Die NASCAR O'Reilly Auto Parts Series (NOAPS) ist eine US-amerikanische Stockcar-Motorsportserie. Sie gilt als „zweite Liga“ der NASCAR und ist für viele Fahrer das Sprungbrett in die NASCAR Cup Series. Die Rennen finden häufig im Rahmen der Cup Series statt und werden meist einen Tag vor dem Cup-Rennen ausgetragen.mini|Der Wagen von Daniel Suárez, dem Xfinity-Meister von 2016

Geschichte mini|Logo der Busch Seriesmini|Logo der Nationwide Series.

Die NASCAR Xfinity Series entstand aus der alten „Sportsman Division“ der NASCAR, welche in den 1950er Jahren als „Short-Track“-Rennserie angedacht war. Im Jahr 1968 bekam die Serie den Namen „Late Model Sportsman“ und man begann auch Rennen auf größeren Strecken wie dem Daytona International Speedway zu fahren. Die Fahrer nutzen gebrauchte Grand National (heute NASCAR Cup Series) Fahrzeuge. Es wurden V6-Motoren benutzt.

Die heutige Xfinity Series wurde im Jahre 1982 gegründet. Von 1982 bis 1983 trug sie zunächst den Namen „Budweiser Late Model Sportsman Series“, wurde dann aber 1984 in „Busch Grand National Series“ umbenannt. 1994 sollte das letzte Jahr sein, in dem die V6-Motoren eingesetzt werden, dennoch setzen einige Teams die V6-Motoren auch 1995 in „Short-Track“-Rennen ein. Ab der Saison 1995 wurden die Wagen dann immer mehr an die Fahrzeuge des Winston-Cups angepasst. Seit der Saison 2004 gehörte die „Grand National“ nicht mehr zum Serientitel, somit hieß die Serie offiziell „NASCAR Busch Series“. Zur Saison 2008 folgte die Umbenennung in „NASCAR Nationwide Series“. Der zugrunde liegende Vertrag mit dem neuen Titel-Sponsor, dem Versicherungsunternehmen Nationwide Insurance, hatte eine Laufzeit von insgesamt sieben Jahren. Am 3. September 2014 wurde bekannt gegeben, dass Xfinity einen Vertrag als Hauptsponsor über 10 Jahre abgeschlossen hat und die Serie ab der Saison 2015 „NASCAR Xfinity Series“ heißen wird.motorsport-total.com

Am 5. März 2005 fuhr die Xfinity Series ihr erstes Rennen außerhalb der USA auf dem Autódromo Hermanos Rodríguez in Mexiko-Stadt, Mexiko. Das Rennen gewann Martin Truex jr., der in derselben Saison Champion wurde.

Am 2. Juli 2010 kamen auf dem Daytona International Speedway erstmals Fahrzeuge einer neuen Generationen zum Einsatz, die dem Car of Tomorrow der Cup Series ähneln. In der Saison 2016 wurde erstmals ein Chase ausgetragen, der dem Chase for the Cup nachempfunden ist.

Dash 4 Cash Die 2009 eingeführten Dash-4-Cash-Rennen sind eine Serie von Rennen, bei denen ein erhöhtes Preisgeld für den bestplatzierten Xfinity-Fahrer ausgeschüttet wird. An dem System wurden über die Jahre mehrere Änderungen vorgenommen:

Von 2009 bis 2010 gab es pro Saison 4 Rennen, bei dem der Sieger zusätzlich zu dem regulären Preisgeld 25.000 US-Dollar erhielt. Wenn bei einem dieser Rennen ein Fahrer gewann, der nicht Vollzeit aktiv war, wurde das Geld beim nächsten Dash 4 Cash-Rennen ausgeschüttet. Auch wurden zusätzliche 50.000 US-Dollar an den Fahrer ausgeschüttet, der in den vier Rennen die meisten Punkte sammeln konnte.

2011 wurde das Preisgeld auf 100.000 US-Dollar erhöht, auch fuhren nur noch vier Fahrer um das Preisgeld. In dem ersten Dash 4 Cash-Rennen in Daytona waren die Fahrer qualifiziert, die in den bisherigen Saisonrennen die meisten Punkte gesammelt haben. Für die nächste Rennen war der Sieger sowie die drei Fahrer mit dem besten Ergebnis des vorherigen Dash 4 Cash-Rennens qualifiziert. Für den Gewinn aller vier Rennen gab es ein zusätzliches Preisgeld von 600.000 US-Dollar, sodass sich das gesamte Preisgeld auf 1 Million US-Dollar belaufen hätte. Dies wurde jedoch von keinem Fahrer erreicht.

Ab 2016 werden vor den vier Dash 4 Cash Rennen Heat-Rennen ausgetragen, alle Fahrer, die sich auf einem ungeraden Startplatz qualifiziert haben, starten im ersten Heat, die mit geraden im Zweiten. Die jeweils besten zwei Fahrer der Heats können dann im Hauptrennen um das Preisgeld kämpfen.

Buschwhackers Als „Buschwhackers“ bezeichnet man Fahrer, die neben der NASCAR Cup Series auch noch in der Xfinity Series antreten. Die Bezeichnung geht auf die Zeit zurück, in der die Xfinity Series noch Busch Series hieß. Seit der Gründung der Xfinity Series gab es immer wieder Fahrer der Cup Series, die ihren freien Tag nutzten, um auch noch in der Xfinity Series anzutreten. Ein häufig genannter Grund hierfür ist das Training für das am nächsten Tag stattfindende Cup-Rennen. Es wird kritisiert, dass die Cup-Fahrer den Nachwuchsfahrer die Chance auf Siege stehlen, andererseits haben die Xfinity-Fahrer die Möglichkeit von erfahrenen Fahrern zu lernen. Auch wird argumentiert, dass die Xfinity Series durch die Teilnahme bekannter Cup-Fahrer ein höheres Medien- und Faninteresse weckt.

Zwischen 2006 und 2010 wurde die Meisterschaft ausschließlich von Buschwhackern gewonnen, als Reaktion darauf durften Fahrer ab 2011 nur noch in einer der 3 NASCAR-Serien Punkte sammeln. Trotzdem wurden in den folgenden Jahren nur wenige Rennen von Xfinity-Fahrern gewonnen. 2017 tritt eine Regel in Kraft, die es Fahrern, die mehr als 5 Jahre im Cup aktiv waren, auf 10 Rennen in den unteren Serien limitiert. Außerdem dürfen keine Cup-Fahrer an den Chase- sowie den Dash 4 Cash-Rennen teilnehmen.

Fahrzeuge mini|Der Chevrolet Camaro von Blake Koch

Seit 2010 werden Car of Tomorrow (CoT) genannten Fahrzeuge eingesetzt, die mehr Sicherheit sowie geringere Kosten bieten sollen. Auch wurde das Designkonzept geändert, die Fahrzeuge waren nun den Pony Cars nachempfunden. Das CoT ähnelte dem Car of Tomorrow der Cup Series, welches von 2007 bis 2012 im Cup eingesetzt wurde. Es war möglich, Cup-Fahrzeuge kostengünstig zu Xfinity-Fahrzeugen umzubauen, da einige Bauteile identisch waren.

In der Xfinity Serie wird ein Vergasermotor eingesetzt, der mit etwa 650 bis 700 PS etwas weniger Leistung als der Einspritzmotor der Cup Series besitzt. Xfinity-Fahrzeuge sind etwa 50 kg leichter, 18 cm länger und 2 cm schmaler als aktuelle Generation 6-Fahrzeuge des Cups. Durch einen größeren Splitter sowie Heckspoiler erzeugen die Xfinity-Fahrzeuge mehr Abtrieb als Cup-Fahrzeuge und sind damit einfacher zu fahren.

Spezifikationen Hubraum: 5,86 Liter (358 in³) Stoßstangen-V8 Übersetzung: Vier-Gang-Getriebe, Handschaltung Gewicht: min. ohne Fahrer und Benzin: 1451 kg min. mit Fahrer und Benzin: 1542 kg Leistung: ungedrosselt: 650–700 PS (485–522 kW) gedrosselt: etwa 450 PS (335 kW) Treibstoff: 98 Oktan; Benzin Bleifrei Füllkapazität des Tanks: 68 Liter Kraftstoffzustellung: Vergaser Luft-Kraftstoff-Mischungverhältnis: 12:1 Selbstansaugend Radstand: 2,8 m (110 Inch) Lenkung: Servo-Kugelumlauflenkung

Eingesetzte Fahrzeugmodelle Budweiser Late Model Sportsman Series (1982–1983) Ford Ford Thunderbird: 1982–1983

General Motors Chevrolet Monte Carlo: 1982–1983 Chevrolet Nova: 1982–1983 Oldsmobile Cutlass: 1982–1983 Pontiac Grand Prix: 1982–1983

Busch Grand National Series (1984–2003) Chrysler Dodge Intrepid: 2001–2003

Ford Ford Thunderbird: 1984–1997 Ford Taurus: 1998–2003 Mercury Cougar: 1984

General Motors Buick Regal: 1985 Buick LeSabre: 1986–1987 Buick Regal: 1988–1991 Chevrolet Monte Carlo: 1984–1988 Chevrolet Nova: 1984–1988 Chevrolet Lumina: 1989–1994 Chevrolet Monte Carlo: 1995–2003 Oldsmobile Cutlass: 1984–1985 Oldsmobile Delta 88: 1986–1987 Oldsmobile Cutlass: 1988–1992 Pontiac Grand Prix: 1984–2003

Busch Series (2004–2007) Chrysler Dodge Intrepid: 2004 Dodge Charger: 2005–2007

Ford Ford Taurus: 2004–2005 Ford Fusion: 2006–2007

General Motors Chevrolet Monte Carlo: 2004–2005 Chevrolet Monte Carlo SS: 2006–2007 Pontiac Grand Prix: 2004–2006 (Privatteams)

Toyota Toyota Camry: 2007

Nationwide Series (2008–2014) Chrysler Dodge Charger: 2008 Dodge Challenger: 2011

Ford Ford Fusion: 2008 Ford Mustang: 2011

GM Chevrolet Monte Carlo SS: 2008 Chevrolet Impala: 2009–2012 Chevrolet Camaro: 2013

Toyota Toyota Camry: 2008

Xfinity Series (ab 2015) Chrysler Dodge Challenger: 2015 (keine Herstellerunterstützung)

Ford Ford Mustang: 2015

GM Chevrolet Camaro: 2015

Toyota Toyota Camry: 2015

Rekordlisten Meiste Siege Platz Fahrer Siege 1 Kyle Busch102 2 Mark Martin 49 3 Kevin Harvick47 4 Brad Keselowski39 5 Carl Edwards 38

Stand: 05.11.2022

Champions der Serie Für eine ausführliche Darstellung siehe Liste der NASCAR-Champions

Sportsman Division Champions 1950: Mike Klapak 1951: Mike Klapak 1952: Mike Klapak 1953: Johnny Roberts 1954: Danny Graves 1955: Billy Myers 1956: Ralph Earnhardt 1957: Ned Jarrett 1958: Ned Jarrett 1959: Rick Henderson 1960: Bill Wimble 1961: Dick Nephew 1962: Rene Charland 1963: Rene Charland 1964: Rene Charland 1965: Rene Charland 1966: Don MacTavish 1967: Pete Hamilton

Late Model Sportsman Division Champions 1968: Joe Thurman 1969: Red Farmer 1970: Red Farmer 1971: Red Farmer 1972: Jack Ingram 1973: Jack Ingram 1974: Jack Ingram 1975: L. D. Ottinger 1976: L. D. Ottinger 1977: Butch Lindley 1978: Butch Lindley 1979: Gene Glover 1980: Morgan Shepherd 1981: Tommy Ellis

Budweiser Late Model Sportsman Series Champions 1982: Jack Ingram 1983: Sam Ard

Busch Grand National Series Champions 1984: Sam Ard 1985: Jack Ingram 1986: Larry Pearson 1987: Larry Pearson 1988: Tommy Ellis 1989: Rob Moroso 1990: Chuck Bown 1991: Bobby Labonte 1992: Joe Nemechek 1993: Steve Grissom 1994: David Green 1995: Johnny Benson 1996: Randy LaJoie 1997: Randy LaJoie 1998: Dale Earnhardt jr. 1999: Dale Earnhardt jr. 2000: Jeff Green 2001: Kevin Harvick 2002: Greg Biffle 2003: Brian Vickers

Busch Series Champions 2004: Martin Truex jr. 2005: Martin Truex jr. 2006: Kevin Harvick 2007: Carl Edwards

Nationwide Series 2008: Clint Bowyer 2009: Kyle Busch 2010: Brad Keselowski 2011: Ricky Stenhouse jr. 2012: Ricky Stenhouse jr. 2013: Austin Dillon 2014: Chase Elliott

Xfinity Series 2015: Chris Buescher 2016: Daniel Suárez 2017: William Byron 2018: Tyler Reddick 2018: Tyler Reddick 2020: Austin Cindric 2020: Austin Cindric 2021: Daniel Hemric 2022: Ty Gibbs 2023: Cole Custer

Xfinity Series Rookie of the Year Award Gewinner (Bester Neuling) Für eine ausführliche Darstellung der besten Neulinge siehe NASCAR Rookie of the Year Award

1989 Kenny Wallace 1990 Joe Nemechek 1991 Jeff Gordon 1992 Ricky Craven 1993 Hermie Sadler 1994 Johnny Benson 1995 Jeff Fuller 1996 Glenn Allen jr. 1997 Steve Park 1998 Andy Santerre 1999 Tony Raines 2000 Kevin Harvick 2001 Greg Biffle 2002 Scott Riggs 2003 David Stremme 2004 Kyle Busch 2005 Carl Edwards 2006 Danny O’Quinn jr. 2007 David Ragan 2008 Landon Cassill 2009 Justin Allgaier 2010 Ricky Stenhouse jr. 2011 Timmy Hill 2012 Austin Dillon 2013 Kyle Larson 2014 Chase Elliott 2015 Brett Moffitt 2016 Erik Jones 2017 William Byron 2018 Tyler Reddick 2019 Chase Briscoe 2020 Harrison Burton 2021 Ty Gibbs 2022 Austin Hill 2023 Sammy Smith

Xfinity Series Most Popular Driver Award Gewinner (Beliebtester Fahrer) 1982 Jack Ingram 1983 Sam Ard 1984 Sam Ard 1985 Jimmie Hensley 1986 Brett Bodine 1987 Jimmie Hensley 1988 Larry Pearson 1989 Rob Moroso 1990 Bobby Labonte 1991 Kenny Wallace 1992 Joe Nemechek 1993 Joe Nemechek 1994 Kenny Wallace 1995 Chad Little 1996 David Green 1997 Mike McLaughlin 1998 Buckshot Jones 1999 Dale Earnhardt Jr. 2000 Ron Hornaday Jr. 2001 Kevin Harvick 2002 Greg Biffle 2003 Scott Riggs 2004 Martin Truex Jr. 2005 Martin Truex Jr. 2006 Kenny Wallace 2007 Carl Edwards 2008 Brad Keselowski 2009 Brad Keselowski 2010 Brad Keselowski 2011 Elliott Sadler 2012 Danica Patrick 2013 Regan Smith 2014 Chase Elliott 2015 Chase Elliott 2016 Elliott Sadler 2017 Elliott Sadler 2018 Elliott Sadler 2019 Justin Allgaier 2020 Justin Allgaier 2021 Justin Allgaier 2022 Noah Gragson 2023 Justin Allgaier

Weblinks

Statistiken zu allen Xfinity Series Rennen (englisch)