mini|alternativtext=Hermann von Wenckstern (1882–1964)|Hermann von Wenckstern Hermann von Wenckstern (* 4. Juli 1882 in Amalienhof bei Teterow; † 24. August 1964 in Freilassing) war ein Forst- und Volkswirt, Ministerialrat bei der Sächsischen Regierung und im Reichslandwirtschaftsministerium.
Hermann von Wenckstern stammte aus dem mecklenburgischen Adelsgeschlecht Wenckstern. Er wurde als Sohn des mecklenburgischen Gutsbesitzers Otto von Wenckstern (1847–1934) und dessen Frau Cäcilie (Magdalene Christiane), geb. von Thünen (1850–1929) geboren. Ab 1902 studierte er Landwirtschaft, später auch Volkswirtschaft, in Rostock,Siehe dazu die Erstimmatrikulation von Hermann von Wenckstern im Rostocker Matrikelportal Halle, Berlin und zum Schluss wieder in Rostock.Siehe dazu die dritte Immatrikulation von Hermann von Wenckstern im Rostocker Matrikelportal 1911 wurde er dort mit einer Arbeit über die Existenzbedingungen von Landarbeitern zum Dr. phil. promoviert. 1911 bis 1920 war Wenckstern Generalsekretär der Landwirtschaftskammer für das Herzogtum Oldenburg in Oldenburg.Niedersächsisches Landesarchiv Abt. Oldenburg, Dep 31 Akz. 2015/046 Nr. 244 M. Gegen Ende dieser Tätigkeit legte er weitreichende Vorschläge für den Ausbau der Oldenburgischen Kammer vor.Niedersächsisches Landesarchiv Abt. Oldenburg, Dep 31 Best. 266 Nr. 1 Nach auf Reisen in die Schweiz gewonnenen Eindrücken propagierte Wenckstern am Ende des Ersten Weltkriegs die Einführung des schweizerischen Süßpressfutterverfahrens im Herzogtum Oldenburg.Niedersächsisches Landesarchiv Abt. Oldenburg, Dep 31 Best. 266 Nr. 482. 1919/20 amtierte Wenckstern als Präsident der „Literaria“, einer Literaturgesellschaft Oldenburger Honoratioren. In der Revolutionszeit stand Wenckstern, ein Adliger und Professor, erstaunlicherweise 1919 kurzzeitig an der Spitze des Oldenburger Landes-Bauern- und Landarbeiterrates.Niedersächsisches Landesarchiv Abt. Oldenburg, Best. 136 Nr. 7894. Von 1926 bis 1943 war er Ministerialrat im sächsischen Staatsministerium und Professor an der Universität in Rostock, anschließend Ministerialrat im Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft.Niedersächsisches Landesarchiv Abt. Oldenburg, Rep 420 Best. 210 Nr. 4197. Von 1945 bis 1960 stand das Thünen-Archivs in Rostock unter seiner Leitung.
Als Urenkel von Johann Heinrich von Thünen war er besonders um dessen wissenschaftliches Werk bemüht. Er publizierte 55 Artikel und Beiträge, die meisten davon zu Thünen.
Veröffentlichungen (Auswahl) Hermann von Wenckstern: Existenz-Bedingungen sesshafter Landarbeiter. 2 Bände, Berlin: Parey 1909 (= Landwirtschaftliche Abhandlungen des Instituts für exakte Wirtschaftsforschung, Heft 1 und 4). Hermann von Wenckstern: Drei Zeitgenossen Thünens. Alexander von Lengerke – Lucas Andreas Staudinger – Caspar von Vogth. In: Wissenschaftliche Zeitschrift der Universität Rostock, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Reihe Jg. 4, 1954/55, S. 323–348 (umfangreiches Schriftenverzeichnis).
Einzelnachweise
Weblinks
Hermann von Wenckstern im Rostocker Matrikelportal
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