Dieter Geißler, auch Dieter Geissler (* 18. Januar 1939 in Beuthen, Provinz Oberschlesien), ist ein deutscher Schauspieler und Filmproduzent.

Leben Geißler erhielt eine Schauspielausbildung bei Ellen Mahlke. Nach ersten Bühnenerfahrungen und Auftritten in Fernsehserien begann er auch als Produktions- und Regieassistent zu arbeiten. 1965 gab er im englischen Fernsehen Deutschunterricht.

Von Klaus Lemke erhielt er 1967 die Hauptrolle in dessen erstem abendfüllenden Spielfilm 48 Stunden bis Acapulco. Geißler verkörperte hier den abenteuerhungrigen Aussteiger Frank Murnau. Danach trat er in der amerikanischen Serie Der Mann, den es nicht gibt auf, bevor er sich der Filmproduktion zuwandte.

Seine Produzentsfirma Dieter Geissler Film GmbH arbeitete in den siebziger Jahren bevorzugt mit italienischen Partnern zusammen. Sein größter Erfolg wurde 1982 Die flambierte Frau, womit er Gudrun Landgrebe zum Durchbruch verhalf. Für seine Beteiligung an der Romanadaption Die unendliche Geschichte erhielt er 1985 zusammen mit Bernd Eichinger und Günter Rohrbach den Bayerischen Filmpreis. Im Sommer 1990 gründete er auf dem ehemaligen DEFA-Gelände in Babelsberg die CineMagic Animation Studio GmbH & Co. Digital Effects KG, ein Spezialeffekt-Zentrum; die Firma besteht nicht mehr.

Filmografie 1966: Hexen von heute (Le streghe, nur Schauspieler) 1967: 48 Stunden bis Acapulco (nur Schauspieler) 1967: Geheimauftrag K (Assignment K, nur Schauspieler) 1968: Besessen – Das Loch in der Wand (Bezeten – Het gat in de muur, auch Schauspieler) 1970: Wunderland der Liebe – der große deutsche Sexreport (auch Regie) 1970: Das Pornohaus von Amsterdam (Blue Movie) 1971: Astrologie und Sexualität 1971: Malastrana (La corta notte delle bambole di vetro) 1971: Das Syndikat (La polizia ringrazia, auch Co-Drehbuch) 1971: Baron Blood (Gli orrori del castellodi Norimberga) 1972: Was? (Che?) 1973: Ludwig II. (Ludwig) 1972: Ohne Warnung (Sans sommation) 1973: Les Humphries – Es knallt und die Engel singen 1976: Zwei Supertypen räumen auf (I padroni della città) 1978: Neapolitanische Geschwister 1978: Disco-Fieber 1979: Egon Schiele – Exzesse 1980: Car-napping – bestellt – geklaut – geliefert 1981: Sei zärtlich, Pinguin 1982: Die flambierte Frau 1983: Abwärts 1984: Die unendliche Geschichte 1986: Für immer Lulu 1990: Die unendliche Geschichte II – Auf der Suche nach Phantásien 1991: Knight Moves – Ein mörderisches Spiel 1992: Die Tigerin 1992: Im Bann des Zweifels (Benefit of the Doubt) 1993: Die unendliche Geschichte III – Rettung aus Phantásien 1997: Tarzan und die verlorene Stadt

Literatur Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Dritter Band F – H. Barry Fitzgerald – Ernst Hofbauer, Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 215 f.

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