Die Goldgarbe (Achillea filipendulina), auch als Farnblättrige Schafgarbe, Hohe Schafgarbe, Hohe Garbe, Gold-Schafgarbe oder auch Gelbe Schafgarbe bezeichnet, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Schafgarben (Achillea) in der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Sie darf aber nicht mit Achillea tomentosa verwechselt werden, die auch Gelbe Schafgarbe genannt wird.
mini|Habitus, Laubblätter und Blütenstände Beschreibung
Vegetative Merkmale Achillea filipendulina ist eine ausdauernde krautige Pflanze. In Gärten anzutreffende Zuchtformen wie 'Parkers' und 'Coronation Gold' erreichen Wuchshöhen von 70 bis 150 Zentimetern, die Wildform von 70 bis 120 Zentimetern.
Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Der Blattstiel ist 0 bis 5 Zentimeter lang und an seiner Basis verbreitert. Die fiederschnittig Blattspreite ist 10 bis 20 Zentimeter lang und 3 bis 7 Zentimeter breit.
Generative Merkmale Die Blütezeit reicht von Juni bis September. Der scheindoldige Blütenstand enthält viele körbchenförmigen Teilblütenstände. In den Blütenkörbchen befinden sich jeweils 15 bis 30 2 bis 2,5 Millimeter lange Röhrenblüten und zwei bis vier gelbe Zungenblüten.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 18.
Ähnliche Arten Mit anderen Schafgarbenarten z. B. der Goldquirlgarbe (Achillea clypeolata) ist sie leicht zu verwechseln.
Vorkommen Die Goldgarbe ist ursprünglich im Kaukasusraum, in der Türkei, im Irak, Iran, Afghanistan, Tadschikistan und Kirgisistan verbreitet. Nach Powo kommt sie ursprünglich auch in Pakistan, Turkmenistan, Kasachstan, Usbekistan und im Gebiet von Syrien und Libanon vor. In anderen Ländern Europas wie in Spanien, Italien, Großbritannien und in der Ukraine und in Nordamerika ist sie ein Neophyt. In Spanien, Italien und Belgien kommt sie eingebürgert vor. In Deutschland kommt sie selten verwildert vor, so etwa in Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und in Thüringen.
Sie gedeiht an sonnigen Standorten auf durchlässigen ebenso wie sandigen und lehmigen Böden am besten. Sie ist recht anspruchslos, auch Zuchtformen brauchen nicht unbedingt menschliche Pflege, weshalb sie schnell aus Gärten verwildern.
Inhaltsstoffe Ätherische Öle im Stängel der Goldgarbe enthalten unter anderem Nerylacetat, Spathulenol, Carvacrol, Santolina-Alkohol und Caryophyllen. Die Hauptbestandteile des Blattes wurden als 1,8-Cineol, Campher, Ascaridol und Piperitonoxid identifiziert, diese Stoffe wirken antibakteriell gegen sowohl gramnegative und grampositive Bakterien.
Taxonomie Die Erstveröffentlichung von Achillea filipendulina erfolgte 1783 durch Jean-Baptiste de Lamarck in Encyclopédie Méthodique: Botanique, Band 1, Seite 27 erstbeschrieben. Synonyme für Achillea filipendulina sind: Tanacetum angulatum , Achillea eupatorium , Achillea ficifolia , Tanacetum angulare
Bilder
Quellen Datenblatt in der Flora of Pakistan. (engl.)
Einzelnachweise Werner Greuter (2006+): Compositae (pro parte majore). In: W. Greuter, Eckhard von Raab-Straube (Hrsg.): Compositae. Datenblatt Achillea filipendulina In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity.
Gerald Parolly: Asteraceae. In: Schmeil-Fitschen: Die Flora Deutschlands und angrenzender Länder. 98. Auflage. Verlag Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2024. ISBN 978-3-494-01943-7. S. 764.
Weblinks
Thomas Meyer: Datenblatt mit Bestimmungsschlüssel und Fotos bei Flora-de: Flora von Deutschland (alter Name der Webseite: Blumen in Schwaben).
Kategorie:Schafgarben