mini|hochkant|Jakob Albert Jacobs Jakob Albert Michael Jacobs (* 19. Mai 1812 in Antwerpen; † 9. Dezember 1879 ebenda) war ein belgischer Landschafts-, Marine- und Tiermaler.
Leben Jacobs war ein Sohn des Buchdruckers Josephus Michaël Jacobs und Marie-Thérèse oder Maria Theresia (geborene van Beethoven) und war mütterlicherseits mit Ludwig van Beethoven verwandt.
Er war anfangs für die Buchdruckerei bestimmt, doch bald gelang es ihm, von seinen Eltern die Erlaubnis zu erhalten, Maler zu werden. Er studierte die Malerei an der Kunsthochschule in Antwerpen bei Mathieu Ignace van Brée, Gustave Wappers und Ferdinand von Braekeleer. Er erhielt Zugang zu der Galerie von F. Van der Schrieck in Löwen, wo er dessen Gemäldesammlung studieren konnte und bildete sich hauptsächlich durch Studien der älteren Meister, wie Ludolf Bakhuizen, Claude Gellée und Willem van de Velde und Claude Joseph Vernet. Im Jahr 1833 debütierte er im Antwerpener Salon mit drei Werken, die allgemeinen Beifall fanden.
Er unternahm mehrere Studienreisen entlang der Küsten von Belgien, Frankreich und Holland und begab sich im Herbst 1838 für vier Monate nach Konstantinopel. Hier entstanden zahlreiche Bildnisse. Anschließend reiste er weiter durch Ägypten, Zypern, Griechenland, Kleinasien, Italien, England (Landon 1845), Deutschland (1847), Österreich und Russland, wo er sich insbesondere in Sankt Petersburg aufhielt. Auf einer zweiten Studienreise besuchte er England, Frankreich und Skandinavien (1855/56) und erneut Russland. Im Jahr 1843 wurde er als Lehrer für Landschafts-, Marine- und Tiermalerei an der Akademie in Antwerpen angestellt.
Bei seinem Aufenthalt in Landon nahm er 1845 an einer Ausstellung der Royal Academy of Arts aus. Die Deutschlandreise unternahm er gemeinsam mit seinem ehemaligen Lehrer Gustave Wappers.
Zu seinen Schülern gehörten: François Lamorinière, Isidore Meyers (1836–1917) und Théodore Verstraete (1850–1907).
Familie Am 12. April 1842 heiratete er Fräulein Johanna Maria Witteveen (–nach 1879). Mit ihr hatte er vier Kinder. ein Kind († 1843) Josephus Michaël Jacobus (19. April 1844–7. Mai 1879)Josephus Michael Jacobs Sterben am 9. Mai 1879 in Antwerpen, Antwerpen, Belgium / Antwerpen, Provinz Antwerpen (Belgien) openarchieven.nl (niederländisch). zwei Töchter, davon war eine, Jeanne Jacobs, ⚭ mit E. J. M. De Meyer Die Trauerfeier anlässlich seines Todes fand am 13. Dezember 1879 in der St.-Antonius-Kirche statt. Beigesetzt wurde er auf dem Friedhof der Gemeinde Merxem.Jacob Jacobs. In: De Vlaamsche School. 25. Jahrgang, 1879, S. 188–189 (niederländisch, dbnl.org).
Auszeichnungen (Auswahl) 1836: Medaille der Brüssler Kunstausstellung 1845: Goldene Medaille der Brüssler Kunstausstellung 1849: Ritter des Belgischen Leopoldsordens für das Bildnis vom Wrack der „Floridian“ 1864: Offizier des Leopoldsordens 1875: Ordentliches Mitglied der königlich belgischen Akademie als Nachfolger von Gustave Wappers in Antwerpen wurde die „Jacobsstraat“ nach ihm benannt
Werke (Auswahl) mini|Fischerboote am Strand 1833 mini|Das Goldene Horn von Konstantinopel Mit Schiffen belebte Marinen und über Felsen wild dahinbrausende Wasserfälle gelangen ihm besonders. 1833: Ein durch eine Bombe zerstörtes Haus 1833: Innenansicht der Zitadelle von Antwerpen nach der Beschießung 1833: Landung der Fischer an einem niederländischen Strand 1836: Strandansicht von Scheveningen (angekauft durch den belgischen Staat) 1841: Die Ruhe der Falkenjäger 1846: Aussicht vom Cap Colonna in Griechenland (Museum Weimar) 1848: Griechische See (zunächst 1861 Sammlung Wagner Berlin von dort an die Nationalgalerie Berlin) 1848: Rastende Araber in der Wüste (angekauft von König Leopold I.) 1849: Der Schiffbruch des Auswandererschiffs „Floridian“ an der Küste von Essex 28. Februar 1848 (Neue Pinakothek München, angekauft von König Ludwig I.) 1851: Ansicht eines Teils des Seehafens bei Konstantinopel im vollen Sonnenlichte (Neue Pinakothek München) 1852: Sonnenaufgang im Archipel (Neue Pinakothek München) 1852: Das Goldene Horn von Konstantinopel (mehrfach ausgeführt, Sammlung della Faille de Leverghem und Royal Collection im Osborne HouseThe Golden Horn, Constantinople 1853 rct.uk) Dorf Bulak am Nil (von Königin Victoria von England angekauft) 1854: Hafen von Kairo (Royal Collection im Osborne HouseCairo rct.uk) Ansicht des Serails in Konstantinopel (ursprünglich als Geschenk an den Sultan Abdülmecid I. angefertigt, von Baron Charles O’Sullivan de Grass erworben) 1855: Der Sarpfall des Glommen in Norwegen (Musée Moderne in Brüssel) 1857: Ruinen des Tempels von Karnak und Sognefjord in Norwegen (Vom Herzog von Brabant Leopold II. erworben)
Literatur
Jacob Jacobs. In: De Vlaamsche School. 25. Jahrgang, 1879, S. 188–189 (niederländisch, dbnl.org).
Eugène Warmenbol: L’Égypte vue par Florent Mols et Jacob Jacobs (1838–1839) : l’orientalisme en Belgique. Racine, Brüssel 2012, ISBN 978-2-87386-809-3 (französisch).
Weblinks
Jacob Jacobs (belgisch, 1812–1879) artnet.de Sterben am 12. Dezember 1879 in Antwerpen, Antwerpen, Belgium / Antwerpen, Provinz Antwerpen (Belgien) openarchieven.nl (niederländisch)
Einzelnachweise
Kategorie:Landschaftsmaler Kategorie:Maler (Belgien) Kategorie:Belgier Kategorie:Person (Antwerpen) Kategorie:Mitglied der Königlichen Akademie der Wissenschaften und Schönen Künste von Belgien Kategorie:Träger des Leopoldsordens (Ritter) Kategorie:Träger des Leopoldsordens (Offizier) Kategorie:Geboren 1812 Kategorie:Gestorben 1879 Kategorie:Mann