200px|mini|Butsunichi-an 200px|mini|Stufen führen hinauf zu Sanmon, dem Haupttor Der Engaku-ji (Kyūjitai: , Shinjitai: ; benannt nach dem Yuanjue jing (; jap. , Engaku-kyō)) ist ein buddhistischer Tempel in der japanischen Stadt Kamakura (Präfektur Kanagawa) und einer der Haupttempel der Rinzai-shū. Er liegt im Norden der Stadt im Stadtteil Yamanouchi nahe der Bahnstation Kita-Kamakura (Nord-Kamakura)tokyo-tokyo.com: Kita-Kamakura. Abgerufen am 7. Mai 2011.marcopolo.de: Kamakura: Sehenswertes – Reiseführer Japan. Abgerufen am 7. Mai 2011. an der von Tokyo ausgehenden Bahnlinie Yokosuka.
Geschichte Der Tempel wurde im Jahr 1282 unter der Bauherrschaft des Regenten Hōjō Tokimune (1251–1284) fertiggestellt. Ursprünglich war der Tempel für den chinesischen Chan-Mönch Lanxi Daolong (; jap. , Rankei Dōryū; 1213–1278) vorgesehen, der aber vor Abschluss des Baus verstarb. Der Tempel wurde daher den Opfern der Mongoleninvasionen in Japan umgewidmet und Tokimunes eigener Zen-Lehrer, Wuxue Zuyuan (; jap. , Mugaku Sogen; 1226–1286) als Vorsteher eingesetzt. Weitere, bedeutende und am Engaku-ji tätige chinesische Chan-Mönche waren Daxiu Zhengnian (; jap. , Daikyū Shōnen; 1214–1289) und Qingzhuo Zhengcheng (; jap. , Seisetsu Shōchō; 1274–1339).
Der Engaku-ji gehörte bereits früh zum Gozan-System und blieb die gesamte Kamakura-Zeit einer der wichtigsten Zen-Tempel sowie ein bedeutendes Zentrum sino-japanischer Kultur. Später fiel der Tempel aus der Gunst der Herrscher und musste ohne finanzielle Mittel der Regierung bis zur Edo-Zeit sein Dasein bestreiten, als die Tokugawa ihn zu unterstützen begannen. Viele der damals durch Erdbeben und Feuer zerstörten Gebäude wurden zu dieser Zeit unter dem Mönch Seisetsu Shūcho (; 1745–1820) wiederaufgebaut, wodurch der Tempel einen Großteil seiner heutigen Gestalt erhielt. Weitere bedeutende Mönche am Tempel in der modernen Zeit waren u. a. Imakita Kōsen (; 1816–1892), unter dem der Tempel zu einem der einflussreichsten Zen-Tempel des östlichen Japans wurde, und sein Schüler Shaku Sōen (1860–1919), der 1893 auf dem 1. Weltparlament der Religionen in Chicago die westliche Welt mit dem japanischen Zen bekanntmachte.
1923 wurde ein Großteil der Gebäude durch das Große Kantō-Erdbeben zerstört. Der Wiederaufbau dauerte mehrere Jahrzehnte.
Literatur S. Noma (Hrsg.): Engakuji. In: Japan. An Illustrated Encyclopedia. Kodansha, 1993. ISBN 4-06-205938-X, S. 342.
Weblinks
Offizielle Website – Japanisch Informationen auf rinnou.net – Englisch der Engaku-ji im Projekt „Kultur-in-Asien“: Geschichte und Beschreibung der Tempelanlage und Photo-Dokumentation Informationen auf A Guide to Kamakura – Englisch Informationen auf Kamakura Citizens Net – Englisch Fotostrecke – Japanisch Liste buddhistischer Tempel und Klöster in Japan
Einzelnachweise
Kategorie:Buddhistischer Tempel in Kamakura Kategorie:Zen Kategorie:Nationalschatz Japans (Bauwerk) Kategorie:Erbaut in den 1280er Jahren Kategorie:Landschaftlich Schöner Ort Japans