Damvillers ist eine französische Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Département Meuse in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen). Sie gehört zum Arrondissement Verdun und zum Kanton Montmédy.

Geografie Die Gemeinde Damvillers liegt an der Thinte, einem Nebenfluss des Loison, etwa 25 Kilometer nördlich von Verdun.

Geschichte Damvillers war Teil des zu den Spanischen Niederlanden zählenden Herzogtums Luxemburg.Joseph Groben: Connaissance de l’ancien Duché de Luxembourg (XXX): Damvillers, une enclave luxembourgeoise en pays mosan. In: Die Warte, Jg. 51, Nr. 36, 25. November 1999, S. 4. 1552 griff Frankreich in den Fürstenaufstand ein, französische Truppen belagerten Damvillers. Ab 1559 war Cristóbal de Mondragón für mehr als ein Jahrzehnt der Gouverneur der Festung Damvillers.Raymond Fagel: Protagonists of War: Spanish Army Commanders and the Revolt in the Low Countries. Leuven University Press, Leuven 2021, ISBN 9789462702875, S. 212. Die früheren Beziehungen zu Luxemburg zeigen sich im heutigen Wappen der Gemeinde.

1659 wurde die Stadt und die Festung infolge des Pyrenäenfriedens an das Königreich Frankreich abgetreten.

Medizinhistorische Notiz Als Damvillers im Jahr 1552 belagert wurde, nahm Ambroise Paré (1510–1590) erstmals eine Arterienligatur bei einer Amputation vor. Seine neue Methode sollte alsbald die bisher gebräuchliche Kauterisierung ersetzen.Joseph Albert Massard: Damvillers, Mansfeld und Sohn: Ambroise Paré, der Vater der Chirurgie, und Luxemburg. In: Lëtzebuerger Journal, Jg. 60, Nr. 74, 17. April 2007, S. 11–12 (online, abgerufen am 13. Januar 2022).

Bevölkerungsentwicklung Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2016 2019Einwohner 582 588 631 674 627 620 636 652 626

Sehenswürdigkeiten Statue Jules Bastien-Lepages von Auguste Rodin Kirche Saint-Maurice mit doppelter Vorhalle

Persönlichkeiten Louis Henri Loison (1771–1816), französischer General Étienne Maurice Gérard (1773–1852), napoleonischer General, 1830 Marschall von Frankreich Jules Bastien-Lepage (1848–1884), Maler Jules Liégeois (1833–1908), Jurist

Literatur

Le Patrimoine des Communes de la Meuse. Flohic Editions, Band 1, Paris 1999, ISBN 2-84234-074-4, S. 320–323. Lucien de Chardon: Damvillers et son canton: vingt siècles d’histoire. Verdun 1973.

Weblinks

Foto: Der Dorfplatz von Damvillers im Juni 1916

Einzelnachweise

Kategorie:Ort in Grand Est

Kategorie:Träger des Croix de guerre 1914–1918 (Ort in Frankreich) Kategorie:Gemeindegründung 1790