Die Riesenfossa (Cryptoprocta spelea; ) ist eine ausgestorbene Raubtierart, die auf Madagaskar endemisch war. Ihre Existenz als eigenständige Art war lange umstritten, aber es gilt heute als gesichert, dass die Riesenfossa zusammen mit der Fossa und möglicherweise einer dritten Art, Cryptoprocta antamba, die Gattung Cryptoprocta bildet.

Riesenfossas konnten vermutlich bis zu 2 m lang werden und wogen etwa 17 kg.Gary P. Burness, Jared Diamond, Timothy Flannery: Dinosaurs, Dragons, and Dwarfs: The Evolution of Maximal Body Size. In: Proceedings of the National Academy of Sciences. 98, Nr. 25, 2001, S. 14518–14523, hier S. 14519. Ihre Hauptnahrung bildeten wahrscheinlich heute ebenfalls ausgestorbene Riesenlemuren.

Der genaue Zeitraum des Aussterbens der Riesenfossas ist unbekannt. Fossilfunde im Nordwesten Madagaskars lassen darauf schließen, dass die Riesenfossa jedenfalls noch nach 6000 v. Chr. gelebt hat und wahrscheinlich vor 500 n. Chr. ausgestorben ist. Daher spielte der Mensch vermutlich keine Rolle, der vor ca. 2500 Jahren die Insel erreichte.David A. Burney, Helen F. James, Frederick V. Grady, Jean-Gervais Rafamantanantsoa, Ramilisonina, Henry T. Wright, James B. Cowart: Environmental Change, Extinction, and Human Activity: Evidence from Caves in NW Madagascar. In: Journal of Biogeography. 24, Nr. 6, 1997, S. 755–767, S. 764 f. Allerdings beschrieb Étienne de Flacourt noch 1658 eine Die Antamba könnte eine Riesenfossa gewesen sein..

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