Tuonela ist das vierte Studioalbum der finnischen Metal-Band Amorphis. Es erschien im März 1999. Mit Tuonela endete die Death-Metal-Zeit von Amorphis.
Entstehung und Veröffentlichung Vor den Aufnahmen hatte Amorphis eine längere Schaffenspause eingelegt. Die Produktion des Vorgängeralbums Elegy war sehr anstrengend, unter anderem weil die Band in mehreren Studios aufnehmen musste, außerdem war es das erste Album, das Amorphis nicht selbst produzierte. Nach diesem Album versuchte die Band, mit Tuonela die Aufnahmen und den Klang einfacher zu halten, unter anderem wurden die Stücke ohne Keyboard geschrieben und aufgenommen, nur in Einzelfällen wurden später Keyboardspuren hinzugefügt, die der Gastmusiker Santeri Kallio beisteuert. Als weiterer Gast trat Sakari Kukko auf, der für Nightfall und Tuonela Saxophon und für Rusty Moon Flöte spielte.
Tuonela erschien am 29. März 1999 bei Relapse Records, in Europa bei Nuclear Blast und in Finnland bei Spinefarm Records. Die Single Divinity wurde am 6. Februar 1999 im Vorfeld des Albums veröffentlicht. Am 29. März 1999 erschien Tuonela auf Vinyl-Schallplatte bei Nuclear Blast.Tuonela LP bei Amazon.de (deutsch, abgerufen am 10. August 2007)
Neben der normalen Version existiert eine japanische Ausgabe des Albums mit dem zusätzlichen Stück Northern Lights, das bereits auf der Single Divinity als B-Seite veröffentlicht wurde.
Titelliste The Way – 4:35 Morning Star – 3:50 Nightfall – 3:52 Tuonela – 4:32 Greed – 4:17 Divinity – 4:56 Shining – 4:24 Withered – 5:44 Rusty Moon – 4:56 Summer’s End – 5:37 Northern Lights (Bonustrack) – 3:18
Die Texte wurden von Pasi Koskinen geschrieben, Summer’s End jedoch von Ike Vil von der Band Babylon Whores. Erstmals verzichtete die Band auf die Nennung von Kompositionsbeiträgen einzelner Mitglieder und gab stattdessen Music by Amorphis als Hinweis auf den Urheber der Lieder an.
Stil Musik Die Band sagt, Tuonela sei . Entgegen vorherigen Aussagen der Band verzichtete sie bis auf das Stück Greed auf gutturalen Gesang,Garry Sharpe-Young: Amorphis – Unique, Detailed Biography auf musicmight.com, 23. April 2007 (englisch, abgerufen am 19. Juni 2007) insgesamt ist Tuonela ein progressives Doom-Metal-Album. Bemerkenswert ist hierbei, dass die Growls auf Greed von Pasi Koskinen stammten, während auf den beiden Vorgängeralben Gitarrist Tomi Koivusaari für diese Gesangsform verantwortlich war. Jedoch waren dies die letzten derartigen Einsätze bis zum Album Eclipse aus dem Jahr 2006.
Kai Wendel bemerkte im Rock Hard Nr. 143 folgendes zum Stil des Albums:
Texte und Cover Die Texte entstammen nicht mehr direkt der finnischen Dichtung, sondern sind nur noch von alten Sagen inspiriert.Andrea Veyhle: Amorphis: Finnische Kebaps, gebrochene Knochen, drei Gitarristen und serbische Diktatoren …! Vampster.com, 12. Mai 1999 (deutsch, abgerufen am 16. Juni 2007) Der Albumtitel bezeichnet das finnische Reich der Toten.
Erfolge und Kritik
Sowohl das Album als auch die zugehörige Single „Divinity“ erreichten die Top-10 in Finnland. Von den großen Metalmagazinen wurde das Album mit guten Kritiken bedacht. Im deutschen Metal Hammer wurde Tuonela zum „Album des Monats“ gekürt.metal-hammer.de (Forum): (Fast) Alle Metal Hammer-Soundchecksieger Auch im Rock Hard kam das Album in der Monatsauswertung unter die besten zehn Alben, Redakteur Kai Wendel zog jedoch auch kritische Schlüsse:
Tuonela enttäuschte aber viele Fans durch den überwiegenden Verzicht auf gutturalen Gesang.„Truhe“: CD-Review: Tuonela auf Metal.de, 15. April 1999 (deutsch, abgerufen am 29. Juli 2007) Der Band wurde häufig ein musikalischer Ausverkauf vorgeworfen,Vincent Jeffries: [ Review: Tuonela] im All Music Guide (englisch, abgerufen am 29. Juli 2007) nur selten wurde Amorphis zugestanden, „Necrotos“ von Metal.de prophezeit:
Einzelnachweise
Kategorie:Amorphis Kategorie:Album (Death Doom) Kategorie:Album 1999 Kategorie:Album (Progressive Rock)