Der Skateboarder-Jargon besteht weitgehend aus englischen Wörtern, die anstatt der deutschen Übersetzung übernommen wurden. Diese Liste beinhaltet die bekanntesten Skateboardbegriffe, wohingegen Skateboardtricks hier nicht aufgelistet werden.

180° 180°-Drehung des Skateboards um die eigene Achse mitsamt Fahrer (je nachdem backside oder frontside). Die größte Rotation, die bis jetzt von Skateboardern erreicht wurde, umfasst 1260° (auf einer Mega-Ramp durch Mitchie Brusco, August 2019). Entsprechendes gilt für Tricks wie 360°, 540°, 720° usw. (Gesprochen werden die Gradzahlen one-eighty, three-sixty usw.)

A A Der Härtegrad der Rollen wird in A gemessen. Der Durchschnittswert liegt bei etwa 100 A. Acid Drop Wenn der Skater in eine Half- oder Quarter-Pipe springt. Der Name kommt daher, dass der erste Skater, der diesen Trick machte, oft unter Einfluss von Acid (LSD) gestanden haben soll. Allterrainboard Ist optisch und technisch eine Mischung aus Skateboard und Snowboard. Am Abkürzung für einen Amateur-Skater. Ankle Roll Für Skateboarder typische Verletzung, bei dem der Skater mit dem Fußknöchel zumeist nach innen umknickt. Oft geschieht dieses dadurch, dass der Fuß beim „Catchen“ eines Tricks zu weit nach vorn gesetzt wird und bei der Landung über das Tail beziehungsweise die Nose „rollt“. Assknife Das Skateboard richtet sich senkrecht auf und verletzt die genitale oder auch rektale Region des Skaters. Auch No-Family bzw. Second Asshole genannt.

B Bail Kontrollierter Sturz, bei dem der Skater schon während der Trickausführung den Trick abbricht, um einen Sturz zu vermeiden. In der Halfpipe lässt man sich z. B. mit den Schonern in die Transition fallen und fängt den Schwung damit einfach ab. Backside Engl. für Rückseite. Abkürzungen: bs oder b/s. Beschreibt, mit welcher Körperseite sich in Fahrtrichtung gedreht wird oder ein Objekt hinter sich gelassen wird. (Gegenteil von Frontside) Bank Auf Deutsch „Ufer“. Eine Schräge, die meistens nicht für das Skaten gedacht ist. Mittlerweile ein sehr häufig vorkommendes Obstacle in Skateparks. Baseplate Grundplatte einer Skateboardachse. Sie verbindet den Hanger mit dem Deck. Bearings Engl. für Kugellager. Boardcatcher Dient dazu, ein Skateboard auf der Rückseite eines Rucksacks zu fixieren. Bolts Die Schrauben, die das Deck mit der Achse verbinden. Pro Achse werden vier Schrauben benötigt. Es gibt zwei Sorten von Bolts: Kreuzschrauben und Inbus. Bomb Drop Ähnlich dem Acid Drop, nur dass hier von einem höher gelegenen Objekt in eine Quarter- beziehungsweise Halfpipe gesprungen wird. Danny Way ist für seinen Bomb Drop von der Gitarre vor dem Hardrock Hotel in Las Vegas, Nevada, bekannt. Es wurde auch schon ein Bomb Drop aus einem Hubschrauber gemacht (ebenfalls von Danny Way). Bushings Engl. für Lenkgummis. Befinden sich in den Achsen und ermöglichen das Lenken mit dem Skateboard und sind in verschiedenen Härtestufen erhältlich. (Siehe Cushion)

C Cab Abkürzung für den Caballerial, ein Trick, den Steve Caballero in den Achtzigern erfunden hat. Er machte als erster einen Fakie Backside 360°, ohne dabei das Skateboard anzufassen (in der Halfpipe). Der Begriff Cab bzw. Halfcab (180°) ist heutzutage ein gängiger Begriff und wird in vielen Extremsportsarten verwendet (Snowboard, Skateboard usw.). Catchen Wenn man das Skateboard nach einem Fliptrick wieder mit den Füßen „einfängt“ und Richtung Boden drückt. Chips Abgesplitterte Holzstücke des Decks. Clean Sauberes Landen nach einem Trick (Gegenteil von Sketchy). Combo Durch die Kombination mehrerer Tricks lassen sich nahezu unendlich viele Variationen kreieren. Concave Die leichte Wellung an den Kanten moderner Decks. Sie erleichtert das Ausführen von Fliptricks. Coping Rundes Metallrohr an der oberen Kante einer Rampe. Credit Card Engl. für Kreditkarte. Gemeint ist damit, dass sich das Skateboard beispielsweise beim Versuch eines Tricks aufrechtstellt und somit den Genitalbereich des Skaters verletzt. Die Bezeichnung kommt daher, da dieses Malheur dem „Einchecken“ einer Kreditkarte gleicht (s. o. „Assknife“). Curb Engl. für Bordstein bzw. Kante. Gemeint ist ein Hindernis mit einer ebenmäßigen Kante, an dem durch Slides oder Grinds entlang gerutscht werden kann. In Amerika wird es auch „Ledge“ genannt. Cushions Engl. für Dämpfungsscheibe. Lenkgummis in den Achsen.

D Deck Nur das Brett ohne Achsen und Rollen. Meistens aus kanadischem Ahorn gefertigt. Allerdings wird es in vielen Fällen auch für die Bezeichnung des ganzen Bretts mit Achsen und Rollen verwendet, allerdings entspricht dieses nicht der wirklichen Bedeutung. Doh-Doh Gummiringe, die sich zwischen den Achsen eines Skateboards befinden. Sie dienen zur Dämpfung der Kraft, die auf die Achse drückt und dem Lenken des Boards (Lenkgummis). Double-Set Treppenset mit Unterbrechung, z. B. Treppe mit 3 Stufen, anschließend 1 m Fläche, dann wieder eine Treppe mit 3 Stufen. Downhill Beschreibt das Herunterfahren von einem Berg oder einer erhöhten Fläche. Dafür wird meistens ein Longboard benutzt.

E Elevator Engl. Fahrstuhl. Beschreibt eine Quarterramp, die allmählich kleiner oder größer wird und das Coping dementsprechend fällt oder steigt. Endo Der Skater verliert durch eine Gewichtsverlagerung nach vorne die Kontrolle über sein Skateboard, das dann nach hinten „wegschießt“. (Gegenteil von Mr. Wilson, wird daher auch als Mrs. Wilson bezeichnet)

F Fakie „Fakie fahren“ heißt, in seiner normalen Stellung auf dem Board zu stehen und rückwärts anstatt vorwärts fahren. Flatland So bezeichnet man eine ebene Fläche ohne jegliche Rampen oder Erhöhungen, auf der man skaten kann. Flatrail Metallrohr zum Grinden oder Sliden ohne Steigung bzw. Gefälle parallel zum Boden. Flatspot Ungleichmäßige Abnutzung einer Rolle. Macht sich durch ein „knatterndes“ Geräusch sowie ein verschlechtertes Fahrgefühl und eine geringere Geschwindigkeit bemerkbar. Flip Trickkategorie, bei der das Skateboard eine Drehung um eine oder mehrere Achsen vollzieht (siehe Skateboardtrick) Flowboard Eine Form des Skateboards, welche die Eigenschaften eines Snowboards nachzuahmen versucht. Footage Footage ist das bei Film- oder Fotosessions aufgenommene Material vom Skateboarden, das häufig als „Throw-Away-Footy“ im Internet landet oder in Videokompilationen der jeweiligen Gruppe der Öffentlichkeit preisgegeben wird. Freakout Der Freakout bezeichnet das Ausrasten eines Skaters, nachdem er beispielsweise einen Trick nicht gelandet hat. Hierbei wird meistens das Skateboard zum Opfer. Freeboard Skateboardähnliches Brett, welches das Fahrverhalten eines Snowboards auf Asphalt simuliert. Freestyle Ältere Skateboard-Disziplin, bei der ähnlich wie beim Eiskunstlauf auf einer ebenen Fläche eine möglichst flüssige und schnelle Trickfolge abgearbeitet wird. Die Tricks werden oft bei langsamen Tempo oder sogar im Stand durchgeführt. Wird heute nur noch von einem kleinen Fahrerfeld praktiziert. Kann als Vorgänger des heutigen Flatland Skateboarding gesehen werden. Frontside Engl. für Vorderseite. Abkürzungen: fs oder f/s. Beschreibt, welche Körperseite bei einer Drehung nach vorne zeigt, oder auf welcher Körperseite sich ein Objekt beim Grinden befindet (Gegenteil von Backside). Funbox Gängiges Obstacle in Skateparks. Bestehend aus einer großen Box mit schrägen Auf- und Abfahrtsflächen. Wahlweise mit Rails und Ledges. Fullpipe Engl. für „ganzes Rohr“. Ein mehrere Meter großes Rohr, in dem gefahren werden kann.

G Gap Engl. für Lücke oder Loch. Gemeint ist ein Absatz, oft von einer höher gelegenen Ebene zu einer tiefer gelegenen, über die gesprungen wird bzw. über die Tricks ausgeführt werden. Goofy Eine der beiden Grundstellungen auf dem Skateboard (vergleiche mit Regular). Der rechte Fuß steht dabei vorne. Grab Engl. für greifen. Eine Trickkategorie, bei der man mit der Hand nach dem Skateboard greift (siehe Skateboardtrick). Grind Engl. für schleifen. Eine Trickkategorie, bei der mittels der Achsen über ein Hindernis (z. B. Curb) gerutscht wird (siehe Skateboardtrick). Griptape Schleifpapierartiges Material, das auf die Oberseite des Skateboards geklebt wird, um mehr Halt auf dem Brett zu haben.

H Halfcab Halber Caballerial (Fakie Backside 180°). Hang-Up Meistens bei Transition-Skating zu sehen. Der Skater bleibt mit der vorderen oder hinteren Achse am Coping hängen. Halfpipe Engl. für „halbes Rohr“. Eine Konstruktion wie ein halbes Rohr. Heutzutage jedoch meistens mit einem flachen Abschnitt, Flat genannt, in der Mitte. Handrail Engl. für Handstange bzw. Treppengeländer. Skateboarder machen daran Grinds oder Slides. Hanger Oberer Teil einer Skateboardachse, ermöglicht die Lenkung und verbindet die Rollen mit dem Baseplate. Hammer Sind äußerst gefährliche und/oder technisch anspruchsvolle Tricks, die meistens zum Schluss von Skatevideoparts kommen. Dieser Ausdruck wurde von Jim Greco eingeführt. Die Steigerung von 'Hammers’ sind 'after black Hammers’ und bezieht sich auf einen Videoschnittstil, bei dem man zuerst den Eindruck vermittelt bekommt, der Videopart wäre nach den gezeigten Hammers vorbei, aber nachdem das Bild zu schwarz ausfadete, werden dann, meistens in Zeitlupe und mit epischer Musik untermalt, erst die härtesten Tricks des Skaters gezeigt. Hippie Jump Das Board rollt unter einem Hindernis durch. Der Skater springt ohne das Board über das Hindernis und landet danach wieder auf dem Skateboard. Hubba Hubba bezeichnet eine abwärts führende Ledge, z. B. Stufen herunter.

I Inch Amerikanische Maßeinheit, in der auch die Breite von Decks gemessen wird. Ein Inch (dt. Zoll) entspricht 2,54 cm. Die Deckbreite eines Skateboards liegt im Bereich von 7 bis fast 9 Inch. InYourFace Engl. für „In dein Gesicht“. Beschreibt eine Verletzungsart, die meistens beim Ausführen eines Fliptricks passiert. Der Skater verliert die Kontrolle über sein Skateboard, das ihm dann unbeabsichtigt ins Gesicht springt.

J mini|Jacky Wacky Kickflip Revert Jacky Wacky Wenn man einen Trick aus dem Flat von unten gegen eine Bank macht. Jump Ramp Engl. für Sprungrampe/Sprungschanze.

K Kicker Sprungschanze mit gerader Oberfläche. King Pin Die Schraube, die die Achse zusammenhält, bzw. Baseplate mit Hanger verbindet. Kinkrail Ein Handrail mit einem oder mehreren Knicken.

L Ledge Engl. für Absatz. Gemeint ist ein Hindernis mit einer ebenmäßigen Kante, an dem durch Slides oder Grinden entlang gerutscht werden kann. Im Gegensatz zu einem Curb verbindet eine Ledge zwei unterschiedlich hohe Ebenen und führt oftmals auch Treppen hinunter. Local Ein Skater ist an dem Ort ein Local, an dem er meistens fährt. Longboard Ein spezielles Skateboard, das länger als normale Skateboards (normalerweise zwischen 90 und 150 cm) ist und über einen verlängerten Achsenabstand verfügt. Loveseat Der Loveseat beschreibt eine kleine hervorgezogene Fläche in der Transition eines Pools, auf der sich sitzen lässt. Wäre der Pool mit Wasser gefüllt, läge diese Fläche unterhalb der Wasseroberfläche. Der Name leitet sich aus gewissen Nutzungsszenarien ab. M Mamunt Wenn man mit seinem Gesäß voran so auf das Skateboard springt, dass es dabei bricht. Mr. Wilson Sehr spezielle, aber sehr typische Art des Sturzes. Hierbei schießt das Board durch falsche Gewichtsverlagerung nach vorne weg und reißt dem Fahrer förmlich den Boden unter den Füßen weg. Der Name entstand aus der Fernsehserie Dennis, in der ein gewisser Mr. Wilson sich regelmäßig auf diese Weise verletzt hat. (Gegenteil von Endo) Miniramp Engl. für „kleine Rampe“. Kleinere Ausgabe einer Halfpipe, die nicht ganz so steil ist und für gewöhnlich nur eine Höhe von ca. 1 bis 2 Metern besitzt. Mongo (Mongo footed)