mini|Gedenktafel im Hansaviertel
Erich Wilhelm Bruno Grimmek (* 16. Januar 1902 in Berlin;Geburtsregister StA Berlin I/II, Nr. 86/1902. † 3. Dezember 1969 ebendaSterberegister StA Wilmersdorf von Berlin, Nr. 3077/1969.) war ein deutscher Architekt. Von 1928 bis zum Eintritt in den Ruhestand 1964 arbeitete er für die Berliner Bauverwaltung.
Leben Grimmek studierte nach einer einjährigen Maurerlehre Architektur an der Baugewerbeschule Berlin. Nach dem Studium arbeitete er im Architekturbüro von Hans Poelzig. 1927 ging er nach Gera. In der Zeit des Nationalsozialismus entwarf er unter Leitung des Generalbauinspektors für die Reichshauptstadt Albert Speer Verwaltungsgebäude für Berlin. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er Leiter der Entwurfsabteilung des Hochbauamtes von West-Berlin. Er entwarf einige Gebäude auf dem Messegelände Berlin und Erweiterungen der Technischen Universität Berlin sowie die Gedenkstätte Plötzensee. Im Auftrag der Bundesanstalt für Arbeit entwarf er die Baupläne für das Arbeitsamt Wedding.
Im Rahmen der Internationalen Bauausstellung 1957 entwarf Grimmek mit Mitteln des Marshallplans das Amerika-Haus in der Hardenbergstraße. Außerdem war er am Bau von zahlreichen U-Bahnhöfen der U-Bahnlinien 3, 6 und 9 beteiligt, die Ende der 1950er Jahre gebaut wurden. Seine Entwürfe setzen stilistisch die Tradition des sachlichen Bauens von Alfred Grenanders U-Bahnhöfen fort.
Bauten (Auswahl) 1950: George-C.-Marshall-Haus auf dem Messegelände Berlin (mit Werner Düttmann) Henriette Heischkel: Das Marshall-Haus auf dem Berliner Messegelände – Ein Repräsentationsbau der USA von Bruno Grimmek. In: INSITU. Zeitschrift für Architekturgeschichte, 2/2009, S. 262–276. 1951–1952: Gedenkstätte Plötzensee 1954–1956: Institutsbauten der Technischen Universität Berlin, Fasanenstraße 89–90 1955–1962: Neubauten der Königlichen Porzellan-Manufaktur in Berlin 1962–1965: Wiederaufbau der Blumengroßmarkthalle in Berlin-Kreuzberg 1956–1957: Amerika-Haus (Berlin) 1957: Palais am Funkturm (mit Werner Düttmann) 1957: Hansa-Grundschule Berlin-Hansaviertel 1960: Otto-Suhr-Institut 1966: Landesbildstelle, Wikingerufer 7 U-Bahnhöfe Alt-Tegel, Borsigwerke, Holzhauser Straße, Otisstraße, Scharnweber Straße, Kurt-Schumacher-Platz, Afrikanische Straße, Alt-Tempelhof, Hansaplatz, Turmstraße, Birkenstraße, Westhafen, Amrumer Straße, Rehberge, Leopoldplatz, Spichernstraße, Zoologischer Garten (U9) und Kurfürstendamm inkl. Zugangsgebäude.
Galerie
Literatur Henriette Heischkel: Bauen in West-Berlin 1949–1963: Die Rolle der Bauverwaltung im Spannungsfeld von Kunst und Politik. Gebrüder Mann Verlag, Berlin 2018. Henriette Heischkel: Das Marshall-Haus auf dem Berliner Messegelände – Ein Repräsentationsbau der USA von Bruno Grimmek. In: INSITU. Zeitschrift für Architekturgeschichte. Nr. 2, 2009, S. 262–276.
Weblinks
Bruno Grimmek. Architektenporträt auf der Website Hansaviertel Berlin des Bürgervereins Hansaviertel e. V. Werke von Bruno Grimmek in der Denkmaldatenbank der Stadt Berlin C/O Berlin im Amerika Haus. Sanierung und Rückführung eines 1950er Jahre Baus in den Ursprungszustand . BauNetz Wissen
Einzelnachweise
Kategorie:Architekt im Nationalsozialismus Kategorie:Architekt (Berlin) Kategorie:Person (Berliner Verwaltung) Kategorie:Person (U-Bahn) Kategorie:U-Bahn Berlin
Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1902 Kategorie:Gestorben 1969 Kategorie:Mann