches..

Technische Daten mini|Halle mit Sponsoren-Name „Freiberger-Arena“ mini|Halle mit Sponsoren-Name „Energieverbund-Arena“ Größe Halle: 93 m × 65 mfreiberger-arena.de: Größe Eisfläche: 60 m × 30 m

Veranstaltungen 3. Okt. 2007: Freiberger Prinzen-Nacht 24. Nov. 2007 und 26. Apr. 2008: „Universum Champions Night“ 3.–6. Jan. 2008: Deutsche Eiskunstlaufmeisterschaften 2. Mai 2008: DJ BoBo – „Vampires Are Alive“-Tour 12. Nov. 2008: Eröffnungsveranstaltung der Schacholympiade 9.–15. Feb. 2009: Shorttrack-Weltcup 22.–24. Jan. 2010: Shorttrack-Europameisterschaften 2010 18.–20. Feb. 2011: Shorttrack-Weltcup 14.–23. Apr. 2011: Eishockey-Weltmeisterschaft der U18-Junioren 2011 1.–5. Juni 2011: 33. Deutscher Evangelischer Kirchentag 21.–22. Jan. 2012: Deutsche Meisterschaften im Synchroneiskunstlaufen 8.–10. Feb. 2013: ISU Shorttrack-Weltcup 17.–19. Jan. 2014: Shorttrack-Europameisterschaften 2014 7.–8. Feb. 2015: ISU Shorttrack-Weltcup 6.–7. Feb. 2016: ISU Shorttrack-Weltcup 4.–5. Feb. 2017: ISU Shorttrack-Weltcup 12.–14. Jan. 2018: Shorttrack-Europameisterschaften 2018 15. Apr. 2018: Euro Hockey Challenge 2018 1.–3. Feb. 2019: ISU Shorttrack-Weltcup 1. und 3. Mai 2019: DJ Bobo – „KaleidoLuna“-Tour 7.–9. Feb. 2020: ISU Shorttrack-Weltcup 27. bis 29. Jan. 2023: ISU World Junior Short Track Championships 3. bis 5. Feb. 2023: ISU Shorttrack-Weltcup 5. Mai 2023: Dieter Bohlen – Das größte Comeback aller Zeiten 20./21. Mai 2023: DJ BoBo – EVOLUT30N Tour 2002 bis 2024: Eismärchen des Dresdner Eislauf-Club e. V. 24./25. Mai 2024 Deutsche Seniorenmeisterschaften Volleyball 17.–19. Jan. 2025: Shorttrack-Europameisterschaften 2025 31. Juli–3. Aug. 2025: Deutsche Meisterschaften Gerätturnen 2025

DEL All-Star Game 2008 Am 2. Februar 2008 fand in der EnergieVerbund Arena erstmals ein DEL All-Star Game außerhalb eines DEL-Standortes statt. Dabei trat eine Nordamerika-Auswahl der DEL-Spieler gegen eine Europa-Auswahl aus den DEL-Spielern an. Das Spiel gewann die Nordamerika-Auswahl mit 16:14 gegen die Europa-Auswahl.

Weblinks

Joynext Arena auf der offiziellen Website der Stadt Dresden Joynext Arena auf der offiziellen Website der Dresdner Eislöwen Joynext Arena auf hockeyarenas.net Kombinierte Eissport- und Ballspielhalle (Pressespiegel u. a. über den Architekturwettbewerb, Bilder) auf das-neue-dresden.de Eissportclub Dresden – Über die Spielstätte, Orientierungsplan Dresdner Eislöwen – Vereinsgeschichte, Bilder der alten und neuen Halle Dresdner Eislauf-Club – Vereinsgeschichte, Bilder der alten und neuen Halle Eislauf-Verein Dresden – Bilder der Eisschnelllaufbahn

Einzelnachweise

Kategorie:Eishockeystadion in Sachsen Kategorie:Sporthalle in Sachsen Kategorie:Erbaut 2007 Kategorie:Stadion in Dresden Kategorie:Dresdner Eislöwen Kategorie:Handball (Dresden) Kategorie:Sportstätte für Handball in Deutschland Kategorie:HC Elbflorenz Kategorie:Sportstätte für Volleyball in Deutschland