Die Neue Zeitschrift für Arbeitsrecht (1921–1933) (NZfAR) war eine juristische Fachzeitschrift, die sich dem Arbeitsrecht als einem in der Weimarer Republik ‚heranwachsenden neuen Rechtsgebiet’ widmete und in der Aufsätze, Entscheidungen, Buchbesprechungen, Literaturübersichten sowie Gesetze, Verordnungen und amtliche Bekanntmachungen veröffentlicht wurden.

Begründet und herausgegeben wurde sie im Mai 1921 von Walter Kaskel.Ivana Mikešić: Sozialrecht als wissenschaftliche Disziplin: die Anfänge 1918-1933. Mohr Siebeck 2002, S. 90 f. google.books. Außerdem publizierten dort die Mitherausgeber Hermann Dersch,vgl. beispielsweise Hermann Dersch: Die Rechtsprechung des Reichsgerichts zum Berufsvereinsrecht. NZfAR 1926, Spalte 449–468. Friedrich Sitzlervgl. beispielsweise Fritz Sitzler: Übersicht über Verwaltung und Rechtsprechung. NZfAR 1925, Spalte 371. und Friedrich Syrup.Felix Kraushaar: Aufbruch zu neuen Ufern: Die privatrechtlichen und rechtshistorischen Dissertationen der Berliner Universität im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts im Kontext der Rechts- und Fakultätsgeschichte. Zugleich ein Beitrag zur Geschichte des Wirtschaftsrechts. Berliner Wissenschafts-Verlag, 2014. Zugl.: Berlin, Humboldt-Univ., Diss., 2012/13 S. 224 f. Inhaltsverzeichnis; google.books.

Die NZfAR erschien im Verlag von Julius Bensheimer monatlich bis zur Ausgabe Juli 1933. Dann wurde der Verlag arisiert. Ebenfalls im Juli 1933 stellte der Verlag J. Heß in Stuttgart die von Hugo Sinzheimer mit herausgegebene Zeitschrift Arbeitsrecht (Zeitschrift für das gesamte Dienstrecht der Arbeiter, Angestellten und Beamten) ein.Uwe Wesel, Hans Dieter Beck: 250 Jahre rechtswissenschaftlicher Verlag C.H.Beck: 1763-2013. München 2013, S. 115. google.books. Der Deutsche Arbeitsgerichtsverband wurde 1936 der Deutschen Arbeitsfront eingegliedert, womit auch die Zeitschrift Arbeitsgericht aufgegeben wurde.

Stattdessen wurde ab August 1933 die Zeitschrift Deutsches Arbeitsrecht (DAR) von Werner Mansfeld, Ministerialdirektor und Hauptabteilungsleiter im Reichsarbeitsministerium, herausgegeben,Werner Mansfeld Unabhängige Historikerkommission zur Geschichte des Reichsarbeitsministeriums, abgerufen am 9. Juli 2021. der auch wesentlich am Entstehen des Gesetzes zur Ordnung der nationalen Arbeit von 1934 beteiligt war.

Weblinks Martin Becker: Arbeitsrechtliche Fachzeitschriften 1933/34 AuR 2016, S. 21–24.

Einzelnachweise

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