Lü Yue (; * 1. Dezember 1957 in Tianjin, Volksrepublik China) ist ein chinesischer Kameramann und Filmregisseur.
Leben Er studierte ab 1978 an der Pekinger Filmhochschule und begann nach dem Abschluss des Studiums seine Karriere als Kameramann. Als solcher war er erstmals 1984 an einem Film beteiligt, für Tian Zhuangzhuangs Lie chang zha sha. Dieser wurde in der Mongolei gefilmt. Daraufhin arbeitete er mit Yim Ho und Huang Shuqin.
Bekannt wurde Lü für seine Zusammenarbeit mit dem Regisseur Zhang Yimou. Mit diesem gemeinsam schuf er die Filme Leben! (1994), Shanghai Serenade (1995) und You hua hao hao shuo (1997). Für Shanghai Serenade gewann er mehrere Auszeichnungen; so etwa den New York Film Critics Circle Award und den Los Angeles Film Critics Association Award. Für denselben Film war er bei der Oscarverleihung 1996 für die „beste Kamera“ nominiert. Beim Regiedebüt der Schauspielerin Joan Chen, Tian yu (1998), übernahm er nicht nur die Kamera, sondern auch eine Schauspielrolle, als der Vater der fünfzehnjährigen Hauptfigur.
Zwischen 1987 und 1992 lebte er teilweise in Frankreich. Der französische Fernsehsender La Sept produzierte 1987 den Dokumentarfilm Nujiang – das verlorene Tal, seine erste Arbeit als Regisseur. Sein Spielfilmdebüt gab er erst 1998 mit Zhao Xiansheng über einen Lehrer, der sich nicht zwischen Ehefrau und Geliebter entscheiden kann. Der Film wurde beim Internationalen Filmfestival von Locarno mit dem Goldenen Leoparden ausgezeichnet. Mei ren cao (2003), Xiaoshuo (2006) und Shi san ke pao tong (2006) entstanden ebenfalls unter seiner Regie. Xiaoshuo wurde bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig 2007 in der Sektion Orizzonti aufgeführt.
Filmographie (Auswahl) Kamera 1984: Lie chang zha sha 1987: Tian pu sa 1994: Hua hun 1994: Leben! (Huozhe) 1995: Shanghai Serenade (Yao a yao yao dao waipo qiao) 1997: You hua hao hao shuo 1998: Tian yu 1999: Schöne neue Welt (Meili xin shijie) 2000: Piao liang ma ma 2000: Die Rückkehr des schwarzen Buddha 2002: Am anderen Ende der Brücke 2003: The Legend of the Evil Lake (Cheonnyeon ho) 2008: Red Cliff (Chìbì) 2012: Aftershock (Tángshān Dàdìzhèn)
Regie 1987: Nujiang – das verlorene Tal 1998: Zhao Xiansheng () 2003: Mei ren cao () 2006: Shi san ke pao tong () 2007: Xiao shuo ()
Weblinks
Biografie beim Internationalen Filmfestival von Locarno (englisch)
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