In dieser Liste der Denkmale und Standbilder der Stadt Bremen sind die Denkmale, Statuen, Standbilder, Ehrenmale und Skulpturen der Freien Hansestadt Bremen aufgeführt. Einige von ihnen wurden im Laufe der Jahrzehnte von ihrem ursprünglichen Aufstellungsort entfernt, umgestellt, umgestaltet oder sogar zerstört. Dies ist unter dem Vorsatz Status vermerkt.
Brunnen werden ausdrücklich nicht aufgelistet. Diese sind in der Liste der Brunnen der Stadt Bremen zusammengefasst.
Denkmalgeschützte Gebäude sind in den Listen der Kulturdenkmäler der jeweiligen Stadt- und Ortsteile aufgeführt.
Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, wird aber fortlaufend ergänzt. Geordnet sind die einzelnen Werke zur besseren Übersicht nach ihrem Aufstellungsdatum, gegliedert in Jahrhundert und Jahr und eventuell noch feingliedriger in Monat und Tag. Sind zwei Denkmäler gleichzeitig (oder im selben Jahr) errichtet worden, sind sie in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt.
Ist das Datum der Einweihung unbekannt, wird das Werk entweder unten an die Liste angefügt oder einigermaßen sinnvoll eingefügt. (Wenn beispielsweise der Künstler, das Material, der Aufstellungsort und die Thematik identisch sind mit einem Werk aus einem bestimmten Jahr, ist anzunehmen, dass auch das Denkmal ohne Datum etwa dieser Zeit entstammt. Auch muss beispielsweise eine Statue, die 1860 umgesetzt wurde, vor diesem Zeitpunkt aufgestellt worden sein.)
Das kunsthistorisch und stadtgeschichtlich wichtigste Werk ist zweifelsohne der Bremer Roland auf dem Marktplatz. Eines der ältesten erhaltenen Denkmäler der Stadt ist – neben dem Roland – das Vasmer-Kreuz aus den 1440er Jahren. Die berühmteste Skulptur jedoch sind die Bremer Stadtmusikanten, welche zu den meistfotografierten Touristenattraktionen der Stadt zählen.
15. Jahrhundert Bremer Roland rand|rechts|100px
Errichtet: 1404 Anlass: Demonstration der weltlichen Macht gegenüber der Kirche Entwurf: unbekannt Ausführung: Claws Zeelleyher und Jacob Olde Material: Stein Aufstellungsort: auf dem Marktplatz mit dem Blick zum Bremer Dom () Besonderheiten: Der Bremer Roland ist die größte freistehende Plastik des deutschen Mittelalters und der Nachfolger eines hölzernen Vorgängers. Status: Der Originalkopf befindet sich im Focke-Museum. Info:
Vasmer-Kreuz rand|rechts|100px Errichtet: 1435 Anlass: Gedenken an die Hinrichtung des Bürgermeisters Johann Vasmer. Entwurf: unbekannt Ausführung: unbekannt Material: Stein Aufstellungsort: auf der Hinrichtungsstätte auf einem Mühlenberg beim Paulskloster vor Bremen Besonderheiten: Status: 1977 das Kreuz durch eine Replik ersetzt, Sockel original.Original steht im Focke-Museum, die Nachbildung in der Straße Am Steinernen Kreuz (). Info:
18. Jahrhundert Kleiner Roland rand|rechts|100px
Errichtet: 1737 Anlass: unbekannt Stifter: die 1. Neustädter Bürgerkompanie mit ihrem Vorsitzenden Leutnant Worminghausen Entwurf: Theophilus Wilhelm Frese Ausführung: Theophilus Wilhelm Frese und seine Werkstatt Material: Bremer Stein (Obernkirchener Sandstein) Aufstellungsort: im Pferdegang der Osterstraße in der Alten Neustadt Besonderheiten: Funktion: Brunnensäule Status: 1899 ans Nordende des Neuen Markts und 1965 an dessen Südende versetzt () Info:
19. Jahrhundert Linnaeus-Obelisk rand|rechts|100px Errichtet: um 1800 Anlass: Zum Gedenken der Naturforscher Carl von Linné, Albrecht Wilhelm Roth, Albrecht von Haller und Nikolaus Joseph von Jacquin. Entwurf: Jacob Friedrich Schultz, 1977 von Kurt Lettow restauriert Ausführung: Material: Aufstellungsort: Landschaftsgarten Höpkensruh () Besonderheiten: – Status: noch am selben Ort Info:
Olbers-Denkmal rand|rechts|100px
Errichtet: 11. Oktober 1850 Anlass: Ehrung des Arztes und Astronomen Heinrich Wilhelm Olbers. Entwurf: Carl Steinhäuser Ausführung: Carl Steinhäuser, Rom 1848 Material: Marmor Aufstellungsort: in den Wallanlagen () Besonderheiten: – Status: noch am selben Ort Info:
Gustav-Adolf-Denkmal rand|rechts|100px Errichtet: 4. September 1856 Anlass: Geschenk von 13 Bremer Bürgern an die Stadt(namentlich: Julius Franke, Johannes Fritze, Ältermann Ernst Ferdinand Gabain, Johannes Gustav Kulenkampff, Hermann Henrich Meier, Dr. Emil Meinertzhagen, Carl Melchers, Ludolf Mummy, Julius Quentell, Gerhard Heinrich Roessingh, Carl Tewes, Ältermann Johannes Tidemann)Eine Erinnerung an den Schwedenkönig Gustav II. Adolf dürfte eher unwahrscheinlich sein, da dieser in der Geschichte der Stadt Bremen keine Rolle gespielt hat. Entwurf: Sockel: Alexander Schröder Standbild: Benedict Fogelberg Ausführung: Bildgießerei Ferdinand von Miller, München Material: Unterbau: heller Euphotid Sockel: dunkler Gabbro-Granit Standbild: Bronzeguss Aufstellungsort: auf der Domsheide Besonderheiten: Das Denkmal wurde in München gegossen und war eigentlich für Göteborg bestimmt. Das Schiff lief jedoch vor Helgoland auf Grund. Einheimische Fischer versteigerten die Figur am 10. Juli 1852 als Strandgut an Bremer Bürger, die das Standbild der Stadt Bremen zum Geschenk machten.In der Stadt Göteborg wurde 1854 ein Zweitguss errichtet. Status: am 12. Juni 1942 für die „Metallspende“ abgebaut, Der Sockel wurde nach dem Krieg entfernt.
Steinhäuser-Vase rand|rechts|100px
Errichtet: 30. August 1856 Darstellung: Der Klosterochsenzug (die Verlosung zweier Ochsen zugunsten des Krankenhauses im ehemaligen Johanniskloster). Entwurf: Carl Steinhäuser, Berlin 1833 Ausführung: Carl Steinhäuser, Rom 1855 Material: Marmor auf gelbem Sandsteinsockel Aufstellungsort: in den Wallanlagen am Herdentor () Besonderheiten: Auch als Prunkvase bezeichnet. Im Winter kann die Vase nicht besichtigt werden, da sie als Schutz gegen Frostschäden eingehaust wird. Status: noch am selben Ort Info:
Von Kapff-Denkmal Eingeweiht: 25. Mai 1816 Anlass: Erinnerung an Herrmann von Kapff, geboren am 5. Mai 1794, Soldat der Hanseatischen Legion, gefallen als Lützower Jäger in der Schlacht bei Ligny am 16. Juni 1815 Entwurf: Jacob Ephraim Polzin Ausführung: Jacob Ephraim Polzin Material: Stein (Sockel) und Eisen (Eisernes Kreuz) Aufstellungsort: auf einem Bauernhof in Rockwinkel (Oberneuland) Besonderheiten: zwei Inschriften: „Das Leben ist der Güter höchstes nicht“ und „Ihrem Lieblinge errichtet die Freundschaft dieses Denkmal“ Status: 1860 auf den Herdentorfriedhof versetzt und 1923 zum Bau des Hauptpostamtes 5 erneut umgestellt, im Zweiten Weltkrieg zerstört Info:
Smidt-Denkmal rand|rechts|100px Errichtet: 1846 von der Bremischen Bürgerschaft gestiftet, 1848 vollendet, 5. November 1860 eingeweiht Anlass: Gedenken an Johann Smidt. Entwurf: Carl Steinhäuser Ausführung: Carl Steinhäuser Material: Marmor Aufstellungsort: ursprünglich in der Oberen Rathaushalle Besonderheiten: – Status: wurde in den Flur des ersten Stocks des Neuen Rathauses versetzt
Ansgar-Denkmal Errichtet: 3. Februar 1865 Motiv: Der Hl. Bischof nimmt einem vor ihm knienden Knaben das Joch ab. Anlass: 1000. Todestag von Erzbischof Ansgar. Initiator: unbekannt Stifter: Künstlerverein Entwurf: Carl Steinhäuser Ausführung: unbekannt Material: Marmorgruppe auf Sandsteinsockel Aufstellungsort: Ansgarikirchhof vor dem Gewerbehaus () Inschrift: . (‚Der starke Streiter, der in der Schlacht die Heiden zu Gott führt, hat sie auf den Weg zum Himmel gebracht.‘) Besonderheiten: – Status: am 1. September 1944 durch den einstürzenden Turm der Ansgari-Kirche zerstört. Info:
Körner-Denkmal rand|rechts|100px
Errichtet: 26. November 1865 Anlass: Gedenken an Theodor Körner. Initiator: H. C. Oldehoff (Bauunternehmer) Stifter: Theodor-Körner-Denkmalcomitè Entwurf: Johann Andreas Deneys Ausführung: Erzgießerei F.Chopin, St. Petersburg Material: schwarzer Granit (Sockel) und Bronzeguss (Figur) Aufstellungsort: in der Straße Körnerwall (ursprünglich: Am Körnerwall) () Inschriften: am ersten Granitsockel (bis 1949): „Th. Körner“ am späteren, mit Sandstein bekleideten Sockel: „THEODOR KÖRNER / 1791–1813“ Besonderheiten: Im Sommer 2021 wurde das Standbild repariert und auf einen neuen Granitsockel gestellt. Status: noch am selben Ort Info:
Kriegerdenkmal 1870/71 Errichtet: 15. Dezember 1872 Anlass: Ehrung der 1870/71 gefallenen Söhne der (bis 1901 selbständigen) Gemeinde Walle Entwurf: unbekannt Ausführung: unbekannt Material: unbekannt Aufstellungsort: auf dem Waller Friedhof Besonderheiten: – Status: 1899 auf den Ritter-Raschen-Platz versetzt ()
Lüben-Bank errichtet: 1874 oder wenig später Anlass: Stiftung Bremer Volksschullehrer zur Erinnerung an den Reformer des Bremer Lehrerseminars August Lüben (1804–1874) Entwurf und Ausführung: unbekannt Material: Stein Aufstellungsorte: 1. Herdentorsfriedhof; 2. Weg zum Bürgerpark (um 1950); 3. Gelände der PH an der Langen Reihe Info: Lit.: Wiltrud Ulrike Drechsel: Geschichte im öffentlichen Raum. Denkmäler in Bremen zwischen 1435 und 2001. Bremen:Donat, 2011, S. 20–21
Siegfried, der Drachentöter rand|rechts|100px
Errichtet: 1875 erschaffen, 1890 in Bremen als Brunnenfigur hergerichtet Anlass: Nordwestdeutsche Gewerbe- und Industrieausstellung 1890 Entwurf: Constantin Dausch Ausführung: Constantin Dausch Material: Marmor Aufstellungsort: an der Westseite des Parkhotels (). Besonderheiten: Brunnenfigur eines provisorischen Springbrunnens, dessen Wasserstrahl aus dem Drachenmaul kam, Status: noch am selben Ort Info:
Kriegerdenkmal 1870/71 rand|rechts|100px Enthüllt: 5. Dezember 1875 Anlass: Ehrung der im Deutsch-Französischen Krieg gefallenen Bremer Entwurf: Karl Keil Ausführung: Stufenunterbau und Sockel: Kessel & Röhl, Berlin Relieffries und Kriegerfigur: Erzgießerei Gladenbeck, Friedrichshagen bei Berlin Material: Stufenunterbau: Stein Sockel: Granit Relieffries: Bronzeguss Kriegerfigur: Bronzeguss Aufstellungsort: auf der Hauptpromenade am Ansgariitor Besonderheiten: Der Sockel trug außer der Widmungsinschrift und den Namen der gefallenen Bremer noch ein Rundrelief mit Szenen der Schlacht bei Sedan. Status: 6. Juni 1942 – Abgabe der Bronzeteile zur Einschmelzung Info:
Altmann-Büste rand|rechts|100px
Errichtet: 1877 Anlass: Ehrung von Isaak Altmann, Schöpfer der Bremer Wallanlagen, zu dessen hundertsten Geburtstag Entwurf: Diedrich Kropp Ausführung: ? Material: Bronze Aufstellungsort: auf der Doventor-Bastion in den Wallanlagen Besonderheiten: – Status: 1944 zerstört, 2002/03 rekonstruiert und in der Nähe des früheren Standortes, auf der ehemaligen Ansgari-Bastion, aufgestellt(). Den alten Standort hat 1955 der Berliner Bär eingenommen. Info:
Musica rand|rechts|100px Errichtet: 1877 Anlass: unbekannt Entwurf: Constantin Dausch Ausführung: Constantin Dausch Material: Marmor Aufstellungsort: im Park von Schloss Mühlenthal in St. Magnus Besonderheiten: – Status: 1933 in den Bürgerpark versetzt () Info:
Jüngling und Schicksalsgöttin rand|rechts|100px Errichtet: 1878 Anlass: unbekannt Entwurf: Constantin Dausch Ausführung: Constantin Dausch Material: Marmor Aufstellungsort: im Park von Schloss Mühlenthal in St. Magnus Besonderheiten: – Status: 1933 in den Garten der Meierei im Bürgerpark versetzt () Info:
Musik rand|rechts|100px Errichtet: 1885 Anlass: unbekannt Entwurf: Diedrich Kropp Ausführung: Diedrich Kropp Material: Marmor Aufstellungsort: am Hollersee () Besonderheiten: – Status: noch am selben Ort Info:
Tanz rand|rechts|100px Errichtet: 1885 Anlass: unbekannt Entwurf: Diedrich Kropp Ausführung: Diedrich Kropp Material: Marmor Aufstellungsort: am Hollersee () Besonderheiten: – Status: noch am selben Ort Info:
Gedächtnistempel rand|rechts|100px Errichtet: 1887 Anlass: Zum Gedächtnis an Diedrich Heinrich Wätjen und Christian Heinrich Wätjen. Entwurf: Büste: Constantin Dausch, Tempel: - Ausführung: - Material: Büste: Marmor, Tempel: Naturstein Aufstellungsort: Blumenthal, Wätjens Park ()