Das Coca-Cola 600 (bis 1984 World 600) ist ein 600-Meilen-Rennen in der NASCAR Cup Series. Das Rennen findet auf dem Charlotte Motor Speedway bei Charlotte im Bundesstaat North Carolina am Wochenende des Memorial Day, das heißt dem letzten Wochenende im Mai, statt. Mit einer Rennlänge von umgerechnet 966 km ist es das längste Rennen der NASCAR Cup Series, das längste regelmäßig auf einer Ovalrennstrecke stattfindende Rennen und nur 34 km kürzer als die übliche Distanz von 1000 km bei Langstreckenrennen.
Geschichte mini|links|Regnerische Bedingungen im Jahr 2009 Das Rennen wurde im Jahre 1960 ursprünglich als Konkurrenzveranstaltung zum Indianapolis 500 eingeführt. In den Jahren von 2002 bis 2004 erreichte es höhere Einschaltquoten als eben jenes. Bis ins Jahr 1974 fanden die beiden Veranstaltungen an unterschiedlichen Tagen statt, bevor sie beide auf den Sonntag als Austragungstermin gelegt wurden. Sowohl vor als auch nach der Zusammenlegung gab es Fahrer, die sowohl beim Coca-Cola 600 als auch beim Indianapolis 500 teilnahmen, wobei die Zahl nach der Zusammenlegung geringer wurde.
Als im Jahre 1992 eine Flutlichtanlage auf dem Speedway installiert wurde, wandten sich die Fans an das Management der Rennstrecke, das Rennen später am Tag zu starten, um der Hitze und hohen Luftfeuchtigkeit North Carolinas zu entgehen. Das Rennen sollten gegen Abend unter Flutlicht beendet werden, da die Temperaturen gegen Abend für die Zuschauer deutlich angenehmer sind. So wurde der Start in den 1990er Jahren immer wieder nach hinten verschoben, bevor er im Jahre 2001 auf 17:30 Uhr Ortszeit gelegt wurde. Dieser Zeitpunkt wurde gewählt, um das Rennen gegen 22 Uhr zu beenden, damit die Sender des FOX-Network zu dieser Zeit ihre Lokalnachrichten ausstrahlen können. Die Veränderung der Startzeit führte zu einer neuen Herausforderung. Nicht nur, dass die Teams beim Start des Rennens noch mit den hohen Temperaturen zu kämpfen haben, müssen sie sich mit Einbruch der Nacht auf vollkommen veränderte Streckenverhältnisse einstellen. Bei Dunkelheit wird die Rennstrecke mit einer Flutlichtanlage beleuchtet, die Parabolspiegel benutzt, um die Blendung der Fahrer zu minimieren.mini|links|Rennen im Jahr 2024.
Mit der Verlegung des Startzeitpunktes war es möglich geworden, dass Fahrer wieder sowohl beim Indianapolis 500 als auch beim Coca-Cola 600 antreten konnten, indem sie nach dem Ende des Rennens in Indianapolis mit dem Flugzeug nach Charlotte flogen. Ob dieses Vorgehen, bei zwei Rennen an einem Tag mit einer Distanz von 1100 Meilen gut für die Gesundheit ist und ein Sicherheitsrisiko darstellt, war unter Experten umstritten. Zumindest gibt es keine gesetzliche Regelung, die dieses Vorgehen verbietet. Die Diskussion wurde allerdings überflüssig, als im Jahre 2005 der Start des Indianapolis 500 um eine Stunde nach hinten verlegt wurde, um höhere Einschaltquoten zu erreichen. Dadurch verbleibt nur noch knapp eine Stunde für den Transfer von Indianapolis nach Charlotte.
Seit 2011 wurde der Start des Indianapolis 500 zurück zur Mittagszeit verlegt. Seitdem haben nur zwei Fahrer die sogenannte „Double Duty“ bestritten.
Mit der Einführung des Stage-Racing-Formats 2017 sollten ursprünglich die Etappen 1 und 2 des 600er-Rennens 115 Runden lang sein, während die dritte und letzte Etappe die restlichen 170 Runden umfassen sollte. Wenige Wochen vor dem Rennen wurde das Etappenformat geändert und eine vierte Etappe hinzugefügt. Somit wurde das Coca-Cola 600 zu dem Rennen mit der höchstmöglichen Punkteausbeute der Fahrer.
Mit der COVID-19-Pandemie wurde das Rennen vor leeren Zuschauerrängen abgehalten.
Bisherige Sieger 1960: Joe Lee Johnson 1961: David Pearson 1962: Nelson Stacy 1963: Fred Lorenzen 1964: Jim Paschal 1965: Fred Lorenzen 1966: Marvin Panch 1967: Jim Paschal 1968: Buddy Baker 1969: LeeRoy Yarbrough 1970: Donnie Allison 1971: Bobby Allison 1972: Buddy Baker 1973: Buddy Baker 1974: David Pearson 1975: Richard Petty 1976: David Pearson 1977: Richard Petty 1978: Darrell Waltrip 1979: Darrell Waltrip 1980: Benny Parsons 1981: Bobby Allison 1982: Neil Bonnett 1983: Neil Bonnett 1984: Bobby Allison 1985: Darrell Waltrip 1986: Dale Earnhardt 1987: Kyle Petty 1988: Darrell Waltrip 1989: Darrell Waltrip 1990: Rusty Wallace 1991: Davey Allison 1992: Dale Earnhardt 1993: Dale Earnhardt 1994: Jeff Gordon 1995: Bobby Labonte 1996: Dale Jarrett 1997: Jeff Gordon 1998: Jeff Gordon 1999: Jeff Burton 2000: Matt Kenseth 2001: Jeff Burton 2002: Mark Martin 2003: Jimmie Johnson 2004: Jimmie Johnson 2005: Jimmie Johnson 2006: Kasey Kahne 2007: Casey Mears 2008: Kasey Kahne 2009: David Reutimann 2010: Kurt Busch 2011: Kevin Harvick 2012: Kasey Kahne 2013: Kevin Harvick 2014: Jimmie Johnson 2015: Carl Edwards 2016: Martin Truex junior 2017: Austin Dillon 2018: Kyle Busch 2019: Martin Truex Jr. 2020: Brad Keselowski
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:NASCAR-Cup-Series-Rennen Kategorie:The Coca-Cola Company Kategorie:Sportveranstaltung in Concord (North Carolina) Kategorie:Erstveranstaltung 1960